Kuhstall – das berühmte Felsentor und die Himmelsleiter

Sächsische Schweiz
Copyright: pisces2386, bigstock.com

Im deutschen Teil des Elbsandsteingebirges zählt der Kuhstall zu den beliebten Ausflugszielen. Obgleich der Name an einen Bauernhof erinnert, handelt es sich um das größte Felsentor in der Sächsischen Schweiz. Bereits der berühmte Maler Caspar David Friedrich stattete der Sandsteinformation mehrere Besuche ab und bannte sie schließlich auf Leinwand.

Wie der Kuhstall zu seinem Namen kam

Um den Kuhstall in der Sächsischen Schweiz ranken sich mehrere Sagen. Eine davon erzählt von den Raubrittern der Burg Wildenstein. Sie stahlen Vieh und versteckten es in dem imposanten Felsentor. Daher trüge dieses heute den Namen Kuhstall.

Eine andere Erklärung der ungewöhnlichen Bezeichnung dreht sich um die Zeit des Dreißigjährigen Kriegs. Aus Angst vor Plünderern sollen Bauern aus der Umgebung ihre Kühe zur Felsformation gebracht haben. Sie trieben die Tiere in das Felsentor, das damals als eine Art Kuhstall fungierte.

Das sollten Wanderer zum Felsentor im Elbsandsteingebirge wissen

  • Reisezeit: Ebenso wie andere Naturattraktionen in der Sächsischen Schweiz unterliegt der Kuhstall keinen Öffnungszeiten. Besucher können zu jeder Tages- und Jahreszeit zum größten Felsentor der Sächsischen Schweiz wandern.
  • Ausflugsdauer: Wie lange deine Wanderung zum Kuhstall dauert, hängt von deinem gewählten Wanderweg ab. Entscheidest du dich für einen kurzen Rundweg, rechne mit rund einer Stunde reinen Gehzeit.
  • Kosten: Für den Besuch des Kuhstalls bezahlst du keinen Eintritt.
  • Eignung: Der Rundwanderweg zum Kuhstall ist anfängerfreundlich. Er kommt für Wandereinsteiger sowie Familien mit Kindern infrage.

Rundwanderweg zum Kuhstall und zur Himmelsleiter

Startest du den Spaziergang zum Kuhstall vom Lichtenhainer Wasserfall, überquerst du den Parkplatz und gelangst zu einer kleinen Brücke. Der mit einem roten Punkt ausgeschilderte Wanderweg führt zunächst an der Kirnitzsch entlang. Später geht es leicht bergauf durch den Wald. Bereits nach kurzer Zeit triffst du auf die ersten Sandsteinfelsen zwischen den Baumstämmen.

Folgst du der Beschilderung über den ansteigenden Pfad sowie die Treppen, erreichst du das Gasthaus Kuhstall. Daneben erhebt sich das gleichnamige Felsentor. Davor siehst du den durch ein Geländer abgegrenzten Aussichtspunkt, der dir einen Panoramablick über die Sandsteinfelsenlandschaft ermöglicht.

Nach der Besichtigung des Kuhstalls empfiehlt es sich, die Himmelsleiter zu erklimmen. Dafür folgst du dem ausgeschilderten Weg durch faszinierende Felsengänge bis in eine schmale Schlucht.

Hier ragen die Sandsteinfelsen rechts und links scheinbar himmelhoch. Dazwischen führt eine metallische Treppe in die Höhe. Diese ist zu schmal für zwei Personen, sodass sie sich nur für den Aufstieg eignet. Der Abstieg, der wieder zum Gasthaus Kuhstall führt, gelingt über einen Weg mit weniger steilen Stufen.

Nach Kuhstall und Himmelsleiter bringt dich der Rundweg zum Aussichtspunkt „Schneiderloch“ sowie zum Kleinen Winterstein. Danach erreichst du wieder den Lichtenhainer Wasserfall.

