Altstadtbrücke in Görlitz

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Foto: M. Förster

Seit 2004 verbindet eine Fußgängerbrücke über der Neiße die Görlitzer Altstadt und die Neißevorstadt von Zgorzelec. Die 80 Meter lange Bogenbrücke ist Symbol eines zusammenwachsenden Europas.

Aktivitäten rund um die Altstadtbrücke in Görlitz

  • Die Altstadtbrücke verbindet das polnische Zgorzelec mit dem deutschen Görlitz. Bei einem kleinen Spaziergang durch die Görlitzer Altstadt entdeckst du beim überqueren der Altstadtbrücke die Vierradenmühle auf deutscher Seite und in Polen die Dreiradenmühle, wo du das Altstadt-Brauhaus (Piwnica Staromiejska) findest.
  • Direkt an der Altstadtbrücke kannst Du verweilen, sitzen und im Sommer ein leckeres Softeis essen.
  • Rechtsseitig der Altstadtbrücke auf der Uferstraße kannst du spazieren gehen und das Gänse Denkmal entdecken. Etwas oberhalb des Ufer lohnt sich ein Besuch des Ochsenzwingers und der Ochsenbastei. Die Wehranlage ist ein beliebter Garten und bekannt für seinen Blauregen und Goldregen.

Die historische Görlitzer Altstadtbrücke damals und heute

Im Stadtgebiet von Görlitz war die hölzerne Altstadtbrücke von 1298 die erste befestigte Querung der Neiße. Hochwasser, Brände, Verschleiß und die Auswirkungen des Krieges setzen der Brücke zu, sodass sie über die Jahrhunderte stetig erneuert wurde. Schon nach dem verheerenden Brand im Jahr 1525, dem auch die Altstadtbrücke zum Opfer fiel, gab es Pläne für eine Steinbrücke. Aus Kostengründen wurden diese jedoch nie umgesetzt.

Im 19. Jahrhundert entstanden weitere Querungen, darunter der Neißeviadukt und die Reichenberger Brücke. 1907 ersetzte eine Stahlbogenbrücke den Holzbau. Am 7. Mai 1945 (gegen Ende des Zweiten Weltkrieges) sprengte die Wehrmacht alle Brücken. Nach der Kapitulation der Deutschen fiel die östliche Görlitzer Vorstadt unter polnische Verwaltung. Fortan trennte die Neiße die Stadt in einen polnischen und einen deutschen Teil.

Der Abwicklung des Grenzverkehrs zwischen den beiden Ländern erfolgte über die wieder errichtete Stadtbrücke. Daher war der Wiederaufbau der Altstadtbrücke zunächst nicht geplant. 1950 beseitigten Arbeiter die Trümmer.

Am 28. April 2003 begannen die Arbeiten für eine neue Fußgängerbrücke. Nach 18 Monaten Bauzeit eröffnet sie am 20. Oktober 2004. Die neue Altstadtbrücke verbindet seither das polnische Zgorzelec und das deutsche Görlitz. Sie hat eine Stützweite von circa 80 Metern und ist in der Mitte etwa 8,5 Meter breit.

Unser Tipp: Eine besondere Gelegenheit für einen Besuch von Görlitz ist das Altstadtfest im August. Es findet zur gleichen Zeit wie das Jakuby Zgorzelec statt. Die Altstadtbrücke verbindet die beiden Festgelände, die mit Musik, Tanz, Theater und Budenzauber zum fröhlichen Miteinander einladen. Höhepunkt ist die Internationale Waschtrog-Regatta, eine Art Seifenkistenrennen auf der Neiße.

Standort und Sehenswertes

Die Altstadtbrücke befindet sich in der Altstadt von Görlitz. Sie überspannt die Lausitzer Neiße und verbindet die Uferstraße in Deutschland mit der Ulica Wrocławska in Polen. In der Neißestraße 14 befindet sich das Gänse-Denkmal. Von hier aus hast du einen wunderbaren Ausblick auf die Altstadtbrücke und die sich im Wasser des Flusses spiegelnden Häuser auf polnischer Seite.

Die Skulptur „Großer Gehender“ am Fuße der Altstadtbrücke erinnert an Ulf Großmann, der ehemalige Bürgermeister von Görlitz prägte die Entwicklung der Stadt nach der Wende und trug maßgeblich zu einer lebendigen Europastadt Görlitz/Zgorzelec bei.

