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Oberlausitz

Die schönsten Umgebindedörfer der Oberlausitz

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Foto: Mario Förster

Umgebindefachwerk und Oberlausitz

– beides gehört unbestreitbar zusammen. Dabei stehen in der Region keine klassischen Fachwerkhäuser, sondern eine Sonderform. Die Umgebindehäuser verbinden die deutsche Fachwerkbauweise mit der Blockbauweise aus dem slawischen Raum. Bei einer Rundfahrt durch die schönsten Fachwerkdörfer mit Umgebindehäusern der Oberlausitz bekommst Du zahlreiche Umgebindehäuser vor die Kameralinse.

Tipps zur Oberlausitzer Umgebindestraße

Die schönsten Fachwerkdörfer in der Oberlausitz entdeckst Du zu Fuß, mit dem Rad oder im Auto. Folge dafür der Oberlausitzer Umgebindestraße, einer Regionalstrecke der Deutschen Fachwerkstraße.

  • Länge: Die Oberlausitzer Umgebindestraße ist ein Rundweg durch die Oberlausitz. Du legst 112 Kilometer zurück.
  • Abschnitte: Sieben Stationen erwarten Dich auf der Oberlausitzer Umgebindestraße.
  • Dauer: Mit dem Auto schaffst Du die Rundtour bequem an einem Tag. Mit dem Fahrrad oder zu Fuß planst Du mit ausgiebigen Pausen pro Ort zwei bis drei Tage ein.

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Alte Mangel Ebersbach, Foto: Jörg Krause

Oberlausitzer Fachwerkdörfer – diese sind einen Blick wert

Um 1400 entstanden in der Oberlausitz die ersten Umgebindehäuser. Bis zur ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts prägten sie Städte und Dörfer. Rund 7.000 davon stehen noch in der Oberlausitz.  In diesen Dörfern siehst Du sie bis heute:

Ebersbach-Neugersdorf

Zwar trägt Ebersbach-Neugersdorf in der südlichen Oberlausitz das Wort „Dorf“ im Namen. Jedoch handelt es sich um eine Kleinstadt an der Grenze zu Tschechien.

Einen Blick auf einen historischen Umgebindefaktorenhof genießt Du beim Besuch des Kaffeemuseums. Die Ausstellung in dem über 200 Jahre alten Gebäude präsentiert 300 Exponate, darunter:

  • Kaffeefilter aus Aluminium
  • historische Kaffeekannen
  • mehrere Kaffeemühlen

Nach der Besichtigung genießt Du eine Tasse Kaffee in der Kaffeerösterei im Museumshof.

Dich interessiert, wie eine Blockstube in einem Umgebindehaus aussah? Die Fachblockstube in der Stadtbibliothek gibt Dir einen Einblick. Sie gehörte einst zu einem originalen Umgebindehaus an der Spree.

Kottmar

Du möchtest mehrere Umgebindehäuser auf einem Fleck sehen? Dann gehts in den Kottmarer Ortsteil Obercunnersdorf. Hier reihen sich rund 250 der besonderen Fachwerkbauten aneinander. Zwar stammen sie aus dem 18. Jahrhundert, die meisten sehen dennoch wie neu aus.

Zu den ältesten Umgebindehäusern des Ortes zählt das bis 1990 bewohnte „Schunkelhaus“. Inzwischen befindet sich darin ein Museum, das Dir einen Einblick in die Oberlausitzer Wohngeschichte ermöglicht.

Herrnhut

Denkst Du an Herrnhut, kommen Dir vermutlich zuerst Sterne in den Sinn. Die berühmten Herrnhuter Sterne entstehen seit dem 19. Jahrhundert in der gleichnamigen Manufaktur.

Umgebindehäuser entdeckst Du in den umliegenden Ortsteilen, die zu Herrnhut gehören. Insgesamt beherbergt die Stadt rund 150 der unter Denkmalschutz stehenden Fachwerkhäuser.

Oderwitz

Weiter geht die Rundtour in die Gemeinde Oderwitz, wo Du zahlreiche Umgebindehäuser findest, darunter:

  • die ehemalige Umgebindefaktorei in der Straße der Republik 21
  • die Gaststätte „Zur Brennerei“
  • das ehemalige Bäderhaus in der Dorfstraße 40
  • das Doppelstubenhaus im Bergweg 5

Zu den beeindruckenden Häusern in der Fachwerkbauweise zählt die „Villa Rüffer“. Das ehemalige Bauernhaus erhielt durch Türmchen, Erker und Balkone sein heutiges Aussehen.

Mittelherwigsdorf

Umgebindehäuser in Mittelherwigsdorf siehst Du im Ortsteil Oberseifersdorf. Einst prägte das Weberhandwerk den Ort. An diese Zeit erinnern die früheren Weberhäuser im Umgebindebaustil. Mehrere davon entdeckst Du in den Auen des Eckartsbaches.

Umgebinde- und Fachwerkhäuser dominieren auch das Ortsbild des kleinen Ortsteils Radgendorf. Dagegen sind sie im Ortsteil Eckartsberg rar.

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Großschönau

Großschönau

Auf der Liste der schönsten Fachwerkdörfer in der Oberlausitz darf Großschönau nicht fehlen. Kein anderer Ort in der Region beherbergt so viele Umgebindehäuser: mehr als 660 Bauwerke.

Das denkmalgeschützte Ensemble erhebt sich malerisch neben den Flüssen Mandau und Lausur. Die Umgebindehäuser gehörten einst Webern und Fabrikanten.

Großschönau ist als „Textildorf“ der Oberlausitz eng mit der Frottier- und Damastweberei verbunden. 1666 entstand hier erstmals Damast. 1856 fertigten die Großschönauer die ersten Frottierwaren in Deutschland an. Einblicke in die Textilgeschichte der Ortschaft gibt das Damast- und Frottiermuseum.

Seifhennersdorf

Die Umgebindehäuser, die Seifhennersdorf bis heute prägen, entstanden Mitte des 18. Jahrhunderts. Sie gehörten Webern, deren Handwerk den Ort bis Ende des 18. Jahrhunderts prägten.

Rund 120 der Fachwerkbauten entdeckst Du noch in der Landstadt. Neben kleinen Bauernhäusern befinden sich darunter vereinzelte Faktorenhäuser und Gehöfte. Die meisten ehemaligen Weberhäuser stehen in Flussnähe.

Zu den berühmten Umgebindehäusern von Seifhennersdorf zählt das Eisenbahnmuseum. In einem anderen Haus im regionalen Umgebindestil erwartet Dich die größte private Puppensammlung in Sachsen.

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