Görlitz: Druckgrafiken von Willy Schmidt

In der Stadt Görlitz, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts als pulsierendes Herz des Expressionismus weit über ihre Grenzen hinausstrahlte, tritt nun der Maler und Grafiker Willy Schmidt (1895–1959) erneut ins Rampenlicht. Die Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur öffnen ihre Türen für eine bemerkenswerte Sonderausstellung, die Schmidts druckgrafisches Schaffen in den Mittelpunkt rückt und somit den umfangreichsten musealen Bestand seiner Arbeiten präsentiert.

Am Freitag, dem 22. März 2024, um 16 Uhr, erlebte das Graphische Kabinett des Barockhauses an der Neißstraße 30 die feierliche Eröffnung der Ausstellung „Expressionen. Druckgrafiken von Willy Schmidt“. Bis zum 22. September 2024 gewährt die Ausstellung Einblicke in das Schaffen Schmidts, der mit seinen Werken aus den 1920er und frühen 1930er Jahren, darunter auch ein originaler Holzschnitt-Druckstock, die Vielfalt seines Könnens offenbart. Kai Wenzel, Kurator und Kunsthistoriker, wird die Besucher in das Leben und Werk Schmidts einführen und die Bedeutung seiner Arbeiten, die zwischen biblischen Motiven und Szenen des modernen Großstadtlebens changieren, hervorheben.

„Die Zeitenwende eines Künstlerlebens“

Willy Schmidt, geboren in bescheidenen Verhältnissen als Sohn einer alleinerziehenden Arbeiterin in Görlitz, fand in sozialen Themen seine künstlerische Stimme. Nach seiner Ausbildung zum Lithografen und einem Studium der Malerei unter der Leitung Otto Muellers an der Kunstakademie in Breslau, prägten die Jahre 1919 bis 1921 seinen künstlerischen Weg nachhaltig. Die Förderung durch Joseph Anton Schneiderfranken ermöglichte Schmidt weitere Studien in München und erste Ausstellungschancen innerhalb des von Schneiderfranken gegründeten „Jakob-Böhme-Bundes“.

Die Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 markierte einen tiefen Einschnitt in Schmidts Karriere, beschnitt seine Schaffensfreiheit erheblich und verbannte ihn ins künstlerische Abseits. Trotz Verboten blieb Schmidt seiner Heimatstadt Görlitz treu und setzte sein Schaffen im Verborgenen fort. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg fand sein expressionistisches Werk wieder den Weg an die Öffentlichkeit, wo er bis zu seinem Lebensende 1959 an die expressionistische Ära der 1920er Jahre anknüpfte.

Willy Schmidt

Die Ausstellung „Expressionen. Druckgrafiken von Willy Schmidt“ bietet nicht nur eine Reise durch das Leben und Wirken eines bedeutenden Künstlers, sondern eröffnet auch einen Dialog mit der Vergangenheit und deren Einfluss auf die Gegenwart. Ergänzend werden weitere Werke Schmidts in der Sonderausstellung „Die Suchenden. Die Kunst des Jakob-Böhme-Bundes“ vom 4. Mai bis 17. November 2024 im Kaisertrutz präsentiert, die das künstlerische Erbe Görlitz‘ weiter beleuchtet.

Infos kompakt zur Sonderausstellung »Expressionen. Druckgrafiken von Willy Schmidt«

Eröffnung der Ausstellung: Freitag, 22. März 2024, 16 Uhr | Eintritt zur Eröffnung frei

Ausstellungsort: Kulturhistorisches Museum der Görlitzer Sammlungen, Barockhaus, Neißstraße 30, 02826 Görlitz
Laufzeit: 22. März bis 22. September 2024
Eintrittspreise: 6 Euro, 4 Euro ermäßigt, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre kostenfrei
Öffnungszeiten des Barockhauses: bis Ende März Di–So 10–16 Uhr | April–Oktober Di–Do 10–17 Uhr, Fr–So 10–18 Uhr (Mo geschlossen)| bitte Feiertagsöffnungszeiten beachten

Begleitheft als pdf-Download:
Museum/Sonderausstellungen/Aktuelle/Begleitheft_Willy_Schmidt_Web.pdf

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In der Stadt Görlitz, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts als pulsierendes Herz des Expressionismus weit über ihre Grenzen hinausstrahlte, tritt nun der Maler und Grafiker Willy Schmidt (1895–1959) erneut ins Rampenlicht. Die Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur öffnen ihre Türen für eine bemerkenswerte Sonderausstellung, die Schmidts druckgrafisches Schaffen in den Mittelpunkt rückt und somit den umfangreichsten musealen Bestand seiner Arbeiten präsentiert.

