Sechs Jahrzehnte künstlerische Entwicklung, eine enge Verbindung zu Görlitz und eine Schenkung an seine Geburtsstadt: Das Graphische Kabinett im Barockhaus zeigt ab dem 24. September 2026 Zeichnungen und Druckgrafiken von Hans-Peter Menge. Die Ausstellung wird um 17 Uhr im Beisein des Künstlers eröffnet. Der Eintritt zur Eröffnung ist frei.

Das Wichtigste zur Ausstellung
- Eröffnung: Donnerstag, 24. September 2026, 17 Uhr
- Laufzeit: 24. September 2026 bis 14. März 2027
- Ort: Graphisches Kabinett im Barockhaus, Neißstraße 30, 02826 Görlitz
- Zur Eröffnung: Hans-Peter Menge ist anwesend, der Eintritt ist frei
- Eintritt während der Laufzeit: 8 Euro, ermäßigt 6 Euro; Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei
Eine Schenkung kehrt als Ausstellung nach Görlitz zurück
Hans-Peter Menge wurde 1940 in Görlitz geboren und verbrachte hier seine Kindheit und Jugend. Im Jahr 2025 schenkte er dem Graphischen Kabinett der Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur eine Auswahl seiner Zeichnungen und Druckgrafiken. Teile dieser Schenkung werden nun erstmals öffentlich in Görlitz präsentiert.
Die Ausstellung »HANS-PETER MENGE. Zeichnungen und Druckgrafik« ist keine schmale Rückschau auf eine einzelne Werkphase. Die ausgewählten Arbeiten reichen von den 1960er-Jahren bis in die Gegenwart und machen sichtbar, wie sich Motive, Techniken und Bildsprache des Künstlers über mehr als sechs Jahrzehnte verändert haben.
»Die Ästhetik und die Schönheit von Görlitz haben mich dazu gebracht, Künstler zu werden.«
Hans-Peter Menge
Von Görlitz an die Kunstakademie Düsseldorf
Seine ersten künstlerischen Erfahrungen sammelte Menge in den 1950er-Jahren bei dem Görlitzer Maler und Grafiker Günter Hain. Danach absolvierte er in Reichenbach/Oberlausitz eine Berufsausbildung bei einem Kunstmaler und Restaurator. Eigentlich wollte er an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee studieren. Im Jahr 1960 verließ er jedoch die DDR und ging nach Düsseldorf.
Dort setzte er seine Ausbildung zunächst an der Werkkunstschule und später an der Kunstakademie Düsseldorf fort. Seit Mitte der 1960er-Jahre arbeitet Hans-Peter Menge freischaffend in Düsseldorf und Neuss. Die Ausstellung im Barockhaus verbindet damit zwei wichtige Stationen seiner Biografie: den Beginn seines künstlerischen Weges in Görlitz und die weitere Entwicklung im Rheinland.
Von figürlichen Arbeiten zur Abstraktion
Zu Beginn standen figürliche Kompositionen im Mittelpunkt. Besonders mit abstrahierenden Aktlithografien und Gemälden wurde Menge in den 1970er-Jahren auch international bekannt. Einen Wendepunkt markierte die Radierung »Badende« aus dem Jahr 1980. Beim Druck des Blattes rückte für ihn die Struktur des dargestellten Wassers stärker in den Vordergrund als die Figuren selbst.
Aus dieser Beobachtung entwickelte sich eine zunehmend abstrakte Bildsprache. Seither entstehen Kompositionen aus geometrischen Formen, Flächen und Farbklängen. Menge überträgt seine Ideen häufig in mehrere Medien: als Zeichnung, Druckgrafik, Gemälde oder Glasobjekt. So lässt sich in der Ausstellung nicht nur ein Wechsel der Motive verfolgen, sondern auch die Frage, wie dieselbe künstlerische Idee in unterschiedlichen Techniken erscheint.

Zwischen Ordnung und Chaos
Ein wiederkehrendes Thema im Werk von Hans-Peter Menge ist das Verhältnis von klarer Ordnung und nicht vollständig kontrollierbarer Bewegung. Geometrische Strukturen geben den Bildern Halt, während Farbe, Überlagerungen und Abweichungen diese Ordnung immer wieder aufbrechen. Menge beschreibt diesen Ansatz als Gratwanderung zwischen Ordnung und Chaos.
Gerade die lange Zeitspanne der gezeigten Arbeiten macht diesen Gedanken nachvollziehbar. Besucherinnen und Besucher können vergleichen, welche Elemente bereits in den frühen figürlichen Werken angelegt sind und wie daraus später eigenständige abstrakte Kompositionen entstehen. Die Schau ist deshalb zugleich Künstlerporträt und konzentrierter Überblick über sechs Jahrzehnte künstlerischer Arbeit.
Weitere Arbeiten im Kaisertrutz
Die Präsentation endet nicht im Graphischen Kabinett. Begleitend zeigen die Görlitzer Sammlungen zwei Glasobjekte und zwei Gemälde von Hans-Peter Menge in der Galerie der Moderne im Kaisertrutz. Damit werden neben Zeichnung und Druckgrafik auch weitere Seiten seines Schaffens sichtbar.
Besuch im Barockhaus Görlitz
Die Ausstellung wird am Donnerstag, 24. September 2026, um 17 Uhr im Graphischen Kabinett des Barockhauses eröffnet. Hans-Peter Menge wird bei der Eröffnung anwesend sein. Der Eintritt ist an diesem Abend frei. Anschließend ist die Ausstellung bis zum 14. März 2027 zu sehen.
Ort: Barockhaus, Neißstraße 30, 02826 Görlitz
Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 6 Euro; frei für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre
Informationen: Görlitzer Sammlungen – Sonderausstellungen
Quelle: Pressemitteilung der Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur vom 15. September 2026 sowie die offiziellen Ausstellungsinformationen der Görlitzer Sammlungen.

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