Der Frenzelhof am Untermarkt 5 gehört zu den typischen Hallenhäusern in der historischen Altstadt von Görlitz. Das Gebäude vereint Stilelemente aus dem Barock, der Gotik und der Renaissance. Wer sich von der prachtvollen Innengestaltung des Hauses überzeugen möchte, bucht eine Übernachtung im gleichnamigen Hotel.
Erlebe den Frenzelhof: Übernachten und kulinarische Erlebnisse im historischen Flair
- Romantiker verbringen ein Wochenende im Hotel Frenzelhof. Hier wählst du aus stilvoll eingerichteten Apartments mit Blick auf den Untermarkt, die Peterskirche und die historische Rathaustreppe. Bei deinem Besuch besichtigst du exklusiv die Schatzkammer und die Hauskapelle des historischen Hallenhauses.
- Täglich ab 20 Uhr öffnet die Loungebar im Frenzelhof ihre Pforten. Hier lässt du den Tag gemütlich bei einem Glas Wein am Kamin ausklingen.
- Im Nachbarhaus, dem Schönhof, besuchst du das Schlesische Museum. Es bietet spannende Einblicke in die Kultur und Geschichte Schlesiens.
- Du interessierst dich für die Architektur und Geschichte der Görlitzer Hallenhäuser? Dann empfehlen wir die Ausstellung „Kaufmannspaläste an der Via Regia“ in der Brüderstraße 9. Der Eintritt ist frei.
Entdecke die Umgebung rund um den Frenzelhof
Beim Erkunden von Görlitz und seiner beeindruckenden Altstadt begegnen dir nicht nur prächtige Bauten, verwinkelten Gassen und historischen Kirchen, sondern auch ein lebhafter Marktplatz und gemütliche Straßencafés und Restaurants, die zum Verweilen einladen.
Die Dreifaltigkeitskirche in Görlitz, ein evangelischer Sakralbau aus dem frühen 13. Jahrhundert, wurde zwischen 1234 und 1245 als Klosterkirche des Franziskanerklosters am Obermarkt errichtet. Nach rund 300 Jahren wurde das Kloster zu einem Gymnasium umgewandelt, und die Kirche diente fortan als Schulkirche. Seit 1712 ist die Dreifaltigkeitskirche in Görlitz eine Parochialkirche.
Der Flüsterbogen auf dem Untermarkt 22, ist ein spätgotisches Portal mit kunstvollen Details. Bekannt für seine gemeißelten Kreuzblumen über der Pforte, Krabben und Maskenkonsole, ist er eine Hauptattraktion der Stadt. Der Bau begann 1500, ergänzt durch Anbauten in 1525 und 1726. Sein Name rührt von seiner abgerundeten Form her.
Die Pfarrkirche St. Peter und Paul, auch als Peterskirche bekannt, zählt zu den berühmten Bauwerken Görlitz. Majestätisch erhebt sich der sakrale Bau über das Neißetal und überragt mit seinen markanten Türmen die historische Altstadt. Ihre Besonderheit liegt im kupfergedeckten Hochdach, das sie unverwechselbar macht.
So gelangst Du zum Frenzelhof in der Görlitzer Altstadt
Das historische Hallenhaus, der Frenzelhof, befindet sich auf dem Untermarkt 5 im Herzen der historischen Altstadt von Görlitz. Es liegt in einer ruhigen, kleinen Seitenstraße unweit des Rathauses. Gleich nebenan befindet sich der Schönhof, der heute das Schlesische Museum beheimatet.
Vom Bahnhof Görlitz aus erreichst du den Frenzelhof in 20 Minuten zu Fuß über die Berliner Straße, den Obermarkt und die Bruderstraße. Mit der Linie 1 und 2 fährst du bis zur Haltestelle Jägerkaserne und kommst über die Langenstraße zum Ziel. Parkplätze gibt’s am Obermarkt.