Am Freitag, dem 22. März 2024, um 16 Uhr, erlebte das Graphische Kabinett des Barockhauses an der Neißstraße 30 die feierliche Eröffnung der Ausstellung „Expressionen. Druckgrafiken von Willy Schmidt“. Bis zum 22. September 2024 gewährt die Ausstellung Einblicke in das Schaffen Schmidts, der mit seinen Werken aus den 1920er und frühen 1930er Jahren, darunter auch ein originaler Holzschnitt-Druckstock, die Vielfalt seines Könnens offenbart. Kai Wenzel, Kurator und Kunsthistoriker, wird die Besucher in das Leben und Werk Schmidts einführen und die Bedeutung seiner Arbeiten, die zwischen biblischen Motiven und Szenen des modernen Großstadtlebens changieren, hervorheben.

„Die Zeitenwende eines Künstlerlebens“

Willy Schmidt, geboren in bescheidenen Verhältnissen als Sohn einer alleinerziehenden Arbeiterin in Görlitz, fand in sozialen Themen seine künstlerische Stimme. Nach seiner Ausbildung zum Lithografen und einem Studium der Malerei unter der Leitung Otto Muellers an der Kunstakademie in Breslau, prägten die Jahre 1919 bis 1921 seinen künstlerischen Weg nachhaltig. Die Förderung durch Joseph Anton Schneiderfranken ermöglichte Schmidt weitere Studien in München und erste Ausstellungschancen innerhalb des von Schneiderfranken gegründeten „Jakob-Böhme-Bundes“.

Die Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 markierte einen tiefen Einschnitt in Schmidts Karriere, beschnitt seine Schaffensfreiheit erheblich und verbannte ihn ins künstlerische Abseits. Trotz Verboten blieb Schmidt seiner Heimatstadt Görlitz treu und setzte sein Schaffen im Verborgenen fort. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg fand sein expressionistisches Werk wieder den Weg an die Öffentlichkeit, wo er bis zu seinem Lebensende 1959 an die expressionistische Ära der 1920er Jahre anknüpfte.

Willy Schmidt

Die Ausstellung „Expressionen. Druckgrafiken von Willy Schmidt“ bietet nicht nur eine Reise durch das Leben und Wirken eines bedeutenden Künstlers, sondern eröffnet auch einen Dialog mit der Vergangenheit und deren Einfluss auf die Gegenwart. Ergänzend werden weitere Werke Schmidts in der Sonderausstellung „Die Suchenden. Die Kunst des Jakob-Böhme-Bundes“ vom 4. Mai bis 17. November 2024 im Kaisertrutz präsentiert, die das künstlerische Erbe Görlitz‘ weiter beleuchtet.

Infos kompakt zur Sonderausstellung »Expressionen. Druckgrafiken von Willy Schmidt«

Eröffnung der Ausstellung: Freitag, 22. März 2024, 16 Uhr | Eintritt zur Eröffnung frei

Ausstellungsort: Kulturhistorisches Museum der Görlitzer Sammlungen, Barockhaus, Neißstraße 30, 02826 Görlitz
Laufzeit: 22. März bis 22. September 2024
Eintrittspreise: 6 Euro, 4 Euro ermäßigt, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre kostenfrei
Öffnungszeiten des Barockhauses: bis Ende März Di–So 10–16 Uhr | April–Oktober Di–Do 10–17 Uhr, Fr–So 10–18 Uhr (Mo geschlossen)| bitte Feiertagsöffnungszeiten beachten

Begleitheft als pdf-Download:
Museum/Sonderausstellungen/Aktuelle/Begleitheft_Willy_Schmidt_Web.pdf

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