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Lokale Themen

Filmfestival 2026 – Kinoerlebnis beim 23. NEISSE NYSA NISA FILM FESTIVAL

Sechs Tage, drei Länder, ein Festival: Das 23. NEISSE NYSA NISA FILM FESTIVAL im Dreiländereck bringt vom 26. bis 31. Mai 2026 wieder Kino, Kultur und Begegnung in die Region rund um Görlitz, Zgorzelec und Liberec. Was 2004 als grenzüberschreitende Idee begann, ist heute ein fester Termin im Kulturkalender – mit einem klaren Fokus auf aktuelle Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme aus Deutschland, Polen, Tschechien und ganz Osteuropa. Das Festival ist längst mehr als nur eine Filmreihe: Es ist Treffpunkt für Filmschaffende, Publikum und Branche – und ein lebendiger Austausch über Grenzen hinweg.

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Neiße Filmfestival © Foto: Hannes Roensch

Das komplette Festivalprogramm ist online unter www.neissefilmfestival.net verfügbar.

Fotos: Kunstbauerkino & Fotografen, Karin-E-Lason u.a.

Die Nachfrage zeigt, wie relevant das Festival geworden ist: Fast 1.200 Filme wurden für die aktuelle Ausgabe eingereicht – so viele wie noch nie. Aus dieser Auswahl entsteht bis Anfang April ein kuratiertes Programm, das in drei Wettbewerben um die begehrten „Neiße-Fische“ konkurriert. Neben den Filmvorführungen dürfen sich Besucher auch auf Konzerte, Gespräche und besondere Veranstaltungsorte im gesamten Dreiländereck freuen.

👉 Tickets und Infos: shop.neissefilmfestival.net

Trinationales Kino als gelebte Verbindung

Seit über zwei Jahrzehnten steht das Festival für ein Konzept, das in Europa selten geworden ist: Kino ohne Grenzen. Rund 20 Spielorte entlang der Neiße verwandeln sich auch 2026 wieder in eine gemeinsame Festivalregion. Dabei geht es nicht nur um Filme, sondern um Begegnungen – zwischen Kulturen, Perspektiven und Generationen.

Was als Idee begann, Filme gleichzeitig in drei Ländern zu zeigen, hat sich zu einer festen kulturellen Brücke entwickelt. Das Festival bringt Filmschaffende und Publikum zusammen und schafft Räume für Diskussion, Austausch und neue Sichtweisen auf aktuelle gesellschaftliche Themen.

Eröffnung in Zittau mit Berlinale-Film

Der Auftakt erfolgt am 26. Mai in Zittau mit dem Spielfilm „Etwas ganz Besonderes“ von Eva Trobisch. Der Film, der zuvor auf der Berlinale seine Premiere feierte, erzählt ein sensibles Familiendrama über Identität und Selbstfindung. Im Mittelpunkt steht die 16-jährige Lea, die zwischen familiären Erwartungen und eigenen Vorstellungen ihren Platz im Leben sucht – ein Thema, das exemplarisch für viele der gezeigten Filme steht.

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Peggy Mädler

Wettbewerbe mit Blick auf gesellschaftliche Brüche

Kern des Festivals sind die drei Wettbewerbe für Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilm. Im Spielfilm-Wettbewerb treten jeweils Produktionen aus Deutschland, Polen und Tschechien an. Die Filme erzählen von Übergängen, Krisen und persönlichen Ausnahmesituationen – von prekären Lebensverhältnissen bis hin zu familiären Konflikten.

Auch die Dokumentarfilme greifen zentrale Fragen unserer Zeit auf: Verbundenheit, Verlust und Wandel stehen im Fokus. Sie zeigen, wie sich gesellschaftliche Entwicklungen auf individuelle Lebensrealitäten auswirken.

Der Kurzfilm-Wettbewerb bringt mit 31 Beiträgen eine große stilistische Bandbreite auf die Leinwand – von Animation über experimentelle Formate bis hin zu klassischen Erzählformen.


Filmreihen zwischen Region und Filmgeschichte

Neben den Wettbewerben setzt das Festival auf thematische Reihen. In „Regionalia“ stehen Filmschaffende aus der Lausitz und dem Dreiländereck im Mittelpunkt. Länderreihen bieten Einblicke in das aktuelle Kino aus Polen, Tschechien und Deutschland.

Ein besonderes Highlight bleibt die Präsentation von Filmklassikern im 70mm- und 35mm-Format im tschechischen Varnsdorf. Dort werden unter anderem Werke wie Pulp Fiction oder E.T. – Der Außerirdische gezeigt – auf einer der größten Leinwände Europas.

Auch das Kinderprogramm widmet sich der Filmgeschichte: Mit klassischen DEFA-Trickfilmen wird ein Stück ostdeutscher Animationskultur lebendig.

Fokus auf Transformation im Osten Europas

Mit der Reihe „Transformations“ richtet das Festival 2026 den Blick auf die Entwicklungen im ehemaligen Ostblock. Inspiriert von Arbeiten wie denen von Andreas Voigt entsteht ein vielschichtiges Bild gesellschaftlicher Umbrüche seit der Wende.

Die Filme erzählen von Menschen im Wandel – zwischen Aufbruch, Enttäuschung und Anpassung. Dabei wird deutlich, wie tiefgreifend politische und wirtschaftliche Veränderungen bis heute in persönliche Biografien hineinwirken.

Preise, Ehrenpreis und Rahmenprogramm

Die Preisverleihung findet am 30. Mai im Stadttheater von Varnsdorf statt. Insgesamt werden 12 „Neiße-Fische“ sowie Preisgelder in Höhe von 27.500 Euro vergeben.

Bereits am 29. Mai wird der Ehrenpreis an den polnischen Regisseur Jan Komasa verliehen, dessen Arbeiten international große Beachtung finden.

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JAN-KOMASA foto. MikolajStarzynski

Ergänzt wird das Festival durch ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Lesungen, Konzerten und Workshops. Damit bleibt das Festival auch 2026 ein Ort, an dem Film, Kultur und Begegnung eng miteinander verbunden sind – mitten in einer Region, die wie kaum eine andere für den Austausch über Grenzen hinweg steht.

Veranstalter:

Das NEISSE NYSA NISA FILM FESTIVAL
ist eine Veranstaltung des Kunstbauerkino e.V. Großhennersdorf.

Kunstbauerkino e.V.
Am Sportplatz 3
02747 Großhennersdorf

Fon +49 (0) 35873 179874
Fax +49 (0) 35873 30921

info(at)kunstbauerkino.de
www.kunstbauerkino.de

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