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Görlitz

SALÜ Görlitz – Jörg Daubner und die Altstadt Kultkneipe

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Jörg Daubner Foto: Mario Förster

Das „Salü“ ist für viele Görlitzer & Besucher die schönste Kultkneipe

– in der Görlitzer Altstadt ist sie Treffpunkt, Wohnzimmer, Bühne und Rückzugsort in einem. Seit 1996 hat sie sich fest in die Altstadtkultur eingebrannt. Nun steht ein Betreiberwechsel an: Tobias Göhlich verabschiedet sich nach elf Jahren hinterm Tresen, um mehr Zeit mit seiner Familie zu verbringen. An seine Stelle tritt kein Unbekannter – mit Jörg Daubner erfahrener Gastronom der Obermühle Görlitz übernimmt das Ruder.

Was bleibt, was ändert sich und wie geht es mit dem beliebten Treffpunkt in der Altstadt weiter? Wir haben mit dem neuen Betreiber Jörg Daubner gesprochen und ihn gefragt, was sich künftig im Salü verändert – und was bewusst gleich bleibt.

Wir haben mit dem neuen Betreiber Jörg Daubner gesprochen – und gefragt, was sich ändert

Jörg Daubner ist kein Branchenneuling. Er betreibt die Obermühle mit Hotel, Restaurant und Catering, ist Teilhaber der Augustus Rex Destillerie, engagiert sich mit dem Bioprojekt „Rainkost“ in Biesnitz und betreibt einen Bootsverleih. Nun übernimmt er zusätzlich das Salü – und das mit klarem Plan.

„Ich wollte, dass das Salü in die richtigen Hände gerät“, erklärt Daubner im Gespräch. Schon seit fünf Jahren liefert er Produkte aus seinem Rainkost-Projekt ans Salü und kennt den Laden gut. Für ihn ist es mehr als ein weiteres Projekt – es ist eine Herzensangelegenheit.

Und was verändert sich nun konkret?

„Wir wollen den Charakter des Salü unbedingt erhalten“, betont Daubner. Die Einrichtung, die Speisekarte, die Atmosphäre – alles bleibt erst einmal, wie es ist. Neu wird vor allem das Personal organisiert: Vier neue Mitarbeitende starten, darunter drei Barkeeper und ein Koch.

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Jörg Daubner Foto: Mario Förster

Auch Daubner selbst wird regelmäßig vor Ort sein – allerdings nicht in der Rolle eines allgegenwärtigen Chefs, wie es Göhlich war. Stattdessen setzt er auf wechselnde, zuverlässige Teams und betont: „So personenbezogen wie bisher wird es nicht mehr laufen. Aber dafür auf mehreren Schultern verteilt und professionell organisiert.“

→ Salü in der Schwarzen Straße, Görlitz

Ein weiteres Novum: Die edlen Spirituosen der Augustus Rex Destillerie wird es künftig auch im Salü geben – das passt zur Qualitätsoffensive, die Daubner sich auf die Fahnen schreibt.


Kneipe mit Doppelfunktion: Auch das Catering bleibt bestehen

Was viele vielleicht nicht wissen: Das Salü ist nicht nur Kneipe, sondern auch eine feste Größe im Catering-Geschäft. 70 bis 80 Veranstaltungen pro Jahr werden mit Speisen und Getränken beliefert – ein Bereich, den auch die Obermühle abdeckt.

Konkurrenz? Nein, sagt Daubner. Vielmehr sieht er es als Chance zur Synergie. „Wer Salü-Catering bestellt, bekommt auch weiterhin Salü-Catering. Nur die Produktion wird künftig zentraler in der Obermühle stattfinden.“ Ein starker Schritt, um Kapazitäten zu bündeln – ohne Identität aufzugeben.


Drei neue Impulse für die Zukunft des Salü

Neben den bekannten Veränderungen gibt es auch neue Ideen, die Daubner in den kommenden Monaten umsetzen will. Drei davon sind besonders spannend:

  1. Mehr Kultur im Salü
    Geplant sind kleine, regelmäßige Events – von Lesungen über Singer-Songwriter-Abende bis hin zu Kneipenquiz und DJs. Das Salü soll wieder mehr kultureller Treffpunkt werden.

  2. Nachhaltiger Genuss
    Produkte aus der Region, Biozutaten und Getränke aus eigener Herstellung – Nachhaltigkeit soll ein noch stärkeres Standbein werden.

  3. Förderung von Nachwuchskräften
    Das Salü wird in Zukunft auch ein Ort für den gastronomischem Nachwuchs sein. „Wir wollen jungen Menschen zeigen, wie vielseitig und spannend die Gastronomie sein kann“, so Daubner


→ Italienischen Restaurants in Görlitz
→ Die besten Restaurants in Görlitz und Zgorzelec

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