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Heiliges Grab in Görlitz – Führungen und Öffnungszeiten

Das Görlitzer Jerusalem

Das Heilige Grab von Görlitz gehört zu einem beeindruckenden Ensemble der Kirche Sankt Peter und Paul. Wir haben es mit einem Zeitzeugen aus der Zeit des Kreuzweges zu tun und zugleich mit einem der erstaunlichsten Zeugnisse spätmittelalterlicher Frömmigkeit und Architektur. Diese Sehenswürdigkeit ist auf europäischer Ebene von hohem Rang und jedes Jahr Anlaufpunkt für zahlreiche Gäste. Darum bewegt sich eine gesamte Anlage, die das Heilige Grab huldigt, das sich aus einer Doppelkapelle zum Heiligen Kreuz, einer Grabkapelle und dem Salbhaus zusammensetzt.

Das Heilige Grab in Görlitz

Das Heilige Grab in Görlitz . Frank Vincentz [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)]

Öffentliche Führungen und Öffnungszeiten am Friedhof

Täglich finden direkt am Heiligen Grab öffentliche Führungen von 10:00 Uhr bis 15:00 Uhr statt. Zudem habt ihr die Möglichkeit, eine Führung individuell zu vereinbaren. Die Öffnungszeiten unterscheiden die Sommer- von der Wintersaison. So öffnen die Grabanlagen im März bis September jeden Tag von 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr und von Oktober bis März täglich von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr. Ein echter Geheimtipp sind die thematischen Führungen auf dem Nikolaifriedhof hin zu den geheimen Plätzen.

Zusätzliche Informationen lassen sich auf der Webseite der Heiligen Grabanlage nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf Französisch, Englisch und Polnisch abrufen. Andere Sprachen für die geführten Besichtigungen solltet ihr direkt anfragen.

Heiliges Grab Görlitz Die Gesamtanlage um 1700
Michael und Jacob Zipper – VD 17 3:632977M
Eigendlicher Abris des heiligen Grabes zu Görlitz

Wo finden sich die Anfänge der Grabanlagen?

Die Anlage ist als eine Nachbildung der großen Grabeskirche von Jerusalem zu verstehen. Diese Orte erinnern an die Auferstehung, das Sterben und Leiden Jesu Christi. Nach diesem Vorbild hat man die gesamte Anlage zusammengestellt. Diesen beeindruckenden Zeitzeugen haben wir dem Görlitzer Bürgermeister Georg Emmerich zu verdanken. Er kehrte 1465 von einer Pilgerreise zurück und legte den Grundstein für das heutige Heilige Grab. Darauf aufbauend erfolgte der Bau der Kapellen von 1481-1504.

Welche Denkmäler gehören zum Heiligen Grab von Görlitz?

In Görlitz gehört der Nikolaifriedhof zu dem ältesten Friedhof der Stadt. Seine Geschichte reicht bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. Hier sind über 600 zum großen Teil barocke Grabmale und Anlagen vereint. Hinzu kommen 16 Grufthäuser, die in einer ungewöhnlich guten Qualität erhalten geblieben sind. Wer sich auf den Weg unter die alten Bäume macht, kann so manche Gräber von berühmten Persönlichkeiten entdecken.

Einer der bekanntesten Vertreter ist der Theosoph Jacob Böhme. Ein weiterer Bereich gehört dem Pestfriedhof, der wohl zu den beliebtesten Zeitzeugen der Görlitzer Geschichte gehört. Wer einen schaurig schönen Blick in die Geschichte von Görlitz erhaschen möchte, sollte das Heilige Grab unbedingt besuchen.

Die Anlage vom Heiligen Grab in Görlitz

Die gesamte Anlage geht auf die Sehnsucht der damaligen Christen im Mittelalter zurück, sich dem Ort der Kreuzigung und Auferstehung Jesu Christi nahe zu fühlen. Wer es nur irgendwie ermöglichen konnte, machte sich auf den Weg nach Jerusalem in das Heilige Land. Die weltweiten Nachbildungen vom Heiligen Grab wollten die zentrale Geschichte und den christlichen Glauben nach Hause holen.

So finden wir heute in Görlitz eine beeindruckende Anlage aus dem Spätmittelalter. Sie gehört zu einem Garten, der zum Teil unter freiem Himmel angelegt wurde und zur damaligen Zeit als Andacht und Pilgerstätte diente.

Hier die einzelnen Bestandteile der Heilig-Grab-Anlage in der Übersicht:

  • Doppelkapelle zum Heiligen Kreuz
  • Grabkapelle-Nachbildung der großen Grabeskirche von Jerusalem
  • Salbhaus

Diese Anlage schließt eine der größten gotischen Hallenkirchen von Sachsen ab. Das gesamte Ensemble besteht also aus der Kirche, dem Heiligen Grab und dem Kreuzweg, der wie das Original 1.000 Schritte zählt. Vorträge und öffentliche Führungen finden am Karfreitag anlässlich der klösterlichen Auferstehungsfeier statt.

Jahreshöhepunkt: Wallfahrtsort und Touristenattraktion

Jedes Jahr zu Karfreitag findet eine große Veranstaltung in der Anlage statt. Ausgangspunkt ist der heutige Kreuzweg über die Leidensstationen Christi mit der anschließenden Auferstehungsfeier. Diese Veranstaltung hat sich auch im touristischen Sektor herumgesprochen, sodass sehr viele Besucher an diesen Ort pilgern. Von der Krypta der Peterskirche geht es auf dem Kreuzweg hin zu den biblischen Stationen der Jesus Bäckerei, zum Gebetsplatz Jesu auf die Jüngerwiese und zum Garten Gethsemane.

Ausgehend von einer Satzung aus dem Jahr 1987 widmet sich ein Förderverein der Denkmalpflege und unterstützt bei der Unterhaltung, Restauration und Sicherung der historischen Gebäude rund um das Heilige Grab in Görlitz. So können auch die Besucher der nächsten Generationen diesen Zeitzeugen bestaunen und eine Reise zurück in die Geschichte des Christentums und des Glaubens der Christen unternehmen.

Eintrittspreise – Heiliges Grab in Görlitz

Möchtet ihr das Heilige Grab ohne Führung besichtigen, zahlt ihr einen Eintrittspreis von drei Euro. Hinzu kommen weitere zwei Euro Eintritt für die Nikolaikirche. Mit einer Führung kostet der Eintritt zum Heiligen Grab fünf Euro. Die Kombikarte zur Nikolaikirche und zum Heiligen Grab kostet zusammen 4,50 Euro. Es lohnt sich, eine der Führungen über die gesamte Anlage zu buchen. Im Rahmen einer Führung zahlt ihr für die Kombikarte sechs Euro. Auf die Kartenpreise ergeben sich Vergünstigungen von jeweils einem Euro für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren, für Grundwehrdienstleistende und für ALG II Empfänger.

Öffnungszeiten – Heiliges Grab in Görlitz

Öffentliche Führungen
täglich 10 Uhr und 15 Uhr
sowie nach Vereinbarung

Öffnungszeiten
März bis September:
täglich 9 Uhr bis 17 Uhr
Oktober bis März:
täglich 9 Uhr bis 16 Uhr

Kontakt

Heilige-Grab-Straße 79
02826 Görlitz
Telefon: +49 3581 315864
Fax: +49 3581 315865
E-Mail: buero@EvKulturstiftungGR.de

 

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