Görlitz

Historische Stadtführungen in Görlitz

Die Stadt Görlitz in Sachsen befindet sich am östlichsten Punkt Deutschlands. Seit 1945 bildet die Neiße die Grenze. Dadurch entwickelte sich jeweils ein eigenständiger deutscher und ein polnischer Teil mit dem Namen Zgorzelec. Zusammen bilden beide Städte seit 1998 eine Europastadt. Mit der Neiße, dem Lausitzer Granitmassiv und Ausläufern des böhmisch-lausitzischen Grenzgebirges bietet die Umgebung der Stadt vielfältige Möglichkeiten, die Natur zu erleben. Innerhalb von Görlitz sind Stadtführungen eine hervorragende Möglichkeit, die gut erhaltene Historie der Stadt zu erleben.

Görlitz Stadtführung


Stadtführungen in Görlitz durch die historische Altstadt und Umgebung


Historische Stadtführungen durch Görlitz

Da Görlitz kaum von Schäden durch den Zweiten Weltkrieg betroffen war, sind die historischen Gebäude aus verschiedenen Epochen größtenteils noch vorhanden. Vor allem die mittelalterliche Altstadt bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten, die viele Touristen anziehen und Stadtführungen in Görlitz so beliebt macht. Knapp 4.000 denkmalgeschützte Gebäude zählt die Stadt. Bei einer Führung oder einer Stadtrundfahrt erhalten Sie die Möglichkeit, die historische Altstadt, das Gründerviertel und weitere sehenswerte Stadtteile zu besichtigen.

Die historische Altstadt von Görlitz

In der historischen Altstadt von Görlitz begegnen Ihnen zahlreiche denkmalgeschützte Gebäude und Sehenswürdigkeiten. Bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts reicht die Geschichte dieses Teils der Stadt zurück. Während der DDR-Zeit existierten Pläne, die Altstadt verschwinden zu lassen, was die Wiedervereinigung 1989 noch rechtzeitig verhinderte. Stadtführungen in Görlitz vor allem durch die Altstadt erfreuen sich großer Beliebtheit.

Den deutschen und den polnischen Teil der Stadt verbindet die 2004 wiedereröffnete Altstadtbrücke. Sie dient als Grenzübergang für Fußgänger. Das Bild von Görlitz prägen der Nikolaiturm, der Dicke Turm und der Reichenbacher Turm. Diese drei Gebäude sind der Grund für den Beinamen „Stadt der Türme“. Sie dienten ehemals als Wachposten an der historischen Stadtmauer. Sie haben die Möglichkeit, diese Türme auch zu besteigen und von innen zu besichtigen.

Zwei zusätzliche Türme bietet die Kirche St. Peter und Paul. Sie ist eines der Wahrzeichen der Stadt Görlitz. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Annenkapelle. Der Kaufmann Hans Frenzel ließ diese von 1508 bis 1512 zu Ehren der heiligen Anna errichten. Heute dient sie als Turnhalle und Aula einer benachbarten Schule. Die mit historischen Fenstern ausgestattete Schulaula bietet Raum für verschiedene Ausstellungen.

Eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf Stadtführungen durch Görlitz ist das Heilige Grab. Als religiöses Gesamtkunstwerk führt es von der Krypta der St.-Peter-und Paul-Kirche bis zur Heilig-Grab-Kapelle. Letztere ist ein verkleinerter Nachbau des Originals in Jerusalem. Dazu gehören neben der Grabes- auch die Golgatha- und die Adamskapelle.

In Bezug auf die Entstehungszeit gibt es verschiedene Ansichten. Der Bau fand möglicherweise entweder zwischen 1481 und 1489 oder zwischen 1481 und 1501 statt. Jedes Jahr am Karfreitag findet der Kreuzweg von der Krypta bis zum Heiligen Grab statt.

Görlitz Stadtführung

Wer ganz in das mittelalterliche Flair der Stadt eintauchen möchte, besucht das alljährlich am letzten Augustwochenende stattfindende Altstadtfest. Es bietet mittelalterliche Speisen, Musik, Gaukler und ein abschließendes Feuerwerk. Bei einer erweiterten Führung erkunden Sie die Neue Synagoge, den jüdischen Friedhof, den Stadtpark Meridianstein, die Lutherkirche, das Bahnhofsgebäude und vieles mehr.