So erreichst du die Fußgängerbrücke in der Altstadt

Vom Bahnhof Görlitz aus erreichst du die Altstadtbrücke in 25 Minuten zu Fuß. Die Route führt über die Berliner Straße, den Obermarkt, die Brüderstraße, den Untermarkt und die Neißestraße bis zur Uferstraße. Hier verläuft auch der Wanderweg der Deutschen Einheit, der die östlichste Stadt Deutschlands mit Aachen, der westlichsten deutschen Stadt verbindet.

Nutzt du die Straßenbahnen der Linie 1 und 2 (Richtung NeißePark und Am Wiesengrund), erreichst du in etwa 16 Minuten dein Ziel. Nach einer 6-minütigen Fahrt bis zur Haltestelle Jägerkaserne schließt sich ein etwa 10-minütiger Fußmarsch über die Langenstraße, Brüderstraße, den Untermarkt und die Neißestraße an.

Bist du mit dem Pkw unterwegs, stellst du dein Fahrzeug am besten am Parkplatz „Altstadt“ in der Hugo-Keller-Straße 18 ab. Von hier aus sind es etwa 8 Gehminuten (500 Meter) bis zur Altstadtbrücke. Auf dem Weg liegen der Nikolaiturm und die Pfarrkirche St. Peter und Paul.

Unser Tipp zum Einkehren: In der Nähe der Altstadtbrücke befindet sich die Vierradenmühle Familie Cerobski. Hier probierst du schlesische Spezialitäten und feine Gerichte der Lausitzer Küche.

Aktivitäten in der Nähe Görlitz

  • Entlang des Ufers des Berzdorfer See verläuft der Ufer-Rundweg. Dieser führt entlang des Nordstrand um den See herum, vorbei an der Insel der Sinne zur Blauen Lagune. Dort kannst Du Minigolf spielen, im Kletterpark klettern und sogar zelten oder campen im Campingpark Blaue Lagune.
  • Wanderfreunde machen sich entlang des Wanderweges der Deutschen Einheit auf zur Landeskrone (den Hausberg von Görlitz) oder setzen ihren Weg durch die Oberlausitz bis in die Sächsische Schweiz fort. Der innerdeutsche Fernwanderweg verläuft über 1.080 km bis nach Aachen.
  • Aktivurlauber machen eine 1,5stündige Paddeltour auf der Lausitzer Neiße oder besuchen den Freizeitpark Turisede.

Copyright: Fotos: M. Förster

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Seit 2004 verbindet eine Fußgängerbrücke über der Neiße die Görlitzer Altstadt und die Neißevorstadt von Zgorzelec. Die 80 Meter lange Bogenbrücke ist Symbol eines zusammenwachsenden Europas.

Aktivitäten rund um die Altstadtbrücke in Görlitz

  • Die Altstadtbrücke verbindet das polnische Zgorzelec mit dem deutschen Görlitz. Bei einem kleinen Spaziergang durch die Görlitzer Altstadt entdeckst du beim überqueren der Altstadtbrücke die Vierradenmühle auf deutscher Seite und in Polen die Dreiradenmühle, wo du das Altstadt-Brauhaus (Piwnica Staromiejska) findest.
  • Direkt an der Altstadtbrücke kannst Du verweilen, sitzen und im Sommer ein leckeres Softeis essen.
  • Rechtsseitig der Altstadtbrücke auf der Uferstraße kannst du spazieren gehen und das Gänse Denkmal entdecken. Etwas oberhalb des Ufer lohnt sich ein Besuch des Ochsenzwingers und der Ochsenbastei. Die Wehranlage ist ein beliebter Garten und bekannt für seinen Blauregen und Goldregen.

Die historische Görlitzer Altstadtbrücke damals und heute

Im Stadtgebiet von Görlitz war die hölzerne Altstadtbrücke von 1298 die erste befestigte Querung der Neiße. Hochwasser, Brände, Verschleiß und die Auswirkungen des Krieges setzen der Brücke zu, sodass sie über die Jahrhunderte stetig erneuert wurde. Schon nach dem verheerenden Brand im Jahr 1525, dem auch die Altstadtbrücke zum Opfer fiel, gab es Pläne für eine Steinbrücke. Aus Kostengründen wurden diese jedoch nie umgesetzt.

Im 19. Jahrhundert entstanden weitere Querungen, darunter der Neißeviadukt und die Reichenberger Brücke. 1907 ersetzte eine Stahlbogenbrücke den Holzbau. Am 7. Mai 1945 (gegen Ende des Zweiten Weltkrieges) sprengte die Wehrmacht alle Brücken. Nach der Kapitulation der Deutschen fiel die östliche Görlitzer Vorstadt unter polnische Verwaltung. Fortan trennte die Neiße die Stadt in einen polnischen und einen deutschen Teil.

