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Das Heilige Grab in Görlitz erleben: Geschichte, Führungen und Öffnungszeiten

Das Heilige Grab in Görlitz ist bekannt unter dem Namen „Görlitzer Jerusalem“. Das religiöse Gesamtkunstwerk gehört zu den wichtigen Sehenswürdigkeiten der östlichsten Stadt Deutschlands. Die originalgetreue und einzigartige Nachbildung des Heiligen Grabes von Jerusalem ist ein bedeutender Wallfahrtsort des christlichen Glaubens. Dieser nimmt vorwiegend am Karfreitag eine besondere Bedeutung ein. Das Heilige Grab gehört zu den wichtigsten Görlitzer Sehenwürdigkeiten und ist ein historischer Besuchermagnet.

Heiliges Grab in Goerlitz eingang
Eingang Heiliges Grab Görlitz © Foto: Maximilian Nüstedt

Das Heilige Grab von Görlitz ist eine Nachbildung der großen Grabeskirche von Jerusalem. Die beeindruckende Anlage haben wir dem Görlitzer Bürgermeister Georg Emmerich zu verdanken. Er kehrte 1465 von einer Pilgerreise zurück und legte den Grundstein für das heutige Heilige Grab. Darauf aufbauend erfolgte der Bau der Kapellen von 1481-1504. Zum Heiligen Grab in Görlitz gehören die Doppelkapelle zum Heiligen Kreuz, einer Grabkapelle und ein Salbhaus.

Öffentliche Führungen und Öffnungszeiten des Heiligen Grab in Görlitz

Öffentliche Führungen Heiliges Grab
Jeden Freitag 15.00 Uhr
und Samstag 10.00 Uhr und 15.00 Uhr
sowie nach Vereinbarung

Öffnungszeiten Heiliges Grab
März bis September: täglich 9 Uhr bis 17 Uhr
Oktober bis März: täglich 9 Uhr bis 16 Uhr

Zusätzliche Informationen lassen sich auf der Webseite der Heiligen Grabanlage nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf Französisch, Englisch und Polnisch abrufen. Andere Sprachen für die geführten Besichtigungen solltet ihr direkt anfragen.

Heiliges Grab in Görlitz
Heilige-Grab-Straße 79
02826 Görlitz
Telefon: +49 3581 315864
Webseite

Heiliges Grab in Goerlitz aussen
Adamskapelle, spätgotische Doppelkapelle © Foto: Maximilian Nüstedt

Was ist das Heilige Grab in Görlitz?

Im christlichen Glauben nehmen die Kreuzigung und Auferstehung von Jesu Christi eine wichtige Position ein. Dabei sehnten sich vor allem im Mittelalter gläubige Christen danach, dem Ort dieses Wunders nah zu sein. Sie machten sich auf den Weg nach Jerusalem, dem Heiligen Land. An vielen Orten entstanden Nachbildungen des ursprünglichen Heiligen Grabs, um die Geschichte des Glaubens in Erinnerung zu halten. Dabei ist auch die Heilige-Grab-Anlage in Görlitz ein wichtiges Zeugnis der Frömmigkeit im späten Mittelalter.

Heiliges Grab in Goerlitz innen
Heiliges Grab Görlitz © Foto: Maximilian Nüstedt

Die Grabanlage gehört zu einer mittelalterlichen Andachts- und Pilgerstätte. Sie befindet sich inmitten eines grünen Gartens, der von zahlreichen Bäumen umgeben ist. Vor allem im Frühling bildet das Grabmal eine zauberhafte Kulisse hinter blühenden Obstbäumen und einem Meer aus gelben Narzissen. Die Anlage besteht aus dem Salbhaus und der Doppelkapelle zum heiligen Kreuz. Dabei ist die Grabkapelle eine Nachbildung verschiedener Teile der ursprünglichen Grabeskirche im Heiligen Land Jerusalem. Der Ort erinnert auf eindrucksvolle Weise an das Leiden, den Tod und die wundersame Wiederauferstehung von Jesus Christus.