Gebäude aus Gotik, Renaissance und Barock

Eines der ältesten Gebäude ist das historische Rathaus, das heute weiterhin als Standesamt fungiert. Seit etwa 1350 diente es der städtischen Verwaltung. Seine Innenausstattung stammt aus Zeiten der Renaissance. Davon abgesehen setzt sich das Rathaus aus den Baustilen verschiedener Epochen zusammen. Es verfügt beispielsweise auch über einen Paternosteraufzug.

Das älteste aus der Renaissance stammende Gebäude ist der Schönhof. Der Ratsbaumeister Wendel Roskopf der Ältere baute es im Jahr 1525 am Untermarkt der Görlitzer Altstadt. Neben der St. Peter-und-Paul-Kirche befindet sich das Waid- und Renthaus, das im 15. Jahrhundert als Lagerplatz für die Tuchfärberpflanze Waid diente.

Die Oberlausitzische Bibliothek der Wissenschaften im Barockhaus bietet Einblick in eine weitere Epoche aus der Geschichte der Stadt Görlitz. Die Bibliothek verfügt über mehr als 140.000 Bände und eine eindrucksvolle Bauweise. An ihr vorbei gelangen Sie ebenfalls während einer Stadtführung durch Görlitz und die Altstadt.

Der Kaisertrutz ist eine von vier noch erhaltenen Basteien, von denen Görlitz früher 32 Stück zur Verteidigung besaß. Seine Erbauung fand im Jahr 1490 statt. Seinen Namen erhielt er während des Dreißigjährigen Krieges, da er 1641 einer Belagerung der Stadt durch Schweden mehrere Wochen lang trotzte. Heute dient das Gebäude als städtisches Museum und Ausstellungsort.

Deutscher und polnischer Teil der Europastadt

Einige der historischen Stadtführungen in Görlitz führen durch beide Teile in Deutschland und Polen. Die bereits erwähnte Altstadtbrücke ist eine Variante, an beide Seiten der Neiße zu gelangen. Im Rahmen einer Rundfahrt mit dem Bus ist dies ebenfalls möglich. Vom polnischen Teil aus bietet sich ein schöner Ausblick über die Silhouette von Görlitz mit seinen Türmen und der Kirche St. Peter und Paul.

In Zgorzelec finden Sie Sehenswürdigkeiten wie den neugestalteten Postplatz, die Bonifatiuskirche, den Rabenberg mit Villen aus dem 19. und 20. Jahrhundert oder den Dom Kultury mit umliegendem Park. An den beiden Ufern der Neiße befinden sich auf polnischer Seite die Drei- und auf deutscher Seite die Vierradenmühle. Die beiden Gebäude sind zwei von drei ehemaligen Görlitzer Getreidemühlen. In beiden befinden sich heute Gaststätten, in denen Sie die Möglichkeit haben, in entspannter Atmosphäre direkt am Fluss zu speisen. Bei einer Rundfahrt unter Nutzung der Neißebrücke bei Hagenwerder bietet sich unterwegs zudem der Besuch des Berzdorfer Sees an, der sich in der ehemaligen Braunkohletagebau-Region befindet.

Historische Stadtführungen durch Görlitz und Zgorzelec

Die zahlreichen angebotenen Stadtführungen in Görlitz beginnen an verschiedenen Orten und zeigen unterschiedliche Sehenswürdigkeiten. Sie wählen abhängig von Ihren Interessen, welche Variante Ihnen am besten gefällt. Populär sind die Führungen durch die historische Altstadt. Inbegriffen ist je nach Art beispielsweise eine Besichtigung der Peterskirche, ein Fotostopp in der Bibliothek der Wissenschaften oder der Besuch des Kaisertrutzes.

Führungen von der Kirche St. Peter und Paul zum Heiligen Grab sind ebenfalls eine beliebte Möglichkeit. Die „Stadt der Türme“ erkunden Sie bei einer Turmbesteigung und genießen den Blick über die ganze Stadt. Spezielle Führungen bei Nacht mit Laterne oder ausgerichtet für Kinder und Jugendliche sind ebenfalls möglich.

Quellen und Links

https://www.goerlitz.de/Tourismus.html

https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6rlitz

https://de.wikipedia.org/wiki/Historische_Altstadt_(G%C3%B6rlitz)

https://de.wikipedia.org/wiki/Dreiradenm%C3%BChle

https://de.wikipedia.org/wiki/Vierradenm%C3%BChle

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