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Die Nonnenfelsen im Zittauer Gebirge besteigen

Die Nonnenfelsen im Zittauer Gebirge sind eine gern besuchte Felsformation an einem Hang im Südosten des Buchberges. Insgesamt haben die Felsen eine Höhe von 537 Metern. Damit sind sie 100 Meter höher als das Tal des Pochebaches. Die wichtigsten Klettergipfel in Jonsdorf gehören zu den Nonnenfelsen: Schluchtwand, Barbarine und der Nonnenfelsen auf der Terrasse der dazugehörigen Gaststätte.

Nonnenfelsen

Nonnenfelsen mit Aussicht auf das Zittauer Gebirge Foto: Jörg Krause

Das erfahrt ihr über dieses Ausflugsziel:

 

Nonnenfelsen

Der Nonnenfelsen im Zittauer Gebirge Foto: Jörg Krause

Das Material des Sandsteins des Nonnenfelsens besteht aus Quarzsandstein. Im gesamten Gebiet gibt es ein Netz mit tertiären Vulkanitgängen und Schloten. Eindrucksvoll zeigen sich zwei Felsengassen. Beide sind 100 Meter lang und zwei bis vier Meter breit. Die Entstehung erfolgte durch die Aufrichtung von Gesteinsschichten. Bis heute zeigen die Seitenwände eine glatte und mit Eisenerzplatten belegte Oberfläche. Nachfolgend lest Ihr wie die Felsen ihren Namen erhielten und die spannende Geschichte, warum sie zu einer begehbaren Sehenswürdigkeit wurden.

Fotos von den Nonnenfelsen

Nonnenfelsen

Nonnenfelsen

Nonnenfelsen

Fotos: Jörg Krause

Die Geschichte der Felsen

Vor Hunderten von Jahren waren die Bewohner rund um das Zittauer Gebirge von den Nonnenklunzen begeistert. Sie weckten die Fantasie der Menschen. Sie erkannten Umrisse von Menschen – ein Grund, warum die Felsen ihren Namen erhielten. Die Einwohner sahen eine Nonne mit Gewand und einem Habit. 1791 schrieb Christian August Pescheck über die Nonnenfelsen: „Man sieht … zwey Nonnen dicht nebeneinander mit Schleyer und Habit“.

Nonnenfelsen

Der Nonnenfelsen im Zittauer Gebirge Foto: Jörg Krause

Im Jahr 1846 startete der Bürger Johann Friedrich Seidel mit einem Hacken, einem Spaten und einem Brecheisen die Felsen erreichbar zu machen. Er legte Brücken an und machte die Gassen begehbar. Im Anschluss stellte Seidel Hinweistafeln auf.

Ohne finanzielle Hilfe war das Unterfangen nicht machbar. Der wohlhabende Müller Sussig unterstütze die Aktion mit Geld. Nachdem Seidel verstorben war, kümmerte sich Karl Gotthelf Buttig um die weiteren Erschließungsarbeiten. Im Jahr 1859 erhielt er die Genehmigung, ein Gasthaus zu errichten. Die feierliche Eröffnung erfolgte an Pfingsten im Jahr 1860. 1850 kehrte König Friedrich August im Gasthaus ein und 1888 König Albert. 1902 brannte das Gasthaus nieder. Der Neubau des damaligen Gebäudes ist bis heute erhalten. Zu den Attraktionen zur damaligen Zeit gehörte eine Echokanone. Diese gab nach einem Kanonenschuss ein siebenfaches Echo ab. Zwischen 1990 und 1996 war die Baude nicht geöffnet.

