Zisterzienserinnenkloster St. Marienstern

Das Kloster St. Marienstern liegt am Rand des Dorfes Panschwitz-Kuckau im Osten von Sachsen. Durch die Lage an der Handelsstraße Via Regia kam es zu vielen Kontakten zwischen der Zisterzienserinnen-Abtei und Reisenden. Heute ist St. Marienstern für katholische Christen ein kulturelles und religiöses Zentrum in der Oberlausitz.

Zisterzienserinnenkloster St. Marienstern, Panschwitz-Kuckau, Deutschland, Fotolizenz: gemeinfrei via wikimedia Urheber Dixflips

Die Geschichte des Klosters St. Marienstern

Das Kloster blickt auf eine über 770-jährige Geschichte zurück. Im Jahr 1248 gründeten es die Herren von Kamenz. Seit dieser Zeit bewahrt das Kloster Urkunden zur Gründung, Ausstattung und Verwaltung auf. Der Großteil des Bestandes ist erhalten, da das Kloster seither ununterbrochen besteht. Während des Dreißigjährigen Krieges und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts kam es zu größeren Verlusten. Welche Dokumente verloren gingen, ist unbekannt.

Im Jahr 1264 nahm der Zisterzienserorden das Kloster auf. Es stand unter dem Schutz der Markgrafen von Brandenburg. Der Berater des Herzogs von Breslau und Kanzler des Königs von Böhmen Bernhard III. von Kamenz kümmerte sich ab 1270 um den Bau und die Ausstattung des Klosters. Johann von Luxemburg übernahm als König von Böhmen im Jahr 1318 den Schutz des Klosters. Ein Jahrhundert später plünderten die Hussiten das Kloster. Dabei brannte das Kirchdach ab.

Ab 1635 war die Lausitz Teil des Kurfürstentums Sachsen. Die Beschlüsse des Prager Friedens sicherten den Fortbestand der katholischen Kirche. Während des Dreißigjährigen Krieges griffen 1639 die Schweden St. Marienstern an. Bei der Plünderung beschädigten sie das Kloster. Anfang des 18. Jahrhunderts erhielt es sein barockes Aussehen. Ein Jahrhundert später eröffnete das St.-Josephs-Institut, eine höhere Mädchenschule mit Internat. Während des Zweiten Weltkriegs erzwangen die Nationalsozialisten deren Schließung.

Im Jahr 1953 schützte sich das Kloster vor kommunistischer Enteignung, indem es Gesellschafter der „Kircheneigenen Land- und Forstwirtschaft“ wurde. 1973 eröffnete dort das Maria-Martha-Heim für geistig und mehrfach behinderte Mädchen. Nach der Wende löste sich die „Kircheneigene Land- und Forstwirtschaft“ auf. Die land- und forstwirtschaftlichen Flächen bewirtschaftete fortan wieder das Kloster. Heute leben dort 19 Zisterzienserinnen. Teile der restaurierten Klosteranlage sind für Besucher frei zugänglich.

Die drei wichtigsten Fakten über St. Marienstern

  • Die Zisterzienserinnen-Abtei gehört zu den wenigen Ordenshäusern, die seit seiner Gründung ohne Unterbrechung bestehen.
  • St. Marienstern zählte als eines der wenigen Klöster durchgehend zu den Zisterzienserinnen.
  • Das Kloster widmet sich neben klösterlichen Belangen der Betreuung, Beschäftigung und Ausbildung behinderter Menschen.

Die Besucherangebote des Klosters St. Marienstern

Verschiedene Führungen buchst und zahlst Du über die Touristeninformation in der Schatzkammer. Das Kloster bittet darum, dies zwei Wochen zuvor anzugehen. Wer mag, besichtigt die Kirche und Anlage, die Schatzkammer oder den Klostergarten. Es gibt auch kombinierte Führungen. Während der Gottesdienstzeiten und Anbetungssonntage finden keine Führungen statt.

Öffnungszeiten der Tourismusinformation in der Schatzkammer:

  • Dienstag bis Freitag: 10 bis 16.30 Uhr
  • Wochenende und Feiertag: 12 bis 16.15 Uhr
  • Von Mitte Oktober bis Mitte März ist die Tourismusinformation in der Schatzkammer geschlossen. Nach Absprache öffnet sie für Gruppen auch im restlichen Jahr ihre Pforten.

Gästehaus Kloster Marienstern Panschwitz Kuckau

Kloster St. Marienstern, Ćišinskistraße 35, 01920 Panschwitz-Kuckau

Telefon: 035796 / 99 444
E-Mail: info@marienstern.de
Website: https://www.marienstern.de/de/besucherangebote/fuehrungen

Im Gästehaus hast Du die Möglichkeit, in einem der sieben Einzel- oder acht Doppelzimmer zu übernachten. Auf dem Klostergelände findest Du im westlichen Hof einen Parkplatz. Die Preisliste und Informationen zur Anmeldung findest Du hier: https://www.marienstern.de/images/sampledata/ZuGast/Preisliste_2019.pdf

Klosterladen Kloster Marienstern Panschwitz Kuckau

Im Klosterladen erhältst Du vielfältige klösterliche Produkte. Dazu gehören beispielsweise klösterliche Liköre, Gewürzsalze, von Hand verzierte Kerzen oder handgestrickte Babykleidung. Der Klosterladen ist von Montag bis Freitag von 10 bis 16.30 geöffnet und samstags von 12.30 bis 16 Uhr.

Du hast die Möglichkeit, die meisten Produkte im Onlineshop zu bestellen:

https://www.marienstern.de/de/besucherangebote/online-shop
Telefon: 035796 / 99 490
E-Mail: klosterladen@marienstern.de

Ernährungs- und Kräuterzentrum Kloster Marienstern Panschwitz Kuckau

In der klösterlichen Gartenanlage finden Du und Deine Familie über 500 Pflanzensorten auf 6.000 Quadratmetern. Das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft fördert das Ernährungs- und Kräuterzentrum. Einer der Schwerpunkte des Gartens bildet der umweltgerechte Gartenbau mit regionaltypischem Obst und Gemüse.

Der Umwelt- und Lehrgarten enthält einen Bereich über Pflanzenheilkunde. Im Erholungsbereich findest Du Ruhe, während die Kinder sich im Kreativbereich austoben. Du hast die Möglichkeit, wechselnde Veranstaltungen für die ganze Familie zu besuchen. Das Veranstaltungsprogramm findest Du hier: https://www.ekz-marienstern.de/veranstaltungen-uebersicht-kloster.html

Ernährungs- und Kräuterzentrum im Kloster St. Marienstern

Ćišinskistraße 35, 01920 Panschwitz-Kuckau
Telefon: 0151 524 132 42
E-Mail: ernaehrung@csb-miltitz.de
Website: https://www.ekz-marienstern.de/


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Relevante Links:

  • https://www.marienstern.de/de/startblock
  • https://www.marienstern.de/de/abtei/kloster/geschichte
  • https://archiv-marienstern.jimdo.com/archivbestand/
  • https://www.ekz-marienstern.de/wir-ueber-uns.html
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