Der Georgsbrunnen gehört zu den schönsten Brunnen von Görlitz. Er befindet sich seit 2000 am Obermarkt und stammt aus dem Jahr 1590. Er ist Ausgangspunkt für verschiedene Stadtführungen.
Aktivitäten rund um den Georgsbrunnen
- Rund um den Obermarkt gibt es zahlreiche gastronomische Einrichtungen. Hier probieren Gäste lokale Gerichte und internationale Speisen. Im Café Italia gibt es leckeres italienisches Eis.
- Architekturfans machen eine Stippvisite in der Dreifaltigkeitskirche und bewundern das spätgotische Inventar, darunter der Flügelaltar der „Goldenen Maria“ und das beeindruckende Gewölbe.
- Der Obermarkt mit dem prachtvollen Georgsbrunnen ist eine Station bei einer Stadtrundfahrt durch Görlitz. Bei dieser Gelegenheit erfährst du spannende Geschichten und Legenden, die sich um die schönsten Bauwerke der historischen Altstadt ranken.
Wegbeschreibung zum Georgsbrunnen in der Görlitzer Altstadt
Bequem erreichst du den Heroldbrunnen mit dem Auto. Parkplätze gibt es direkt am Obermarkt, am Klosterplatz und dem Elisabethplatz.
Vom Bahnhof Görlitz aus erreichst du den Georgsbrunnen zu Fuß in etwa 18 Minuten über die Berliner Straße, den Postplatz, die Theaterpassage und den Demianiplatz. Der Heroldbrunnen befindet sich am anderen Ende des Obermarktes.
Du möchtest mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen? Die nächstgelegene Haltestelle ist Demianiplatz. Hier verkehren die Busse A, B und D sowie die Straßenbahnlinien 1 und 2.
Tipp: Auf dem Weg kommst du vorbei an der Muschelminna. Der Brunnen am Postplatz beeindruckt mit seiner bezaubernden Bronzefigur, die die Naturgöttin Flora verkörpert. Über ihrem Kopf hält sie eine große Muschel, aus der das Wasser in das Becken rinnt.



Der Georgsbrunnen heute
Im Jahr 2000 erhielt der Brunnen seinen heutigen Standort am Obermarkt an der Achse zur Brüderstraße. Heute befindet sich auf der Säule des Brunnens nicht mehr der ursprüngliche „Georg“, sondern eine Nachbildung. Das Original findest du im Durchgang des Kulturhistorischen Museums, Neißstraße 30 (Barockhaus).
Dem heutigen „Georg“ fehlen die Insignien. Er richtet seine Lanze nicht auf einen Drachen, sondern schmückt sich mit einem einst vergoldeten Wappen. Und auch der des Heiligen Georg fehlt. Stattdessen sitzt hinter der Figur ein Löwe, der die Zunge herausstreckt. Und wo befindet sich der Georgsbrunnen?
Der Georgsbrunnen steht am Obermarkt in der historischen Altstadt von Görlitz. In direkter Nähe befinden sich die Dreifaltigkeitskirche und das Augustum-Annen-Gymnasium.
Rund um den Obermarkt gibt es eine Vielzahl an gastronomischen Einrichtungen, darunter das Schankhaus „Zum Nachtschmied“, das griechische Restaurant „Mediteranos“ oder die „Alte Stadtwache“ neben der Verrätergasse, die zu deftigen lokalen Speisen einlädt.
Schleckermäuler machen bei einem Spaziergang am Obermarkt Halt am „Café Italia“ und lassen sich einen Eisbecher mit echtem italienischen Eis nach ihren Wünschen zusammenstellen. Im selben Haus befindet sich auch das elegante 4-Sterne-Hotel „Italia“.



Die Geschichte des Heroldbrunnens am Obermarkt
Der Heroldbrunnen entstand 1590 am Görlitzer Obermarkt. Als Schöpf- und Zierbrunnen für die Öffentlichkeit zierten ihn mehrere Wasserspeier. Obenauf thront seit jeher die Figur des Görlitzer Stadtknechts (Herold). Einige Stimmen behaupten, dass es sich dabei vielmehr um den Heiligen Georg handelt. Gesicherte Überlieferungen dazu gibt es nicht.
In den Ratsbüchern aus dem Jahr 1673/74 gab es Hinweise darauf, dass zu jener Zeit der Steinmetz Hans Pfüster und der Bildhauer Johann Anton am Brunnen arbeiteten. Der Maler Geisius vergoldete die Fahne.
Eine Zeichnung aus dem Jahr 1725 fasst den damaligen Aufbau des Brunnens zusammen. Auf dem Schild des „Ritters“ war das kurfürstliche Wappen zu sehen. Der Görlitzer Stadtarchivar Richard Jecht vermutete allerdings, dass sich vor den Arbeiten das böhmische Wappen darauf befand. Am Pfeiler unterhalb der vier Wasserspeier prangten die Wappen der damaligen Bürgermeister. Einen Hinweis auf den Löwen, der heute neben der Figur des Heiligen Georg zu sehen ist, gab es nicht.
Schließlich, im 18. Jahrhundert nahmen Arbeiter weitere Verbesserungen am Georgsbrunnen (Heroldbrunnen am Obermarkt) vor. Zu jener Zeit gingen vermutlich die Wappen der Bürgermeister verloren. Zudem fand ein Austausch des steinernen Pfeilers statt. Er wurde durch eine geschwungene Säule im Barockstil ersetzt.Möglicherweise kam bei den Instandsetzungsarbeiten auch der kleine Löwe am Fuße des Ritters hinzu.
Nach dem Abbruch des Brunnens am Obermarkt im Jahr 1856 entstand ein neues Brunnenbecken. Es befand sich etwa an der Stelle, an der sich heute „Das Zecherpaar“ am Klosterplatz befindet (ein Brunnen der Görlitzer Künstlerin Gisela Mauermann aus dem Jahr 1999). Nach der Restauration der Figur und der Wasserspeier zierten diese fortan den Brunnen am Klosterplatz.

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