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Luftkurort Jonsdorf » Ausflugsziele im Zittauer Gebirge

Wandern und die schönsten Umgebindehäuser entdecken

Das Gebirgsdorf Jonsdorf gehört zu den staatlich anerkannten Luftkurorten im Zittauer Gebirge. Jonsdorf liegt im Landkreis Görlitz und gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Olbersdorf. Das Dorf liegt zwischen den Talkesseln des Pochebaches und des Grundbaches, insgesamt leben ca. 1.500 Menschen hier. In direkter Nähe befindet sich die Grenze zu Nordböhmen, Tschechien. Rund um den Ort liegen der Buchberg und der Jonsberg. Im Südosten befindet sich die Jonsdorfer Felsenstadt mit der Felsenkette Nonnenfelsen. Das Gebirgsdorf Jonsdorf gehört zu den bedeutendsten und schönsten Ausflugszielen und Urlaubsorten im Zittauer Gebirge.

Jonsdorf Gondelteich

Jonsdorf Gondelteich Foto: Jörg Krause

Das erfahrt ihr hier über Jonsdorf:

Jonsdorf Umgebindehaus Foto copright Mario Foerster

Über den Luftkurort Jonsdorf

Am südöstlichen Rand des Freistaates Sachsen gehört die Ortschaft zur Mittelgebirgslandschaft der Oberlausitz. Sie blickt auf eine über 450-jährige Geschichte zurück. Jonsdorf lädt Familien und Tagesausflügler zum Wandern und Entdecken ein und gehört zu einer der schönsten Orte im Zittauer Gebirge.Es liegt an der Grenze zu Nordböhmen.

Ausblick Nonnenfelsen Foto: Jörg Krause

Mehrere Berge rahmen den Luftkurort ein. Zu diesen gehören der Jonsberg und der Buchberg. Im Südosten des Stadtgebiets grenzt die Jonsdorfer Felsenstadt mit der Felsenkette der Nonnenfelsen an. Das Gelände steht unter Naturschutz. Jonsdorf lockt als malerisches Bergdorf Touristen an. Diese bestaunen die traditionellen Umgebindehäuser und schlendern durch die pittoresken Dorfstraßen. Mehrere Kurparks und historische Gasthäuser gehören zu Ausflugszielen für Einheimische und Besucher. Zu den Sehenswürdigkeiten der Ortschaft zählen das Schmetterlingshaus und die Waldbühne. Des Weiteren befindet sich in und um Jonsdorf eine Reihe von Naturdenkmälern.

Sehenswürdigkeiten in Jonsdorf

1. Nonnenfelsen

Gipfel des Nonnenfelsen Foto: Jörg Krause

Die begehbaren Felstürme der Nonnenfelsen sind sehenswert. Ihr erreicht sie über Brücken sowie über in den Felsen geschlagene Stufen. Von den Nonnenfelsen aus, gibt es Möglichkeiten, die Mühlsteinbrüche zu besichtigen. Hierbei handelt es sich um ein Gebiet mit bizarren Felsgebilden, die durch den Abbau von Sandstein entstanden. Vor allem bei Wanderern und Kletterern ist es beliebt. Wanderern steht zusätzlich ein 35 Hektar großer Naturlehrpfad zur Verfügung.

2. Gondelteich Jonsdorf

Jonsdorf Gondelteich

Jonsdorf Gondelteich Foto: Jörg Krause

Am “Hotel Gondelfahrt” finden Besucher den beliebten Gondelteich in Jonsdorf. Im Teich gibt es die Karpfen- und Forellenzucht zu bestaunen. Die Ausflugsgaststätte veranstaltet Kaffeemusik und Feste. Der Erlebnisspielplatz lädt Kinder ein und direkt daneben befindet sich der Kletteraufstieg zum Nonnenfelsen.

Jonsdorf Gondelteich Foto: Jörg Krause

5. Jonsdorfer Felsenstadt

Nonnenfelsen

Felsformationen Zittauer Gebirge Foto: Jörg Krause

Über Orgelsteig und Alpenpfad entlang schroffer Felsen gelangt man in die Jonsdorfer Felsenstadt, die im Nordosten an den Mühlsteinbrüche grenzt. Das Felsengebiet aus Sandstein ist ein geologisches Naturreservat. Besucher können hier eindrucksvolle Formationen erleben.

4. Eissport-Arena

Zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten in Jonsdorf zählt die Eissport-Arena. Hier gibt es die Möglichkeit, Eis zu laufen oder die zahlreich angebotenen Events zu besuchen.

