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Die schönsten Kirchen und Sakralbauten in Görlitz

Görlitz verzaubert Kulturinteressierte durch eine Reihe beeindruckender Baudenkmäler, die euch in die Epochen der vergangenen 500 Jahre europäischer Architekturgeschichte zurückversetzen. Insgesamt finden sich in Görlitz 4.000 in den letzten Jahrzehnten teils umfangreich restaurierte Baudenkmäler. Bei einem Städtetrip durch die geschichtsträchtige Stadt Görlitz bekommt Ihr Sakralbauten aus den unterschiedlichsten Stilepochen zu Gesicht, darunter Bauwerke aus Zeiten der Renaissance, des Barocks und der Spätgotik. Besonders sehenswert sind die zahlreichen Kirchen von Görlitz. Im Folgenden erfahrt Ihr mehr über die schönsten Kirchen der Europastadt, deren Bauwerke im Zweiten Weltkrieg beinahe vollständig verschont blieben.

Kirche St. Peter und Paul

Kirche St. Peter und Paul von der Altstadtbrücke Görlitz

Die 7 schönsten Kirchen in Görlitz

1. Pfarrkirche St. Peter und Paul

Peterskirche

Zu den schönsten Kirchen und Sehenswürdigkeiten von Görlitz zählt unzweifelhaft die Kirche St. Peter und Paul, die umgangssprachlich ebenso als Peterskirche bezeichnet wird. Die im 15. Jahrhundert erbaute Pfarrkirche gilt als das Wahrzeichen von Görlitz. Mit ihrem aufwendig erbauten Kupferdach und dem mächtigen Turmpaar ist diese Hallenkirche wahrlich ein architektonisches Meisterwerk. Schon allein ihre Lage auf einer Anhöhe über dem Neißetal macht die Peterskirche in Görlitz zu einem unübersehbaren Bauwerk.

Die Pfarrkirche St. Peter und Paul ist von einer langen und lebhaften Historie gezeichnet. So erlangte sie im 13. Jahrhundert den Status zur Stadtpfarrei, bis sie im Jahre 1372 zur Hauptkirche von Görlitz erklärt wurde. 1423 erfuhr die mächtige Kirche einen aufwendigen Umbau, der sie zu einer imposanten fünfschiffigen Hallenkirche werden ließ. Die hohen Türme stehen als Symbol für den gewachsenen Rang der Peterskirche.

Figuren und vielfältige Details sakraler Baukunst, Peterskirche

Die Peterskirche gilt in Sachsen sowohl als älteste als auch als größte Kirche ihres Typs.

Peterskirche

Zu den Highlights der Hallenkirche zählt die um 1697 erbaute Sonnenorgel, die sich mit ihrem bezeichnenden Register und den 17 „Sonnen“ als echtes Meisterwerk zelebriert. Die in Form von Sonnenstrahlen erscheinenden Orgelpfeifen haben mit ihren wunderschönen Klängen bereits tausende von Zuhörern begeistert. Nicht minder beeindruckend ist der große Altaraufbau der Kirche, der mit seinen Elementen aus Stuckmarmor und Sandstein vom damaligen Reichtum und Glanz zeugt. Nicht zuletzt runden die mit Gold verzierte Kanzel und das bunte Glasgemälde, das Jesus im Tempel zeigt, die hochwertige Ausstattung der spätgotischen Pfarrkirche ab.

2. Kathedrale St. Jakobus

Jacobuskirche

Die Kirche St. Jakobus, die ursprünglich als Backsteinkirche Ende des 19. Jahrhunderts erbaut wurde, gilt als besonders schönes Bauwerk. Ihr Turm musste den Beschädigungen des Zweiten Weltkrieges weichen. Heute besitzt sie den Rang einer Kathedrale. Das Kirchen-Innere wurde umfangreich restauriert. Sehenswert in der St.-Jakobus-Kathedrale ist die von der angesehenen Bautzener Firma „Eule“ erbaute Orgel, die um 1989 geweiht wurde. Die in Ziegelbauweise errichtete Görlitzer Kirche liegt auf einer Anhöhe und ist bereits von Weitem sichtbar. Eine umfangreiche Außensanierung erfuhr die dreischiffige Hallenkirche im Jahr 2014. Seitdem erstrahlt ihr 750 Meter hoher Glockenturm in neuem Glanz. Dieser wurde zu jener Zeit um vier Türmchen erweitert. Habt Ihr Lust, Görlitz aus der Vogelperspektive zu betrachten, belohnt Euch der Turm der St.-Jakobus-Kirche mit einem herrlichen Ausblick über Görlitz.

3. Frauenkirche

Frauenkirche, Eingang

Ein Abbild der Spätgotik findet Ihr in der um 1473 geweihten Frauenkirche, die einen Ersatzbau für die im Krieg zerstörte Sühnekirche „Unserer Lieben Frauen“ darstellt. Während die Frauenkirche einst durch ihre unvorteilhafte Lage vor der mittelalterlichen Stadtbefestigung im Schatten der anderen Kirchen von Görlitz stand, genießt sie heute im Herzen der Kreisstadt ihre wohlverdiente Aufmerksamkeit. Die dreischiffige Hallenkirche wurde zu jener Zeit erbaut, in der Görlitz vom wirtschaftlichen Wohlstand gezeichnet war.

