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Dörfer in Ostsachsen

So schön ist Königshain – Sehenswürdigkeiten & Ausflugsziele

Königshain verbindet ein lebendiges Dorfleben mit einigen der bekanntesten Ausflugsziele im Görlitzer Umland. Die Gemeinde liegt rund neun Kilometer von Görlitz entfernt, eingebettet zwischen Feldern und den bewaldeten Königshainer Bergen. Historische Schlossanlagen, ehemalige Granitsteinbrüche, Wanderwege und Aussichtspunkte machen den Ort zu einem abwechslungsreichen Ziel für einen Tagesausflug in der Oberlausitz.

Königshain gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Reichenbach/O.L. und ist ein sogenanntes Waldhufendorf mit vielen gut erhaltenen Vierseithöfen. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Königshain zählen das Barockschloss, das Renaissanceschloss, der mittelalterliche Steinstock und das Granitabbaumuseum. In den angrenzenden Königshainer Bergen kannst du wandern, alte Steinbrüche entdecken, den Hochstein besteigen oder in der Hochsteinbaude einkehren. Wir zeigen dir, was das Dorf und seine Umgebung zu bieten haben.

Königshain
Blick über Königshain nach Görlitz. Foto: M.Förster

Sehenswert in Königshain

Für einen ersten Besuch kannst du die Sehenswürdigkeiten im Dorf mit einem Ausflug in die Königshainer Berge verbinden. Die Schlossanlage vermittelt einen Eindruck von der langen Geschichte des Ortes, während die Steinbrüche und das Granitabbaumuseum an die frühere Bedeutung des Granitabbaus erinnern. Naturfreunde finden rund um Hochstein, Totenstein und Kuckuckstein mehrere Ziele, die sich in unterschiedliche Wanderrouten einbauen lassen.

Königshain ist dabei kein klassischer touristischer Ort mit einer kompakten Fußgängerzone. Die Ausflugsziele verteilen sich auf das Dorf, die Schlossanlage und das umliegende Berggebiet. Für eine sinnvolle Tour solltest du deshalb vorher entscheiden, ob du dich auf die historischen Sehenswürdigkeiten konzentrieren oder mehr Zeit für eine Wanderung einplanen möchtest.

Königshain heute

Königshain gehört heute zu den gut entwickelten ländlichen Gemeinden im Landkreis Görlitz. Das Dorf ist nicht nur ein beliebtes Ausflugsziel in der Oberlausitz. Auch die hier lebenden Familien finden mit Kinderkrippe, Kindergarten und einem aktiven Sportverein wichtige Angebote direkt vor Ort. Eine Busverbindung schafft den Anschluss an die nahe gelegenen Schulen und an die Stadt Görlitz.

Königshain
Königshain Blick auf den Steinberg Foto: Mario Förster

Die Nähe zu Görlitz macht Königshain auch für Eigenheimsuchende interessant, die in einem ländlichen Umfeld wohnen möchten. Vereine sorgen dafür, dass Kinder, Jugendliche und Erwachsene in das Dorfleben eingebunden werden. Freiwillige Feuerwehr, Bürgertisch, Heimatverein und Sportverein tragen dazu bei, dass gemeinsame Veranstaltungen und Aktivitäten im Ort erhalten bleiben.

Die Gaststätte „Zum Firstenstein“ und die Feinbäckerei Melzer mit dem Team rund um Heike Eichler versorgen nicht nur die Einwohner, sondern ziehen auch Gäste aus der Region an. Die nahen Königshainer Berge locken Wanderer, Naturfreunde und Familien an. Wer nach einer Tour einkehren möchte, findet mit dem Berggasthof Hochsteinbaude ein Ziel direkt im Berggebiet.

Der Charakter des Waldhufendorfes ist bis heute gut erkennbar. Entlang der lang gestreckten Ortslage stehen zahlreiche Höfe und Wohnhäuser, während sich die Landschaft unmittelbar hinter dem Dorf öffnet. Dadurch liegen Alltag, Landwirtschaft und Natur in Königshain dicht beieinander. Von mehreren Stellen reicht der Blick über die Felder bis nach Görlitz und zur Landeskrone.