Der Aufstieg auf den Nonnenfelsen

Zum Gipfel der Nonnenfelsen gelangt Ihr über:

  • den Wanderweg, der von der Gondelfahrt über die Stufen des Schwarzen Ganges führt
  • von Waltersdorf aus über den Hohlsteinweg vom Zollhaus Wache aus
  • den Klettersteig
  • die Zigeunerstuben

Sehenswürdigkeiten auf dem Nonnenfelsen

Die begehbaren Felstürme der Nonnenfelsen sind sehenswert. Ihr erreicht sie über Brücken sowie über  in den Felsen geschlagene Stufen. Von den Nonnenfelsen aus, gibt es Möglichkeiten, die Mühlsteinbrüche zu besichtigen. Hierbei handelt es sich um ein Gebiet mit bizarren Felsgebilden, die durch den Abbau von Sandstein entstanden. Vor allem bei Wanderern und Kletterern ist es beliebt. Wanderern steht zusätzlich ein 35 Hektar großer Naturlehrpfad zur Verfügung.

Ausblick vom Nonnenfelsen

Von der Bergspitze habt ihr einen wunderbaren Ausblick in das Lausitzer Gebirge und das Lausitzer Bergland, sowie nach Nordböhmen.

Ausblick Nonnenfelsen Foto: Jörg Krause

Blick auf den Hochwald

In der Nähe der Nonnenfelsen befindet sich der Hochwald mit einer Höhe von 749,5 Metern. Er ist von den obersten Aussichtsplattformen der Nonnenfelsen zu sehen Der Hochwald liegt an der deutsch-tschechischen Grenze und ist 2,5 Kilometer vom Kurort Oybin entfernt. Markant zeigt sich die sattelförmige Gestalt des Hochwaldes. Er hat zwei Kuppen, einen südlichen Hauptgipfel und einen Nordgipfel. Durch die hervorragende Aussicht erhielt der Berg den Beinamen „Aussichtsturm des Zittauer Gebirges“.

Blick zur Landeskrone

Von den Nonnenfelsen aus habt Ihr ebenfalls einen Blick auf die Landeskrone. Hierbei handelt es sich um den Hausberg der Stadt Görlitz. Die Höhe des Berges liegt bei 420 Metern. Er liegt im Südwesten des Stadtzentrums und gehört zu einem beliebten Ausflugsgebiet. Die Landeskrone besitzt einen Granitsockel und einen Basaltkegel. Der Berg ist vulkanischen Ursprungs.

Blick zur Lausche

Wer sich die Nonnenfelsen ansieht, hat die Gelegenheit, die Lausche zusätzlich zu erkunden. Einen ersten Eindruck verschafft Ihr Euch von den Aussichtsplattformen des Nonnenfelsens aus. Die Lausche ist im Zittauer Gebirge mit seinen 792,6 Metern der höchste Berg. Zusätzlich ist er die höchste Erhebung im östlichen Deutschland. In der Nähe der Lausche befinden sich das Dorf Waltersdorf und die kleine Siedlung Myslivny. Über dem Bergrücken liegt die Staatsgrenze zu Tschechien. Östlich des Gipfels gibt es den Pass Wache/Stráz. Im Norden liegen eine Eisgasse und die Siedlung „Neue Sorge“ mit dem bekannten Sorgeteich. Im Westen erhebt sich die Finkenkoppe und nordwestlich liegt der Weberberg.

Blick in das Isergebirge

Nahe der Nonnenfelsen liegt das Isergebirge. Es bildet die Verbindung zwischen dem Zittauer Gebirge und dem tschechischen Riesengebirge. Das Gebiet ist Quellgebiet der Iser, der Queis und der Lausitzer Neiße.

Gipfel des Nonnenfelsen Foto: Jörg Krause

Berggasthof Nonnenfelsen

Berggasthof Nonnenfelsen
Lauscheweg 11
D-02796 Kurort Jonsdorf

Anfahrt

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Blogger und Herausgeber von Ostsachsen.de. In Görlitz aufgewachsen lebt er als Rückkehrer mit seiner Frau und zwei Söhnen in der Region. Hier findet Ihr Wissenswertes und Sehenwertes aus der Region Ostsachsen, der Lausitz und dem Dreiländereck: Deutschland, Polen und Tschechien.
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