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Rakotzbrücke Kromlau im Rhododendronpark

Der Rhododendronpark in Kromlau

Die Rakotzbrücke befindet sich im 200 Hektar großen Rhododendronpark in Kromlau. Das Dorf ist ein Ortsteil der sächsischen Gemeinde Gablenz. Es liegt im Landschaftsschutzgebiet “Kromlau-Gablenzer Restseengebiet”. Als berühmtes Fotomotiv zieht die Rakotzbrücke Menschen aus aller Welt an. Derzeit finden wegen Einsturzgefahr Renovierungsarbeiten statt, die bis 2021 andauern.

Rakotzbrücke

Rakotzbrücke Kromlau , Blackout_Photography pixabay

Die Geschichte der Rakotzbrücke

Im Jahr 1842 erwirbt der Großgrundbesitzer Friedrich Hermann Rötschke das Gut Kromlau. In den Folgejahren entsteht der Kromlauer Park im Stil eines englischen Landschaftsparks. Aus Basaltsteinen von Steinbrüchen der Sächsischen Schweiz entstehen Grotten, Skulpturen wie beispielsweise die Orgel und Architekturen wie die Freitreppe. Von 1863 bis 1883 lässt Friedrich Hermann Rötschke die Rakotzbrücke erbauen. Sie umspannt den 35 Meter breiten Rakotzsee.

Aus Feldsteinen und Basalt besteht das Baumaterial. Das dunkle, magmatische Gestein ist vulkanischer Herkunft. Die Feldsteine in der Lausitz bestehen vorwiegend aus Grauwacke, Gneis, Granit und Granodiorit. Große, eckige Basaltsäulen säumen die Bogenbrücke. Basaltsäulen, Orgel genannt, ragen neben der Brücke aus dem Wasser des Rakotzsees. Auch für die Brücke transportieren die Erbauer Basaltsteine aus der Sächsischen Schweiz.

Während der 20 Jahre andauernden Bauphase stützen hölzerne Träger die Brücke. Bei deren Entfernung im Jahr 1882 kommt der Gablenzer Zimmermann Traugott Wolsch ums Leben. An ihn erinnert eine Gedenktafel. Nach einem Bericht des Chronisten Aisch kostet das Erbauen der Brücke “Fünfzigtausend Taler und ein Menschenleben”.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wird der Kromlauer Park und damit auch die Rakotzbrücke im Zuge der Bodenreform zum Volkseigentum. Im Jahr 1966 kommt es zur Rekonstruktion des Parks. Heutiger Eigentümer ist die Gemeinde Gablenz. Seit über 50 Jahren findet jedes Jahr zu Pfingsten das Park- und Blütenfest statt.

Inzwischen steht die Rakotzbrücke unter Denkmalschutz. Das Betreten ist verboten. Um Kletterer abzuschrecken, hat die Gemeinde einen Zaun gebaut. Für die Dauer der Sanierungsarbeiten ist der Wasserstand des Rakotzsees gesenkt.

Die drei wichtigsten Fakten über die Rakotzbrücke

  • Die Rakotzbrücke ist ein weltberühmtes Fotomotiv.
  • Früher glaubten die Menschen, nur der Teufel wäre in der Lage gewesen, einen derart dünnen Brückenbogen zu bauen; daher heißt die Rakotzbrücke auch Teufelsbrücke.
  • Spiegelt sich die Rakotzbrücke im Wasser, ergibt sich eine vollständige Kreisform.
Rakotzbrücke

Rakotzbrücke Kromlau herbert2512, pixabay

Wissenswertes rund um die Rakotzbrücke

Mit dem Auto erreichst Du den Rhododendronpark über die B115. Zu Fuß geht es von einem der kostenlosen Parkplätze weiter zur Rakotzbrücke. Du hast die Möglichkeit, von Weißwasser aus mit der Waldeisenbahn Muskau zum Rhododendronpark zu fahren. Die Schmalspurbahn fährt heute noch mit Dampf- und Dieselloks. Sie ist von Mitte April bis Mitte Oktober an Wochenenden und Feiertagen im Einsatz. Das restliche Jahr fährt die Waldeisenbahn nur bei Sonderveranstaltungen. Die zentrale Abfahrt befindet sich am Bahnhof Weißwasser in der Teichstraße.

Das im Rhododendronpark gelegene Kromlauer Schloss bietet Dir die Möglichkeit, in einer Ferienwohnung zu übernachten. Die Wohnung befindet sich im Obergeschoss des Herrenhauses. Sie ist für maximal vier Personen geeignet. Das Mitbringen von Haustieren ist nicht erlaubt. Ausgestattet ist die Ferienwohnung mit einem Zweibettschlafzimmer. Eine weitere Schlafmöglichkeit gibt es auf der Schlafcouch im Wohnzimmer. Die Küche ist voll ausgestattet. Im Bad findest Du WC und Dusche. Etwa 50 Meter vom Schloss entfernt gibt es kostenlose Parkplätze.

Eine weitere Übernachtungsmöglichkeit ist einer der 24 Bungalows, die unmittelbar an den Park angrenzen. Jeder Wohnraum ist mit Fernseher und Heizgerät ausgestattet. Es gibt eine kleine Küche sowie ein Bad mit Dusche und WC. Je nach Modell verfügt der Bungalow in der Ferienhaussiedlung über einen oder zwei Schlafräume. Auf der Terrasse mit Sitzgarnitur und Grill verbringst Du die Abende mit Familie und Freunden.

Der Rhododendronpark gehört zu den größten Parkanlagen Sachsens. Nicht nur während der Blütezeit beeindrucken besondere Gehölze Groß und Klein. Dazu gehören beispielsweise die etwa 150 Jahre alten Tulpenbäume. Sie blühen im Juni. Im Herbst leuchten sie gelb. Ebenso alt sind die Rotbuchen, Hängebuchen, Blutbuchen und Sommerlinden. Im Mai blühen tausende von Rhododendren, die dem Park ihren Namen geben.

Kontakt Rakotzbrücke:

Tourist-Information Kromlau,
Altes Schloss 11, 02953 Gablenz / OT Kromlau

Telefon: 03576 / 22 28 28
Fax: 03576 / 21 27 44
Mobil: 0152 088 120 97

E-Mail: info@kromlau-online.de
Website: http://kromlau-online.de

Anfahrt Rakotzbrücke:


(Wir verwenden Google Maps, bitte beachten Sie unsere Datenschutzerklärung.)

Links rund um die Location:

(Fotocredit: Blackout_Photography, herbert2512/pixabay)

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Als Journalist und Autor schreibt und veröffentlicht Reukewitz in verschiedenen Bereichen Publikationen und Bücher. Er bereichert unser Magazin mit redaktionellen Themen aus unserer Region.
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