Foto Eindrücke von Königshain

Eindrücke aus Königshain: Die Königshainer Kirche mit der Landeskrone im Hintergrund und das Denkmal am Steinberg in Königshain an einem Wiesenweg unterhalb des Steinberges an der Betonstraße. Die Bilder zeigen, wie eng das Dorf mit der offenen Landschaft und den umliegenden Höhenzügen verbunden ist. Fotos: Mario Förster

Zur Entstehungsgeschichte des Dorfes Königshain

Im Jahr 1298 fand der Ort erstmals Erwähnung. In dieser Zeit errichtete die Ehefrau eines böhmischen Königs in den Wäldern des Dorfes ein Jagdquartier. Von diesem Quartier leitet sich Vermutungen zufolge der Name des Ortes ab. Im Jahr 1429 zerstörten die Hussiten während des Krieges das Dorf Königshain.

Die weitere Entwicklung des Ortes ist eng mit den Rittergütern, den Schlossanlagen und später mit dem Abbau des Königshainer Granits verbunden. Noch heute lassen sich diese unterschiedlichen Abschnitte der Dorfgeschichte an mehreren Orten nachvollziehen. Besonders deutlich wird das in der Schlossanlage, in der mittelalterliche, renaissancezeitliche und barocke Gebäude dicht beieinanderstehen.

Gemeinde Koenigshain Oberlausitz
Gemeinde Königshain in der Oberlausitz Foto: Mario Förster

Der Steinstock in Königshain – das älteste historische Gebäude der Oberlausitz

Der Steinstock gilt als das älteste erhaltene profane Bauwerk in der gesamten Oberlausitz. Er steht in der Schlossanlage des Barockschlosses und wurde aufwendig restauriert. Das Mauerwerk des Baus stammt aus dem 13. und 14. Jahrhundert. Der Geschichte zufolge war der Wohnturm im Mittelalter von einem Wassergraben umgeben. Zur damaligen Zeit diente er als Rittersitz. Möglicherweise befand sich auf dem Sockelgeschoss ein Obergeschoss, ähnlich wie bei Weiherhäusern.

Im Vergleich zu den repräsentativen Schlossgebäuden wirkt der Steinstock eher zurückhaltend. Gerade dadurch wird sichtbar, wie stark sich Bauweise und Nutzung der Anlage im Verlauf der Jahrhunderte verändert haben. Wer das Barockschloss Königshain besucht, sollte deshalb auch dieses deutlich ältere Bauwerk in den Rundgang einbeziehen.

Steinstock Koenigshain
Steinstock Königshain in der Schlossanlage, das älteste Gebäude (Profanbau) der Oberlausitz Foto: Mario Förster

Das Barockschloss Königshain

Der Naturforscher Carl Adolph Gottlob von Schachmann ließ zwischen 1764 und 1766 in der Nähe des Königshainer Renaissanceschlosses ein Barockschloss im französischen Stil errichten. Nach dem Tod des Forschers ging der gesamte Besitz an Carl Heinrich von Heynitz, einen Neffen von Schachmann, über. Die Familie blieb bis 1945 im Besitz des Gutes. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges diente das Schloss Königshain als Hauptverbandplatz. Bis heute erinnern zwei Friedhöfe im Schlosspark an diese Zeit.

Barockschloss Koenigshain Parkseite
Schloss Königshain, Foto: Mario Förster

Heute wird das Schloss kulturell genutzt. Es finden Trauungen, wechselnde Ausstellungen und Musikveranstaltungen statt. Auch die Schlossanlage dient als Schauplatz für unterschiedliche Veranstaltungen. Wiederkehrende Antikmärkte, Sagenspiele und weitere Feste des Dorfes werden im alten Schlosspark veranstaltet.

Zur Anlage gehören mehrere Gebäude und Parkbereiche, sodass sich ein Rundgang auch außerhalb einer Veranstaltung lohnt. Das Barockschloss bildet den repräsentativen Mittelpunkt. Zusammen mit dem Renaissanceschloss und dem Steinstock vermittelt das Ensemble einen ungewöhnlich kompakten Überblick über verschiedene Epochen der Königshainer Ortsgeschichte.

