Görlitz 24.02.2026 Am Montagabend hatte das Landeshochwasserzentrum für die Neiße in Görlitz einen deutlichen Pegelanstieg prognostiziert. Demnach sollte in der Nacht zu Dienstag gegen 3 Uhr die erste Alarmstufe erreicht werden – bei einem erwarteten Wasserstand von 3,20 Metern. Diese Entwicklung blieb jedoch aus. Zum genannten Zeitpunkt lag der Pegel bei 3,03 Metern und damit spürbar unter der prognostizierten Marke.

So sah das Hochwasser in Görlitz 2024 mit der Alarmstufe 3 aus
Der Pegel der Neiße in Görlitz erreichte am Montagmorgen die kritische Marke der Alarmstufe 3, die höchste Warnstufe 4 könnte in den Abendstunden eintreten. Nach einem starken Anstieg über Nacht stabilisierte sich die Lage auf einem bedrohlich hohen Niveau. Dieser rasante Anstieg ist das Resultat des Zusammentreffens von Schmelz- und Regenwasser aus dem Isergebirge, das über die Flüsse Smeda und Witka in die Neiße strömt.
Ein wesentlicher Grund für das schnelle Ansteigen der Pegel ist die geographische und hydrologische Beschaffenheit der Region. Görlitz liegt am Zusammenfluss mehrerer kleinerer Flüsse mit der Neiße, was die Stadt besonders anfällig für Hochwasser macht. Überdies führten die kürzlichen starken Regenfälle und die schnelle Schneeschmelze im Isergebirge zu einer zusätzlichen Belastung der Flusssysteme.

Die Hochwasserlage in Görlitz zeigt deutlich, wie schnell sich Sicherheit in Bedrohung verwandeln kann. Es ist entscheidend, dass sowohl die Kommunalverwaltungen als auch die Bürgerinnen und Bürger gut vorbereitet sind und auf das Unvorhersehbare reagieren können. Präventive Maßnahmen und eine starke Gemeinschaft sind der Schlüssel zur Minderung der Risiken und Folgen solcher Naturereignisse. Letztendlich ist es eine gemeinsame Aufgabe, unsere Städte widerstandsfähiger und sicherer zu machen.
Die Bewältigung der Herausforderungen durch Hochwasser in Görlitz erfordert eine umfassende Strategie, die sowohl präventive Maßnahmen als auch die schnelle Reaktion im Notfall umfasst. Durch die Kombination aus technischen Verbesserungen, ökologischen Anpassungen und community-basierter Vorbereitung kann die Resilienz der Region gegenüber zukünftigen Hochwasserereignissen gestärkt werden. Weiterhin ist es entscheidend, dass sowohl lokale Behörden als auch die Bewohner in die Planungs- und Umsetzungsprozesse einbezogen werden, um die Wirksamkeit der Anpassungsstrategien zu maximieren.
Für Betroffene
- Informationsbeschaffung: Bleibe über lokale Medien und das Landeshochwasserzentrum informiert. Aktuelle Infos zu den Pegelständen
- Notfallvorsorge: Stelle einen Notfallrucksack mit wichtigen Dokumenten, Medikamenten und Lebensmitteln zusammen.
- Schutzmaßnahmen: Sichere dein Eigentum mit Sandsäcken und vermeide unnötige Fahrten in betroffene Gebiete.




