Die Bedeutung der Görlitzer Hallenhäuser in der Geschichte
Die Hallenhäuser von Görlitz sind wichtige Zeugnisse der europäischen Architekturgeschichte. Sie befanden sich direkt an der Via Regia, die einst zu den bedeutendsten Handelsstraßen Europas gehörte. Die Stadt erlebte im Spätmittelalter und der frühen Neuzeit ihre wirtschaftliche Blüte, da sie ein wichtiger Knotenpunkt im Fernhandel war.
Die meisten Fernhändler richteten sich in prachtvoll ausgestalteten Hallenhäusern ein, die als Wohnraum und Wirtschaftsraum dienten. Von hier aus kontrollierten sie den Markt. Teilweise befanden sich darin Brauhöfe oder Gästezimmer für reisende Kaufleute. Johann Wolfgang von Goethe nannte die eleganten Behausungen der Tuchmacher die „Kaufmannsburgen von Görlitz“.
Der Frenzelhof im 15. Jahrhundert
Der Frenzelhof ist eines der ältesten Hallenhäuser aus dem 15. Jahrhundert. Das Gebäude am Untermarkt 5 unterlag in den vergangenen Jahrhunderten zahlreichen Umgestaltungen. Der erste registrierte Besitzer war Vincent Heller, ein gut betuchter Patrizier, der als Schöppe im Auftrag des Rates arbeitete.
Ihm folgte eine Reihe von Kaufleuten, die sich als Ratsherren und Bürgermeister der Stadt verdingten. Schon damals nahm das Hallenhaus eine Funktion als Brauhof ein. Vermutlich bestand die Bebauung auf der Vorderseite des Hauses zu jener Zeit aus Fachwerk.
Um 1499 übernahm der Handelsdiener Hans Frenzel das Gebäude am Untermarkt 5 und baute sich an diesem Ort einen Handel auf. Zuvor jedoch leitete er zahlreiche Umbaumaßnahmen ein, um das marode Haus zu erneuern. Beim großen Brand von 1525 blieb der Frenzelhof verschont. Daher sind die meisten Veränderungen (wie der Spitzbogen mit Stäben auf Basen am Hauptzugang) noch gut erhalten.
Zwischen 1512 und 1515 entstand die fantasievolle Bemalung der Schatzkammer. In den darauffolgenden Jahren widmete sich Hans Frenzel hauptsächlich seinem Herzensprojekt – dem Bau der Annenkapelle in der Steinstraße. Diesen finanzierte er aus privaten Mitteln.
Die Zeichen der Zeit nagten an der Substanz des Frenzelhofes
Über die Jahrhunderte wechselten die Eigentümer des Hauses, doch ab der Mitte des 16. Jahrhundert gab es nur wenige bauliche Veränderungen. Das lag vor allem daran, dass die Besitzer gebeutelt von Pest, zahlreichen Kriegen und dem verheerenden Stadtbrand 1692 kaum in der Lage waren, Maßnahmen zum Erhalt des Hauses zu ergreifen. So ist es nicht verwunderlich, dass sich der Frenzelhof in einem maroden Zustand befand.
Nach der Neugestaltung der Geschosse zwischen 1813 und 1835 entwickelte sich das Gebäude in ein Mietshaus, das von mehreren Parteien bewohnt wurde. In den Jahren 1945 bis 1990 bestanden Bemühungen, die Nachbarhäuser Untermarkt 4 und 5 zu sanieren. Teilweise bestanden nach Fertigstellung räumliche Bezüge zwischen den beiden Gebäuden, die es heute nicht mehr gibt.
Noch bis 1991 befand sich im Untergeschoss der Häuser die Gaststätte „Goldener Baum“. Zwischen 1990 und 1992 sanierten Arbeiter die Bemalungen des Hauses. 1998 entstand nach umfangreichen Sanierungsarbeiten das Hotel Frenzelhof.





