Barockschloss Koenigshain
Barockschloss Königshain, Foto: Mario Förster
Barockschloss Königshain
Barockschloss Königshain Foto: Paul Glaser

Renaissanceschloss Königshain – das alte Wasserschloss

Im Jahr 1504 kaufte der Kaufmann Hans Frenzel das Rittergut Königshain. Frenzels Sohn ließ daraufhin das bekannte Wasserschloss im Renaissancestil errichten, das sogenannte Königshainer Renaissanceschloss. Im Jahr 1600 ging es an Ernst Moritz von Schachmann über. Ein Blitzschlag zerstörte den Bau 1668. Schachmann ließ das Schloss nach der Zerstörung erneut aufbauen. Heute ist es ungenutzt, aber teilweise restauriert.

Das Renaissanceschloss bildet einen deutlichen Kontrast zum später errichteten Barockschloss. Seine Geschichte als Wasserschloss erinnert an die frühere Funktion der Anlage als befestigter Herrensitz. Zusammen mit dem Steinstock gehört es zu den wichtigsten historischen Sehenswürdigkeiten in Königshain.

Renaissanceschloss Koenigshain Ansicht
Renaissanceschloss Königshain, Foto: Mario Förster

Königshainer Berge

Die Königshainer Berge sind ein Landschaftsschutzgebiet, das unmittelbar an die Gemeinde Königshain angrenzt. Das bewaldete Granitgebiet ist in der Region als Ausflugsziel beliebt. Zu den bekanntesten Bereichen gehören der Hochstein und die Kämpfenberge, die umgangssprachlich auch Kämpferberge genannt werden. Wander- und Naturfreunde sowie Familien können hier Wälder, Felsen und ehemalige Steinbrüche erkunden. → Wandern in den Königshainer Bergen

Die Königshainer Berge eignen sich sowohl für kürzere Spaziergänge als auch für längere Wanderungen. Viele Ziele lassen sich miteinander verbinden, darunter der Hochstein, der Aussichtsturm, die Hochsteinbaude und verschiedene Granitfelsen. Wer mit Kindern unterwegs ist, sollte die Strecke so wählen, dass genügend Zeit für Pausen und das Erkunden der Felsformationen bleibt.

Koenigshain Oberdorf Bild
Königshain zwischen den Königshainer Bergen

Steinbrüche Königshain

Im 19. und 20. Jahrhundert gehörten die Granitsteinbrüche in den Königshainer Bergen zu den wesentlichen Erwerbszweigen der Region. Durch den Bahnanschluss im Jahr 1905 konnte der abgebaute Stein besser abtransportiert werden. Im Jahr 1975 schloss der letzte Steinbruch. 1994 fuhr der letzte Zug entlang der Königshainer Berge.

Die stillgelegten Brüche prägen das Landschaftsbild bis heute. Wo früher Granit gewonnen und bearbeitet wurde, befinden sich inzwischen besondere Naturbereiche mit steilen Felswänden, Wasserflächen und Spuren des früheren Abbaus. Die Steinbrüche sind deshalb nicht nur landschaftlich interessant, sondern auch ein wichtiger Teil der Industriegeschichte Königshains.

Steinbruch Berge
Firstensteinbruch Königshainer Berge

Der Hochstein

Der Hochstein in den Königshainer Bergen befindet sich von Königshain aus gesehen im Nordwesten. Er ragt 406 Meter in die Höhe und ist der zweithöchste Berg in den Königshainer Bergen. Nur fünf Meter höher ist der Ahlberg in den Kämpfenbergen, die umgangssprachlich als Kämpferberge bezeichnet werden.

Hochstein koenigshainer berge
Granit, Hochstein Königshainer Berge

Nahe dem Gipfel befinden sich ein Berggasthof, vom Steinbruchbetrieb verschont gebliebene Felstürme und ein Aussichtsturm. Die Felstürme bestehen aus oberkarbonischem Königshain-Granit. Der Aussichtsturm weist eine Höhe von 22 Metern auf. Es handelt sich um eine Stahlkonstruktion mit einer runden Aussichtsplattform.

Der Hochstein ist ein geeignetes Ziel für Besucher, die eine Wanderung mit einer Aussicht und einer Einkehr verbinden möchten. Von der Plattform des Turmes reicht der Blick über die Königshainer Berge und in die umliegende Oberlausitz. Bei der Tourenplanung solltest du berücksichtigen, dass der Weg zur Hochsteinbaude und zum Aussichtsturm nur zu Fuß zurückgelegt werden kann.

