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Den Untermarkt in Görlitz entdecken: Historisches Flair der Altstadt

Der historische Untermarkt in Görlitz stellt das Zentrum der Görlitzer Altstadt dar und gehört zu den schönsten Plätzen der Stadt, Hier mitten in einem einzigartigen Ensemble historischer Bauten findet man das Görlitzer Rathaus, die historischen Bögen der Hallenhäuser und den berühmten Flüsterbogen. Wir zeigen was es auf dem Görlitzer Untermarkt zu entdecken gibt:

Rathausturm Untermarkt Goerlitz
Rathausturm auf dem Untermarkt © Foto: Mario Förster

Der Untermarkt unterteilt sich in einen nördlichen und einen südlichen Teil. Die hier befindlichen histörischen Häuser prägen das Stadtbild und gelten als touristische Sehenswürdigkeiten.

Görlitz Altstadt: Untermarkt
Görlitz Altstadt: Untermarkt mit Blick auf die Peterskirche © Foto: Mario Förster

Rund um den Görlitzer  Untermarkt entdecken:

Übernachten auf dem Görlitzer Untermarkt

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Diese Erlebnisse & Sehenswürdigkeiten könnt ihr in der Nähe des Görlitzer Untermarkt entdecken:

Die Geschichte des Untermarkts in Görlitz

Rathausturm Blick auf den Untermarkt
Rathausturm Blick auf den Görlitzer Untermarkt © Foto: Mario Förster

Den Untermarkt in Görlitz gibt es seit dem Jahr 1305, wobei sein Name damals lediglich „Markt“ lautete. Erst 1403 tauchte die Erwähnung des „Niedermarkts“ auf. Ebenso bezeichneten die Bewohner den Marktplatz als „Ring“. Der Begriff entstammt dem Schlesischen und existierte im Zeitraum zwischen 1340 und 1600. Frühere Beinamen des nördlichen Untermarkts zeigen sich in Form von:

  • Alter Markt,
  • Heringsmarkt
  • und Fischmarkt.

Speziell Landwirte, die ihre Waren anpriesen, sammelten sich an den Markttagen im Norden des Marktes. Den südlichen Teil bevölkerten dagegen Handwerker. Erst im Jahr 1864 wechselte der Standort des Wochenmarktes auf die Elisabethstraße. Den Untermarkt in Görlitz teilt ein Häuserblock, der sich „Zeile“ oder „Mittelzeil“ nennt. Von Osten nach Westen führte in früherer Zeit ein Durchgang durch die Gebäude. Heute existiert der Gang, der den Zugang zu einem Krämerladen gewährte, nicht mehr.

Später öffneten die Baumeister die Häuser auf der Südseite des Marktes. Die Maßnahme resultierte aus dem Umstand, dass die Reichkrämer – vorwiegend Gewürz- und Seidenhändler – ihre Waren an nach Süden zeigenden Ständen anboten. Auf der Nordseite befanden sich zu dem Zeitpunkt vermehrt Schuh- und Brotverkäufer sowie Spitz- und Kleinkrämer. Auf dem Görlitzer Untermarkt erlangte die Börde mit der Bezeichnung „Neues Kaufhaus“ Bekanntheit. In dem Gebäude versammelten sich die Kaufleute wöchentlich. Ab dem Jahr 1714 zierte ein Wappen der vier Bürgermeister das Portal des Hauses.

Dieses verschwand 1784, als die Milichschen Bibliothek in dem Bauwerk Einzug hielt. Sie wich 1822 einem Gericht, das sich 1865 zu einer Polizeistation entwickelte. Heute finden die Besucher in dem Gebäude das Hotel Börse. Ebenso zu den alten Bauwerken der Stadt gehört die Waage, die sich an der südöstlichen Ecke der Zeile befindet. Architektonischen Wert erhält der Prunkbau aufgrund mehrerer Säulen im Erdgeschoss. Auf deren Haupt thronen steinerne Köpfe wichtiger Persönlichkeiten. Zu ihnen gehört beispielsweise der Maurermeister Elias Ebermann sowie der Waagemeister Andreas Wert.

Bis 1823 beherbergte die Waage die Akzise. Zudem führte der Gewerbeverein 1831 seine Tagung durch. Im Jahr 1350 begann der Görlitzer Stadtrat damit, Privathäuser zu kaufen, um öffentliche Ämter darin zu beheimaten. Auf die Weise entstanden mehrere Verwaltungsgebäude und das Rathaus. In diesem lagerten die Stadträte relevante Dokumente, die früher die Pfarrkirche St. Peter und Paul aufbewahrte. Das Rathaus auf dem Untermarkt besteht aus mehreren Flügeln. Den Ältesten stellt der auf der Brüderstraße dar. Der Rathausturm besitzt eine Höhe von 60 Metern. Steinmetz Albrecht Stieglitzer und der Zimmermeister Jobst erbauten ihn zwischen 1511 und 1516.

Der untere Teil des Turms entstammt der Romanik, während die oberen Bereiche einen spätgotischen Stil aufweisen. Die Rathaustreppe erbaute ein renommierter Baumeister aus der Renaissance. Sein Name lautete Wendel Roskopf. Nach dem Treppenbau 1537 baute er den gegenüberliegenden Schönhof. Erst 1591 erfolgte Einweihung der Justitia.

An der Südseite des Untermarktes verfügen die Gebäude über einen durchgängigen Langläubengang. Zu den berühmten Häusern gehört der Schönhof, der als ältestes Renaissancegebäude nördlich der Alpen gilt. Die Innenräume schmücken Deckenverzierungen, deren Sanierung 1909 stattfand. Weiterhin zählt der Gasthof „Goldener Baum“ zu den berühmten Bauten der Stadt. Seine schlichte Fassade aus der Früh-Renaissance prägt ihn ebenso wie der große Lichthof. An der Ecke Untermarkt und Neißstraße steht der „Braune Hirsch“. Der weitläufige Bau verfügt über barocke Formen und stammt aus dem Jahr 1722. Aufmerksamkeit erheischen die steinernen Basen, welche die Säulen des Laubengangs tragen. Zusätzlich erkennen die Besucher zwölf Pilastern mit edlen Kapitellen.

Der Neptunbrunnen auf dem Untermarkt Görlitz

Untermarkt Görlitz
Untermarkt Görlitz mit Neptunbrunnen © Foto: Mario Förster

Den Untermarkt in Görlitz schmückt der Neptunbrunnen auf der südlichen Seite. Er befindet sich mehrere Meter vor dem Rathaus und geht auf das Jahr 1756 zurück. Den Bau übernahm der Steinmetz Johann Georg Mattausch. Bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts stand anstelle des Brunnens ein Röhrkasten. Ihn schmückten die „acht schönen Tugenden“. Zudem befand sich auf dem Platz eine Säule, auf der ein Riese mit dem kaiserlichen Wappen stand. Im späten 17. Jahrhundert wich dieser einer schlichten Holzhütte.

Den Neptunbrunnen veredelt eine Skulptur des gleichnamigen Wassergeistes. Zu seinen Füßen liegt ein Fisch, der Wasser speit. Es fließt aus einem Zwischenbehälter, der die Form eines Kopfes aufweist, zurück in das Brunnenbecken. Die Görlitzer bezeichnen die Figur als Gabeljürgen.

Stadtführung Görlitz & Architektur – Kunst – Geschichte

 

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