Der Abwicklung des Grenzverkehrs zwischen den beiden Ländern erfolgte über die wieder errichtete Stadtbrücke. Daher war der Wiederaufbau der Altstadtbrücke zunächst nicht geplant. 1950 beseitigten Arbeiter die Trümmer.

Am 28. April 2003 begannen die Arbeiten für eine neue Fußgängerbrücke. Nach 18 Monaten Bauzeit eröffnet sie am 20. Oktober 2004. Die neue Altstadtbrücke verbindet seither das polnische Zgorzelec und das deutsche Görlitz. Sie hat eine Stützweite von circa 80 Metern und ist in der Mitte etwa 8,5 Meter breit.

Unser Tipp: Eine besondere Gelegenheit für einen Besuch von Görlitz ist das Altstadtfest im August. Es findet zur gleichen Zeit wie das Jakuby Zgorzelec statt. Die Altstadtbrücke verbindet die beiden Festgelände, die mit Musik, Tanz, Theater und Budenzauber zum fröhlichen Miteinander einladen. Höhepunkt ist die Internationale Waschtrog-Regatta, eine Art Seifenkistenrennen auf der Neiße.

Standort und Sehenswertes

Die Altstadtbrücke befindet sich in der Altstadt von Görlitz. Sie überspannt die Lausitzer Neiße und verbindet die Uferstraße in Deutschland mit der Ulica Wrocławska in Polen. In der Neißestraße 14 befindet sich das Gänse-Denkmal. Von hier aus hast du einen wunderbaren Ausblick auf die Altstadtbrücke und die sich im Wasser des Flusses spiegelnden Häuser auf polnischer Seite.

Die Skulptur „Großer Gehender“ am Fuße der Altstadtbrücke erinnert an Ulf Großmann, der ehemalige Bürgermeister von Görlitz prägte die Entwicklung der Stadt nach der Wende und trug maßgeblich zu einer lebendigen Europastadt Görlitz/Zgorzelec bei.

So erreichst du die Fußgängerbrücke in der Altstadt

Vom Bahnhof Görlitz aus erreichst du die Altstadtbrücke in 25 Minuten zu Fuß. Die Route führt über die Berliner Straße, den Obermarkt, die Brüderstraße, den Untermarkt und die Neißestraße bis zur Uferstraße. Hier verläuft auch der Wanderweg der Deutschen Einheit, der die östlichste Stadt Deutschlands mit Aachen, der westlichsten deutschen Stadt verbindet.

Nutzt du die Straßenbahnen der Linie 1 und 2 (Richtung NeißePark und Am Wiesengrund), erreichst du in etwa 16 Minuten dein Ziel. Nach einer 6-minütigen Fahrt bis zur Haltestelle Jägerkaserne schließt sich ein etwa 10-minütiger Fußmarsch über die Langenstraße, Brüderstraße, den Untermarkt und die Neißestraße an.

Bist du mit dem Pkw unterwegs, stellst du dein Fahrzeug am besten am Parkplatz „Altstadt“ in der Hugo-Keller-Straße 18 ab. Von hier aus sind es etwa 8 Gehminuten (500 Meter) bis zur Altstadtbrücke. Auf dem Weg liegen der Nikolaiturm und die Pfarrkirche St. Peter und Paul.

Unser Tipp zum Einkehren: In der Nähe der Altstadtbrücke befindet sich die Vierradenmühle Familie Cerobski. Hier probierst du schlesische Spezialitäten und feine Gerichte der Lausitzer Küche.

Aktivitäten in der Nähe Görlitz

  • Entlang des Ufers des Berzdorfer See verläuft der Ufer-Rundweg. Dieser führt entlang des Nordstrand um den See herum, vorbei an der Insel der Sinne zur Blauen Lagune. Dort kannst Du Minigolf spielen, im Kletterpark klettern und sogar zelten oder campen im Campingpark Blaue Lagune.
  • Wanderfreunde machen sich entlang des Wanderweges der Deutschen Einheit auf zur Landeskrone (den Hausberg von Görlitz) oder setzen ihren Weg durch die Oberlausitz bis in die Sächsische Schweiz fort. Der innerdeutsche Fernwanderweg verläuft über 1.080 km bis nach Aachen.
  • Aktivurlauber machen eine 1,5stündige Paddeltour auf der Lausitzer Neiße oder besuchen den Freizeitpark Turisede.

Copyright: Fotos: M. Förster

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