Frauenkirche

Das Kirchenschiff der Frauenkirche zeigt sich mit einem feingliedrigen Netzrippengewölbe und grazilen Maßwerkarbeiten. Zu den Hauptmerkmalen der Görlitzer Kirche gehören außerdem ein lang gestreckter Chor, die mit spätgotischen Elementen versehende Westempore und die ihre Fassade aus figürlicher Verkündigungsgruppe und Blattwerk.

4. Dreifaltigkeitskirche

Dreifaltigkeitskirche auf dem Obermarkt

Auch die Dreifaltigkeitskirche zählt zu den schönsten Kirchen in Görlitz. Wenngleich ihr Äußeres eher unscheinbar ist, berührt ihr Inneres die Besucher mit einem besonderen Antlitz. Franziskaner erbauten sie in der Mitte des 13. Jahrhunderts als Klosterkirche. Anfang des 18. Jahrhunderts wurde die evangelische Kirche drei Jahre lang aufwendig renoviert und im Zuge dieser zur Heiligen Dreifaltigkeit geweiht. Aus jener Zeit stammt der barocke Prunkaltar. Zu der bemerkenswerten Ausstattung der Dreifaltigkeitskirche zählen das gut erhalten gebliebene Chorgestühl aus dem 14. Jahrhundert, die Skulptur „Christus in der Rast“ und der spätgotische Flügelaltar. Beeindruckend sind gleichwohl die Kirchen-Orgel mit ihren 28 Registern, die imposante Empore im Hauptschiff sowie das bemalte Deckengewölbe.

5. Lutherkirche

Lutherkirche

Das von vielen Bäumen umgebene Bauwerk ist noch eine recht neue Kirche von Görlitz, die im frühen 20. Jahrhundert entstand. Ein Besuch der evangelisch-lutherischen Kirche lohnt sich vor allem wegen des Martin-Luther-Denkmals, das vor dem Bau thront. Ihr Baustil wurde inspiriert durch die Kaiserdome am Rhein. So setzt sich ihre Fassade aus roten Ziegelsteinen mit farbigen Dekoreinlagen zusammen.

Lutherkirche

Nicht nur die äußere Architektur macht die Lutherkirche sehenswert, auch ihre Innenausstattung zeugt von einem hohen Anspruch. Der Altarraum der Kirche zeigt sich mit seinen Wandmalereien und den bunten Chorfenstern als ein prunkvoller Ort, der Euch in eine überwältigende Atmosphäre hüllt.

6. Kreuzkirche Görlitz

Kreuzkirche Görlitz

Um die Kreuzkirche in Görlitz zu erreichen, macht Ihr Euch auf den Weg in die Görlitzer Südstadt. Hier trefft Ihr auf ein stattliches Bauwerk, das im Jahr 1916 fertiggestellt wurde. Die evangelische Kirche bietet Platz für insgesamt 100 Personen. Auffällig an der Kreuzkirche ist der viereckige 48 Meter hohe Turm, der durch ein großes Rechteck-Fenster gekennzeichnet ist. Auf der Kirche befindet sich eine 38 Meter hohe Aussichtsplattform, die Euch einen tollen Panorama-Blick über Görlitz bietet. In dem monumentalen Sakralbau stoßt Ihr auf eindrucksvolle Elemente des Jugendstils, wie etwa die aufwendig bemalte Decke in der Vorhalle.

Kreuzkirche

Sehenswert sind ebenso die Kirchenfenster mit ihren Kreuz- und Blumenornamenten und die Außentüren der Kreuzkirche, die von beachtlichen Kunstschmiedearbeiten geprägt sind. Die harmonische Verschmelzung aus Teilen des Jugendstils sowie aus modernen und neoklassizistischen Elementen macht die Kreuzkirche zu einem einzigartigen Bauwerk. Nicht zuletzt verspricht die Kirchen-Orgel ein beeindruckendes Klangerlebnis.

7. Hoffnungskirche

Hoffnungskirche

In Görlitz Königshufen trefft Ihr auf die sogenannte Hoffnungskirche. Die Dorfkirche musste dem Braunkohleabbau der ehemaligen DDR an ihrem früheren Standort in Deutsch-Ossig, am heutigen Berzdorfer See, weichen und wurde im damaligen Neubaugebiet Königshufen (Görlitz-Nord) wieder neu errichtet. Eröffnet wurde die Kirche an ihrem neuen Standort am 01. Juni 1998. Zwar ist ihr Äußeres im Gegensatz zu vielen anderen Kirchen von Görlitz eher unspektakulär, doch ihr wertvolles Interieur wertet diesen kleinen Rückstand wieder auf. So zeigt sich das Innere der evangelischen Gemeindekirche mit überragenden Bildhauerarbeiten des Künstlers Caspar Gottlob von Rodewitz, zu denen der Taufengel, der Beichtstuhl und der Kanzelaltar gehören. Von einem besonderen Wert ist die prachtvolle Rokokomalerei an dem Gewölbe der Kirche.

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