Das Neißeland liegt entlang der Lausitzer Neiße zwischen Bad Muskau und Görlitz. Es ist eine der jüngsten Ferienregionen der Oberlausitz, geprägt von UNESCO-Welterbe, Geopark, Biosphärenreservat und einer außergewöhnlichen Vielfalt an Natur, Kultur und Geschichte. Besucher erwartet eine sanfte Landschaft mit Flüssen, Teichen, Wäldern und historischen Städten – eine Region im Aufbruch, die ihre Schönheit erst allmählich preisgibt.
Direkt an der Lausitzer Neiße, an der Grenze zwischen Deutschland und Polen, erstreckt sich ein Landstrich, der noch vielen unbekannt ist: das Neißeland. Von Bad Muskau bis Görlitz, von Weißwasser bis Rothenburg erwartet Besucher eine außergewöhnliche Mischung aus Natur, Kultur und Abenteuer.
Das Herzstück bildet der Fürst-Pückler-Park, ein in Deutschland und Polen geteilter Landschaftspark, in dem Flussufer, Teiche, Hügel und Wälder in kunstvoller Harmonie gestaltet sind. Mit der Waldeisenbahn Muskau lässt sich diese grenzüberschreitende Parklandschaft auf nostalgische Weise erschließen. Direkt daneben befindet sich der UNESCO-Geopark Muskauer Faltenbogen / Łuk Mużakowa, wo Besucher buchstäblich in die Erdgeschichte eintauchen: Faltungen, Gesteine und Relikte vergangener Eiszeiten erzählen eine Landschaftsbiografie, die über Jahrhunderte gewirkt hat.
Die Region ist geprägt durch hunderte Teiche, idyllische Seen und renaturierte Tagebauflächen – ein Paradies für Radfahrer und Naturfreunde. Themenrouten wie die Neißeland-Tour oder Abschnitte des Oder-Neiße-Radweges führen durch stille Waldgebiete, über Weiden und entlang von Ufern. Wer lieber zu Fuß unterwegs ist, wird in den Königshainer Bergen oder am Rotstein belohnt – mit Aussichten, unverhofften Pfaden und naturnaher Ruhe. Wasserratten kommen im Neißeland ebenfalls auf ihre Kosten: Seen wie der Berzdorfer oder Bärwalder See laden zum Paddeln, Schwimmen oder Sonnenbaden ein. Familien finden in Erlebniswelten, Tierparks oder der „Geheimen Welt von Turisede“ spannende Abwechslung.
Doch das Neißeland ist nicht nur eine Tourismusregion – es ist ein Ort des Wandels. Ehemalige Bergbauflächen werden behutsam neu gestaltet, Naturräume renaturiert und eine nachhaltige Entwicklung angestrebt. Dabei gilt es, das empfindliche Gleichgewicht zwischen Nutzung und Schutz zu wahren. Besonders reizvoll ist die Idee des Miteinanders über die Grenze hinweg: Viele Angebote sind deutsch-polnisch angelegt, gemeinsame Projekte sollen die Region verbinden.
Wer das Besondere sucht – abseits der großen Tourismusströme – findet im Neißeland eine unentdeckte Perle. Entlang der Flüsse, Seen und waldreichen Ufer lädt diese Region dazu ein,
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