Fakten zum Kuhstall und umliegende Sehenswürdigkeiten

Der Kuhstall gehört aufgrund seiner Form und Größe zu den beeindruckenden Naturattraktionen im Elbsandsteingebirge. Das Felsentor erreicht eine Höhe von elf  und eine Breite von bis zu 17 Metern.
Stehst du am Eingang der Höhle, geht es bis zu 24 Meter ins Innere. Der Platz reichte früheren Besuchern aus, um aus Steinen einen Tisch sowie eine Kochstelle zu errichten.
Der Kuhstall kommt als außergewöhnliches Fotomotiv infrage. Vor dem Eingang zum Felsentor genießen Urlauber zudem einen Panoramablick auf die Sächsische Schweiz.

Ebenso bietet sich eine Wanderung zu der Felsformation an, um weitere Sehenswürdigkeiten in der Nähe zu erkunden:

  • Historische Kirnitzschtalbahn
  • Lichtenhainer Wasserfall
  • Himmelsleiter
  • Schneiderloch
  • Kleiner Winterstein

Bei der Himmelsleiter handelt es sich um eine schmale Stiege, die durch einen engen Felsspalt führt. Über rund 100 Stufen ermöglicht sie den Aufstieg auf den Gipfel des Neuen Wildensteins.

Anfahrt und Parken für deine Wanderung

Um die Wanderung zum Kuhstall zu starten, reist du zunächst nach Bad Schandau. Die sächsische Hauptstadt Dresden trennen rund 50 Fahrminuten von dem beliebten Kurort. Mit dem Auto nutzt du die Bundesstraße B172 und anschließend die Autobahn A17.

Den offiziellen Parkplatz für die Kuhstall-Wanderung findest du direkt am Lichtenhainer Wasserfall. Allerdings ist er kostenpflichtig und innerhalb kurzer Zeit belegt. Daher empfiehlt es sich, bereits vor 10.00 Uhr morgens mit dem Auto anzureisen. Das gilt insbesondere für:

  • Wochenenden
  • Feiertage
  • Ferien

Ebenso gelangst du mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Bad Schandau. Du kommst am Bahnhof an und nimmst anschließend die Fähre, um auf die andere Elbseite zu gelangen. Alternativ steigst du direkt in den Bus der Linie 241 ein, der dich ins Kirnitzschtal bringt.

Entscheidest du dich für die etwas längere Strecke, suchst du nach der Fährfahrt in Bad Schandau den Kurpark. Hier befindet sich die Haltestelle für die historische Kirnitzschtalbahn. Sie bringt dich innerhalb von 30 Minuten zum letzten Stopp Lichtenhainer Wasserfall.

TIPP: Kinder unter sechs Jahren fahren in der Kirnitzschtalbahn kostenfrei. Für Schüler bis zum 15. Geburtstag gilt für eine Einzelfahrt der ermäßigte Preis von 3,50 Euro. Erwachsene bezahlen sieben Euro [Stand: April 2024].

Unser Hinweis: Unterstütze den Wiederaufbau des Wasserfalls

Direkt an der Haltestelle Lichtenhainer Wasserfall befindet sich ein Gasthaus, in dem du dich für die Wanderung stärken kannst. Dahinter siehst du die Überreste des einstigen Wasserfalls. Dieser fiel während starker Regenfälle und des daraus resultierenden Hochwassers im Jahr 2021 der beinahe vollständigen Zerstörung anheim.
Seither bittet das Team der gleichnamigen Gaststätte und Pension um Spenden für den Wiederaufbau. Der Schaden beläuft sich laut Angaben des Gastronomiebetriebs auf 250.000 Euro.

Restaurant Lichtenhainer Wasserfall
Kirnitzschtalstraße 11
01855 Sebnitz
Homepage

Fotos: Mario Förster; bigstock.com: pisces2386

26a6830a4bf94ccba5ca0bfbfd973448

Im deutschen Teil des Elbsandsteingebirges zählt der Kuhstall zu den beliebten Ausflugszielen. Obgleich der Name an einen Bauernhof erinnert, handelt es sich um das größte Felsentor in der Sächsischen Schweiz. Bereits der berühmte Maler Caspar David Friedrich stattete der Sandsteinformation mehrere Besuche ab und bannte sie schließlich auf Leinwand.