5. Schmetterlingshaus

Das Schmetterlingshaus zählt zu den gefragten Attraktionen im Gebirgsdorf. Auf insgesamt 500 m² gibt es eine riesige Auswahl an Schmetterlingen, Schlangen, Spinnen und Reptilien zu bestaunen.

6. Waldbühne

Die Waldbühne lockt jährlich zahlreiche Besucher an. Durch die Wald- und Felsenkulisse am Mühlsteinbruch erhalten die Theateraufführen, Märchen, Abenteuer, Opern und Musicals ihr einzigartiges Flair. Aufführungen finden von Mai bis Oktober statt.

7. Die Mühlsteinbrüche

Die Mühlsteinbrüche liegen südlich von Jonsdorf. Sie gehören zum Zittauer Gebirge. Es handelt sich um bizarre Felsgebilde, die durch den Abbau von Sandstein und die Verwitterung entstanden. In diesem Gebiet lässt es sich wandern und klettern. Zusätzlich gibt es einen 35 Hektar großen Naturlehrpfad durch das gesamte Gebiet.

8. Die Zittauer Schmalspurbahn

Zittauer-Schmalspurbahn

Zittauer-Schmalspurbahn -Foto: Mario England

Ein Highlight unter Touristen ist die Zittauer Schmalspurbahn. Die Spurweite liegt bei 750 Millimetern. Die Bahn fährt von Zittau über Bertsdorf nach Oybin und Jonsdorf. Seit dem Jahr 1996 ist die Sächsisch-Oberlausitzer Eisenbahngesellschaft der Betreiber.

Zittauer-Schmalspurbahn -Foto: Mario England

9. Umgebindehäuser erleben

Jonsdorf

Jonsdorf

Das darfst du in Jonsdorf nicht verpassen:

  • ein Spaziergang durch den Kurpark mit einer Rast im Kurparkpavillon;
  • ein Besuch im Schmetterlingshaus und Reptilienhaus Jonsdorf;
  • eine Wanderung zu den Nonnenfelsen.
  • Umgebindehäuser bestaunen

Sehenswertes in Jonsdorf für Kinder & Familien

  1. Kurcafé,
  2. Café Balzer,
  3. „Kindertobeland“ in der Sparkassen-Arena (im Sommer),
  4. Schlittschuhbahn in der Sparkassen-Arena (im Winter),
  5. Gebirgsexpress,
  6. „Blaue Steine Paradies“
  7. Hexen- und Ritterspektakel auf der „Waldbühne“,
  8. 300 Kilometer Wanderwege,
  9. 22 Kletterfelsen,
  10. Naturpfad Mühlsteinbrüche,
  11. die Jonsdorfer Felsenstadt,
  12. Gondelteich,
  13. Hieronymusstein.

Der Luftkurort Jonsdorf und seine Geschichte

Als Gründer des Ortes gilt ein Schäfer namens Jonas. Bei ihm handelt es sich um einen Mönch vom Cölestinerkloster auf dem Berg Oybin. Erstmalige Erwähnung fand der Ort im Jahre 1539. Während dieser Zeit verkaufte das Cölestinerkloster Oybin an Siedler Grundstücke. 1574 verkaufte Maximilian II. den Oybiner Besitz und Jonsdorf wurde zum Ratsdorf. Die Söhne des Ortsrichters Hans Richter entdeckten im Jahr 1560, dass sich der vorkommende Sandstein für die Herstellung von Mühlsteinen eignet. Im Jahr 1580 pachtete Hieronymus Richter den ersten Steinbruch. 1667 hat die Stadt beschlossen weitere Bauplätze zur Verfügung zu stellen. Auf diesem Wege gründete sich Neu-Jonsdorf. Die Stadt holzte die Heide 1731 ab und das Gelände zwischen Alt- und Neu-Jonsdorf stand zur Bebauung zur Verfügung. Auf diese Weise wuchsen die Dörfer nach und nach zusammen. Im selben Jahr entstand die erste Kirche.

Jonsdorf

Jonsdorf

Von großer Bedeutung war im 18. Jahrhundert die Leinenweberei für die Wirtschaft. Im Jahr 1840 begann die bauliche Veränderung des Dorfes Jonsdorf. Bis zu diesem Zeitpunkt bestanden die Häuser aus der üblichen Umgebindebauweise. Dies änderte sich und die ersten Massivbauten entstanden. 1841 startete die touristische Entwicklung des Gebirgsdorf Jonsdorf. Karl Linke war für die Eröffnung der ersten Kaltwasserheilanstalt verantwortlich. Durch die Kuranstalt förderte Karl Linke den Tourismus für das Dorf. Im Jahr 1890 fand die Einweihung der Zittauer Schmalspurbahn statt.