Vom Wallfahrtsort zur Touristenattraktion – die heutige Bedeutung des Heiligen Grabs in Görlitz

Heiliges Grab in Goerlitz sakral
Durchgang zur Grabkammer, Heiliges Grab Görlitz © Foto: Maximilian Nüstedt

Seit seiner Errichtung im späten Mittelalter gehört das Heilige Grab in Görlitz zu einem bedeutenden Wallfahrtsort, der an die Kreuzigung und die Auferstehung von Jesus erinnert. Die originalgetreue, einzigartige Nachbildung der bedeutsamsten Teile der mittelalterlichen Grabeskirche von Jerusalem ist noch heute eine wichtige Station der Görlitzer Kreuzwegprozession. Am Karfreitag kommen Gläubige und Touristen in die Stadt, um diesem andächtigen Schauspiel beizuwohnen.

Der Kreuzweg führt von der beeindruckenden Pfarrkirche St. Peter und Paul (Peterskirche) im Herzen der Görlitzer Altstadt über die Nikolaivorstadt bis zum Heiligen Grab. Nach dem Vorbild des Jerusalemer Kreuzweges zählt dieser 1.000 Schritte und umfasst sechs Stationen. Dabei ist die Karfreitagsprozession eine der größten Mitteldeutschlands. Neben mehreren Andachten freuen sich die Pilger insbesondere auf die Auferstehungsfeier.

Dabei ist das Heilige Grab von Görlitz nicht nur am Karfreitag einen Besuch wert. Reisende und Gläubige können es im Rahmen einer Führung oder individuell besichtigen. Neben der Grabkapelle gibt es ein Kustoshaus. Dort finden regelmäßig Ausstellungen statt.

Geschichte des Heiligen Grab in Görlitz

Die Anlage entstand zwischen 1481 und 1504 als Architektur- und Landschaftsensemble. Sie besteht aus der Doppelkapelle zum heiligen Kreuz (Adamskapelle, Golgathakapelle) und der Salbungskapelle, zu der die Skulptur „Die Beweinung von Jesu“ von Hans Olmützer gehört. Diese zeigt die weinende Maria, die sich nach der Abnahme vom Kreuz über ihren toten Sohn beugt. Das Grabmal ist eine verkleinerte Nachbildung des Heiligen Grabes von Jerusalem im maurisch-romanischen Stil. Verantwortlich für die Konzeption war Georg Emmerich. Der damalige Görlitzer Bürgermeister ließ 1465 nach seiner Pilgerreise nach Jerusalem zunächst die Kapelle zum Heiligen Kreuz errichten (1480), bevor die Grabkapelle und das Salbhaus hinzukamen. 1504 hielt der Bischof von Meißen die erste Messe ab. 1916 folgte ein Steinsockel, der den Sarkophag Christi andeutet.

Architektur des Heiligen Grab in Görlitz

Heiliges Grab in Goerlitz architektur
Heiliges Grab Görlitz © Foto: Maximilian Nüstedt

Im Vergleich zu anderen Nachbildungen des Heiligen Grabs von Jerusalem überzeugt die Anlage in Görlitz mit seiner symbolhaften Einbindung in die Landschaft. Sie zeigt zahlreiche Merkmale der Umgebung Jerusalems und bildet ein religiöses Gesamtkunstwerk. So stellen die Anhöhen im Norden der Kapelle den Ölberg und den Garten Gethsemane dar. Zu diesem gehören auch die Jüngerwiese und die Gebetsstätte. Zwischen dem Heiligen Grab und dem Ölberg fließt ein kleiner Bach, der das Tal des Kidron symbolisiert. Die Straßen von Görlitz, die von der Peterskirche bis zum Heiligen Grab führen, bilden den Kreuzweg, zu dem verschiedene Stationen der Rast und Andacht gehören.

Kontakt

Heilige-Grab-Straße 79
02826 Görlitz
Telefon: +49 3581 315864
Fax: +49 3581 315865
E-Mail: buero@EvKulturstiftungGR.de

 

 

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