Wie der Kuhstall zu seinem Namen kam

Um den Kuhstall in der Sächsischen Schweiz ranken sich mehrere Sagen. Eine davon erzählt von den Raubrittern der Burg Wildenstein. Sie stahlen Vieh und versteckten es in dem imposanten Felsentor. Daher trüge dieses heute den Namen Kuhstall.

Eine andere Erklärung der ungewöhnlichen Bezeichnung dreht sich um die Zeit des Dreißigjährigen Kriegs. Aus Angst vor Plünderern sollen Bauern aus der Umgebung ihre Kühe zur Felsformation gebracht haben. Sie trieben die Tiere in das Felsentor, das damals als eine Art Kuhstall fungierte.

Das sollten Wanderer zum Felsentor im Elbsandsteingebirge wissen

  • Reisezeit: Ebenso wie andere Naturattraktionen in der Sächsischen Schweiz unterliegt der Kuhstall keinen Öffnungszeiten. Besucher können zu jeder Tages- und Jahreszeit zum größten Felsentor der Sächsischen Schweiz wandern.
  • Ausflugsdauer: Wie lange deine Wanderung zum Kuhstall dauert, hängt von deinem gewählten Wanderweg ab. Entscheidest du dich für einen kurzen Rundweg, rechne mit rund einer Stunde reinen Gehzeit.
  • Kosten: Für den Besuch des Kuhstalls bezahlst du keinen Eintritt.
  • Eignung: Der Rundwanderweg zum Kuhstall ist anfängerfreundlich. Er kommt für Wandereinsteiger sowie Familien mit Kindern infrage.

Rundwanderweg zum Kuhstall und zur Himmelsleiter

Startest du den Spaziergang zum Kuhstall vom Lichtenhainer Wasserfall, überquerst du den Parkplatz und gelangst zu einer kleinen Brücke. Der mit einem roten Punkt ausgeschilderte Wanderweg führt zunächst an der Kirnitzsch entlang. Später geht es leicht bergauf durch den Wald. Bereits nach kurzer Zeit triffst du auf die ersten Sandsteinfelsen zwischen den Baumstämmen.

Folgst du der Beschilderung über den ansteigenden Pfad sowie die Treppen, erreichst du das Gasthaus Kuhstall. Daneben erhebt sich das gleichnamige Felsentor. Davor siehst du den durch ein Geländer abgegrenzten Aussichtspunkt, der dir einen Panoramablick über die Sandsteinfelsenlandschaft ermöglicht.

Nach der Besichtigung des Kuhstalls empfiehlt es sich, die Himmelsleiter zu erklimmen. Dafür folgst du dem ausgeschilderten Weg durch faszinierende Felsengänge bis in eine schmale Schlucht.

Hier ragen die Sandsteinfelsen rechts und links scheinbar himmelhoch. Dazwischen führt eine metallische Treppe in die Höhe. Diese ist zu schmal für zwei Personen, sodass sie sich nur für den Aufstieg eignet. Der Abstieg, der wieder zum Gasthaus Kuhstall führt, gelingt über einen Weg mit weniger steilen Stufen.

Nach Kuhstall und Himmelsleiter bringt dich der Rundweg zum Aussichtspunkt „Schneiderloch“ sowie zum Kleinen Winterstein. Danach erreichst du wieder den Lichtenhainer Wasserfall.

