Heute möchten wir dir ein Ausflugsziel vorstellen, das sich auf dem 750 Meter hohem Hochwald befindet. Dieser ist der zweithöchste Berg im malerischen Zittauer Gebirge. Auf der nördlichen Erhebung des sattelförmigen Bergs thront der Hochwaldturm, der höchste Aussichtsturm der Oberlausitz.
Die wichtigsten Fakten auf einen Blick
- Bau: Der Hochwaldturm ziert den Gipfel des Hochwalds seit dem Jahr 1892. Der imposante Steinturm entstand anstelle eines hölzernen Bauwerks.
- Höhe: Rund 33 Meter reckt sich der Hochwaldturm in den Himmel. Um von seiner Aussichtsplattform den Panoramablick auf das Zittauer Gebirge zu genießen, erklimmen Besucher insgesamt 136 Stufen.
- Kosten: Für den Aufstieg auf den Hochwaldturm bezahlen die Gäste zwei Euro Eintritt pro Person [Stand: Juli 2023].
Der Hochwaldturm und seine Entstehung
Die Idee für den Bau eines steinernen Aussichtsturms auf dem Hochwald entstand Ende des 19. Jahrhunderts. Den Ausschlag für das Vorhaben gab der beeindruckende Rundumblick, der sich auf dem Berg bietet. Bei klarem Wetter siehst du von hier aus den Jeschken (Ještěd) bei Reichenberg sowie den Königsplatz bei Hinterhermsdorf.
Von der Grundsteinlegung des Turms bis zu seiner Weihe dauerte es rund vier Monate. Er öffnete am 14. September 1892 für Besucher seine Pforten. Daneben entstand das Kartenhäuschen, aus dem sich später die Hochwald-Turmbaude entwickelte.
Nach dem Bau etablierte sich der Aussichtsturm auf dem Hochwald schnell zu einem Touristenmagneten. Zu seinen Besonderheiten gehörte der Blick ins Dreiländereck Deutschland, Polen und Tschechien. Dieser lockt Besucher bis heute auf die Aussichtsplattform.
Tipp: Einen ersten Eindruck vom Hochwaldausblick bietet die Hochwald-Turmbaude. Auf der Internetseite des Gasthauses erhalten User Zugriff auf zwei Webcams, die die Aussicht vom Berg zeigen.
Ein Auftieg der sich lohnt: Ausblick, Natur und Einkehr
Im Verlauf der Zeit erlebte der Hochwaldturm mehrere Sanierungen, letzmalig in den frühen 1990er-Jahren. Sein hundertjähriges Jubiläum feierte der Aussichtsturm Anfang September 1992.
Der Aufstieg auf den Steinturm hat sich für uns gelohnt, denn dort konnten wir die Umgebung des Hochwalds aus der Vogelperspektive erleben. Steigst du hinauf auf Aussichtsplattform des Turms siehst du den:
- Töpfer
- Scharfenstein
- Berg Oybin
- Ameisenberg
Ebenso ermöglicht ein Besuch auf dem Hochwaldturm den Blick auf die Lausche, den höchsten Berg im Zittauer Gebirge.
Nach dem Aufstieg auf den Hochwald lohnt sich für dich und deine Begleiter die Einkehr in die Hochwald-Turmbaude. Das Gasthaus steht direkt neben dem berühmten Aussichtsturm. Von Mai bis Oktober heißt es Gäste montags bis sonntags zwischen 10.00 und 17.00 Uhr willkommen. In den Wintermonaten sind die ersten beiden Wochentage Ruhetage.
Im Restaurant kommen traditionelle Gerichte aus Sachsen und der Oberlausitz auf den Tisch. Eine gemütliche Atmosphäre komplettiert das „Bauden-Erlebnis“.
Neben dem regulären Gästeservice bietet sich die Hochwald-Turmbaude als Veranstaltungsort an. Zu den möglichen Events gehören:
- Baudenabende
- Klassentreffen
- Familienfeiern
- Lagerfeuer mit Livemusik
- Betriebsfeiern
- Weihnachtsfeiern
- Grillabende
Die Veranstaltungen kommen für Gruppen mit bis zu 50 Leuten infrage. Ein weiterer Zusatzservice besteht in der Personenbeförderung zur Turmbaude.
TIPP: Ab einer Gruppengröße von acht Personen sind in der Hochwald-Turmbaude Übernachtungen mit Frühstück buchbar.

Unsere Tipps für den Aufstieg auf den Hochwald
Startpunkt für deine Wanderung ist der Kurort Oybin Dort folgst du dem rund acht Kilometer langen Rundweg, der dich auch auf den Hochwald führt. Für diese Tour brauchst du abhängig von deiner Gehgeschwindigkeit zweieinhalb bis drei Stunden Zeit.
Bei einem Tagesausflug zum Hochwaldturm hast du Zeit, auch den Sehenswürdigkeiten in der Nähe einen Besuch abzustatten:
- Burg und Kloster Oybin – rund ein Kilometer vom Hochwald entfernt
- Oberlausitzer Umgebindestraße in Oybin
- Kelchsteine – rund drei Kilometer vom Hochwald entfernt
- Klettersteig Alpiner Grat – rund fünf Kilometer entfernt
Hast du nach der Wanderung zum Hochwaldturm Lust auf Abkühlung, findest du diese im knapp zehn Kilometer entfernten Trixi-Bad in Großschönau.
Hochwaldturm und Hochwald-Turmbaude: unsere Erfahrungen
Wir haben den Hochwaldturm besucht und für familientauglich empfunden. Für Kinder unter zehn Jahren ist die Wanderung auf dem Rundweg von Oybin jedoch etwas anstrengend. Nimmst du deine Teenies mit, solltest du dennoch ausreichend Pausen einplanen und genügend Proviant und Wasser dabeihaben.
Zur Stärkung und als Höhepunkt des Ausflugs empfehlen wir dir die Mahlzeiten in der Hochwald-Turmbaude, die wir als lecker empfanden. Der Besucherandrang nimmt hier um die Mittagszeit zu. Bevorzugst du ein ruhiges und gemütliches Ambiente kehrst du dort am späten Nachmittag ein.
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