1917 fand der Abbau von Sandstein nach über 300 Jahren sein Ende in Jonsdorf. Im Zweiten Weltkrieg entschieden sich die Bewohner des Ortes, Flüchtlinge aufzunehmen. Vor allem aus den angrenzenden böhmischen Dörfern wanderten die Menschen ein. 1952 und 1953 entstanden das Eisstadion und die Waldbühne. Die Eingliederung des Bertsdorfer Ortsteils Hänischmühe erfolgte 1956. 1984 erhielt Jonsdorf eine neue Schule. Im Jahr 1996 weihte der Ort das neue Eissport-Zentrum ein. Im selben Jahr starteten die Umbauarbeiten für den Kurpark. 2004 eröffnete das Schmetterlingshaus feierlich.

Anreise nach Jonsdorf

Reist Du mit der Bahn nach Jonsdorf, bringt diese Dich bis zum Bahnhof Zittau. Den Anschluss bildet die Bimmelbahn, die bis in den Luftkurort fährt. Um von Zittau mit dem Bus nach Jonsdorf zu gelangen, nimmst Du die Linie 5. Fährst Du mit dem Auto, folgst Du der A4 bis Bautzen. Anschließend reist Du über die B96 über Oppach bis nach Oderwitz. Die Landstraße bringt Dich bis nach Jonsdorf. Erreichst Du als Besucher Jonsdorf über die Autobahn Bautzen Ost, nimmst Du darauffolgend die B6 bis Löbau. Im Anschluss fährst Du auf der B178 bis Herrnhut nach Zittau. Du folgst ab der ausgeschilderten Abfahrt der Landstraße zum Luftkurort Jonsdorf.

Besuchst Du die Ortschaft aus Richtung Dresden, nutzt Du die B6 bis Bischofswerda. Die B98 führt bis Oppach, anschließend folgst Du der B96 nach Oderwitz und fährst über die Landstraße nach Jonsdorf. Kommen die Besucher aus Richtung Görlitz, nutzen sie die B99, um über Ostritz nach Zittau zu gelangen. Ab Zittau folgen sie der Landstraße. In Jonsdorf finden sich mehrere Parkmöglichkeiten. Ein empfehlenswerter Parkplatz befindet sich in der Großschönauer Straße 43.

Jonsdorf

Jonsdorf

Erholung in Jonsdorf

Der bekannte Luftkurort Jonsdorf bietet zahlreiche Kuranlagen. Hier besteht die Möglichkeit, Spaziergänge zu unternehmen oder die attraktiven Sportanlagen aufzusuchen. Es existieren Wander- und Skiwege, die an dichten Wäldern entlangführen. Manche Wege bringen Wanderer auf den Berg Lausche mit 793 Metern und auf den Hochwald mit 749 Metern. Der Kurpark in der Ortsmitte bringt Erholung mit sich. Am Ententeich gibt es exotische Vögel in Volieren zu besichtigen. Speisen und Getränke bietet das Café Balzer an. Zahlreiche Gasthäuser gibt es in Jonsdorf, die durch ihre traditionellen Speisen begeistern.

Das Gebirgsdorf Jonsdorf liegt abseits von größeren Bundesstraßen. Es gibt insgesamt zwei Grenzübergänge für Fußgänger und Radfahrer nach Tschechien. Seit dem Jahr 2011 besteht der Pkw-Grenzübergang nach Valy. Weitere Tipps gibt es in der Touristeninformation:

Wanderung von den Mühlsteinbrüchen zu den Nonnenfelsen

Anfahrt Kurort Jonsdorf


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Tourismusinformation:

Tourist Information Jonsdorf
Auf der Heide 11
02796 Kurort Jonsdorf
Telefon: 035844 70616

Internet: www.jonsdorf.de
E-Mail: tourist@jonsdorf.de

Links rund um Jonsdorf

Ausflugsziele rund um Jonsdorf

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Blogger und Herausgeber von Ostsachsen.de. In Görlitz aufgewachsen lebt er als Rückkehrer mit seiner Frau und zwei Söhnen in der Region. Hier findet Ihr Wissenswertes und Sehenwertes aus der Region Ostsachsen, der Lausitz und dem Dreiländereck: Deutschland, Polen und Tschechien.
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