Fakten zum Kuhstall und umliegende Sehenswürdigkeiten

Der Kuhstall gehört aufgrund seiner Form und Größe zu den beeindruckenden Naturattraktionen im Elbsandsteingebirge. Das Felsentor erreicht eine Höhe von elf  und eine Breite von bis zu 17 Metern.
Stehst du am Eingang der Höhle, geht es bis zu 24 Meter ins Innere. Der Platz reichte früheren Besuchern aus, um aus Steinen einen Tisch sowie eine Kochstelle zu errichten.
Der Kuhstall kommt als außergewöhnliches Fotomotiv infrage. Vor dem Eingang zum Felsentor genießen Urlauber zudem einen Panoramablick auf die Sächsische Schweiz.

Ebenso bietet sich eine Wanderung zu der Felsformation an, um weitere Sehenswürdigkeiten in der Nähe zu erkunden:

  • Historische Kirnitzschtalbahn
  • Lichtenhainer Wasserfall
  • Himmelsleiter
  • Schneiderloch
  • Kleiner Winterstein

Bei der Himmelsleiter handelt es sich um eine schmale Stiege, die durch einen engen Felsspalt führt. Über rund 100 Stufen ermöglicht sie den Aufstieg auf den Gipfel des Neuen Wildensteins.

Anfahrt und Parken für deine Wanderung

Um die Wanderung zum Kuhstall zu starten, reist du zunächst nach Bad Schandau. Die sächsische Hauptstadt Dresden trennen rund 50 Fahrminuten von dem beliebten Kurort. Mit dem Auto nutzt du die Bundesstraße B172 und anschließend die Autobahn A17.

Den offiziellen Parkplatz für die Kuhstall-Wanderung findest du direkt am Lichtenhainer Wasserfall. Allerdings ist er kostenpflichtig und innerhalb kurzer Zeit belegt. Daher empfiehlt es sich, bereits vor 10.00 Uhr morgens mit dem Auto anzureisen. Das gilt insbesondere für:

  • Wochenenden
  • Feiertage
  • Ferien

Ebenso gelangst du mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Bad Schandau. Du kommst am Bahnhof an und nimmst anschließend die Fähre, um auf die andere Elbseite zu gelangen. Alternativ steigst du direkt in den Bus der Linie 241 ein, der dich ins Kirnitzschtal bringt.

Entscheidest du dich für die etwas längere Strecke, suchst du nach der Fährfahrt in Bad Schandau den Kurpark. Hier befindet sich die Haltestelle für die historische Kirnitzschtalbahn. Sie bringt dich innerhalb von 30 Minuten zum letzten Stopp Lichtenhainer Wasserfall.

TIPP: Kinder unter sechs Jahren fahren in der Kirnitzschtalbahn kostenfrei. Für Schüler bis zum 15. Geburtstag gilt für eine Einzelfahrt der ermäßigte Preis von 3,50 Euro. Erwachsene bezahlen sieben Euro [Stand: April 2024].

Unser Hinweis: Unterstütze den Wiederaufbau des Wasserfalls

Direkt an der Haltestelle Lichtenhainer Wasserfall befindet sich ein Gasthaus, in dem du dich für die Wanderung stärken kannst. Dahinter siehst du die Überreste des einstigen Wasserfalls. Dieser fiel während starker Regenfälle und des daraus resultierenden Hochwassers im Jahr 2021 der beinahe vollständigen Zerstörung anheim.
Seither bittet das Team der gleichnamigen Gaststätte und Pension um Spenden für den Wiederaufbau. Der Schaden beläuft sich laut Angaben des Gastronomiebetriebs auf 250.000 Euro.

Restaurant Lichtenhainer Wasserfall
Kirnitzschtalstraße 11
01855 Sebnitz
Homepage

Fotos: Mario Förster; bigstock.com: pisces2386

26a6830a4bf94ccba5ca0bfbfd973448

Ausflugsziele Bautzen Berzdorfer See Dresden Elbsandsteingebirge Empfehlungen Erlebnisse Görlitz Kinder Landkreis Bautzen Landkreis Görlitz Locations Lokal Museen & Theater Oberlausitz Polen Tourismus Reisemagazin Reiseziele Schlösser und Burgen Tschechien Zittauer Gebirge Übernachtung