Von der Gemeinde Großschönau aus verbreiteten sich ab 1666 zwei textile Herstellungsverfahren in Deutschland: die Damast- und Frottierweberei. Beides betreiben die Großschönauer bis heute aktiv. Die Tradition dieses Handwerks zu bewahren, kommt dem Deutschen Damast- und Frottiermuseum zu.

Damast- und Frottiermuseum Großschönau

  • Alter: Das deutsche Damast- und Frottiermuseum in Großschönau zieht kleine und große Besucher in seinen Bann. Für Kinder gehört die Schauwerkstatt zu den spannenden Bereichen im Museum.
  • Führungen: Für erwachsene Besucher stehen mehrere Themenführungen zur Auswahl. Des Weiteren existieren kindgerechte Angebote wie eine kostenfreie Museumsrallye oder die Schatzsuche im Kupferhaus. Beide Attraktionen bieten sich für Kinder ab sieben Jahren an. Eine Kinderführerin sieht das Museum ebenso wie jüngere Gäste mit Kinderaugen. Sie vermittelt Wissenswertes zielgruppengerecht.
  • Dauer: Wie viel Zeit die Besucher im Museum verbringen, bleibt ihnen überlassen. Die Mehrzahl der Führungen nehmen 30 Minuten bis eine Stunde in Anspruch.
  • Öffnungszeiten: Das Damast- und Frottiermuseum öffnet von Dienstag bis Sonntag seine Pforten. Von Juli bis Oktober besuchen es Interessierte werktags von 10.00 bis 17.00 Uhr. An Wochenenden und Feiertagen beginnt der Einlass 14.00 Uhr. Von November bis April verkürzen sich die Öffnungszeiten an Wochentagen auf 10.00 bis 16.00 Uhr.

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Dr. Bernd Gross, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

 

Was bietet das Damast- und Frottiermuseum in Großschönau?

Am Ufer der Mandau steht im historischen Großschönauer Zentrum ein ehemaliges Fabrikantenhaus. In diesem befindet sich das Damast- und Frottiermuseum. Es bietet den Besuchern eine spannende Dauerausstellung, die durch die Textiltradition der Stadt führt. Die Gäste erfahren, wie sich die Damastweberei im 17. Jahrhundert in Großschönau ansiedelte. Zu den bedeutenden Ausstellungsstücken gehört der letzte funktionsfähige Damastzugwebstuhl in Deutschland.

Im Jahr 2016 gestaltete das Museum die „Schatzkammer der Damaste“ neu. Die Besucher sehen hier ausgewählte Damaste aus vier Jahrhunderten. Um deren Beschaffenheit zu spüren, erwarten interaktive Stationen kleine und große Gäste.

Des Weiteren beschäftigt sich das Museum mit den Schöpfern der vielseitigen Muster. Die Besucher informieren sich beispielsweise über Karl Gotthelf Krumbholz. Der Autor und Freimaurer gehörte zu den Musterzeichnern aus Großschönau. Ein weiterer bekannter Sohn der Stadt ist Johann Eleazar Zeißig. Ihm widmet das Damast- und Frottiermuseum einen eigenen Ausstellungsraum.

Um einen Einblick in das Leben und Wirken des Künstlers zu geben, zeigt es zahlreiche seiner Zeichnungen, Gemälde und Druckgrafiken. Zusätzlich bestaunen die Besucher private Dokumente des ehemaligen Direktors der Mal- und Zeichenschule der Meißner Porzellanmanufaktur.

Eine weitere beliebte Station stellt die Schauwerkstatt des Museums dar. Diese betreibt dessen Förderverein. Hier bringt er beispielsweise Jacquard- und Frottiergewebe mit der Industriegeschichte in Verbindung.

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