Aussichtsturm Hochsteinbaude Koenigshainer Berge
Aussichtsturm Königshainer Berge

Besucher haben die Möglichkeit, den Berg über Wanderwege oder über eine Fahrstraße zu erreichen. Für den öffentlichen Verkehr ist die Straße nicht zugänglich. Direkt über den Hochstein führen der Jakobsweg im Abschnitt Görlitz–Weißenberg–Bautzen und der europäische Fernwanderweg E10 im Abschnitt Niesky–Löbau.

Der Kuckuckstein

Beim Kuckuckstein handelt es sich um einen Felsen in den Königshainer Bergen. Dieser befindet sich 300 Meter nördlich vom Hochstein auf einer Höhe von 340 Metern. Die Form des Felsens ähnelt einem Vogelkopf. Manche Menschen erkennen darin einen Adler. Durch ein Sichtloch lässt sich während der Wintersonnenwende die Mittagssonne beobachten. Im Jahr 1828 vermutete Karl Benjamin Preusker, es handele sich um einen heidnischen Opferaltar für einen Sonnenkult. Die Universitätssternwarte Leipzig untersuchte den Felsen 1937 als mögliches Sonnenheiligtum.

Der Kuckuckstein gehört zu den ungewöhnlicheren Natursehenswürdigkeiten rund um Königshain. Seine auffällige Form und das Sichtloch haben über lange Zeit unterschiedliche Deutungen hervorgerufen. Bei einer Wanderung zum Hochstein lässt sich der Felsen als weiteres Ziel in die Route aufnehmen.

Das Granitabbaumuseum

Im Granitabbaumuseum erfahren Besucher mehr über den Arbeitsalltag der Menschen in den Steinbrüchen. Von April bis Oktober ist das Granitabbaumuseum in Königshain geöffnet. Neben dem Arbeitsalltag lässt sich der Weg eines Granitsteins vom Bruch bis zum fertigen Pflasterstein nachvollziehen. Ein zweiter Teil der Ausstellung informiert über die Geologie der Königshainer Berge und über die Besonderheiten der dort vorkommenden Granitsteine.

Granitabbaumuseum Ausstellung
Granitabbaumuseum Königshainer Berge

Im Außenbereich befinden sich drei Steinmetzbuden, in denen die schwere Arbeit der Pflastersteinschläger nachvollziehbar dargestellt wird. In einem Nebengebäude stehen Maschinen, die bei der Steinbearbeitung eingesetzt wurden. Ein besonderes Ausstellungsstück ist der Luftverdichter im Kompressorenhaus.

Der Museumsbesuch ergänzt eine Wanderung durch die früheren Abbaugebiete sinnvoll. Während in den Steinbrüchen vor allem die veränderte Landschaft auffällt, erklärt die Ausstellung die Arbeitsabläufe und technischen Voraussetzungen hinter dem Granitabbau. Dadurch wird verständlich, welchen Einfluss dieser Wirtschaftszweig auf Königshain und die gesamte Region hatte.

Granitabbaumuseum
Granitabbaumuseum Königshainer Berge

Was gibt es Besonderes in Königshain

Die drei Adressen bieten unterschiedliche Möglichkeiten für eine Pause oder Übernachtung. Während die Hochsteinbaude vor allem zu einer Wanderung in den Königshainer Bergen passt, liegen die Feinbäckerei und das Hotel direkt im Ort. So lässt sich ein Besuch je nach Route und verfügbarer Zeit flexibel planen.

Was gibt es für Familien & Kinder in Königshain

  • Kindertageskrippe und Kindergarten
  • SV Königshain, Sportverein
  • Priviligierter Schützenverein
  • Freiwillige Feuerwehr
  • Bürgertisch zum Mitmachen
  • Heimatverein

Für Familien ist Königshain nicht nur als Wohnort, sondern auch als Ausflugsziel interessant. Schlosspark, Wanderwege, Felsen und das Granitabbaumuseum bieten verschiedene Möglichkeiten, Natur und Geschichte miteinander zu verbinden. Bei einer Tour mit kleineren Kindern solltest du genügend Zeit einplanen und die Länge der Wanderung an deren Kondition anpassen.

Die Sehenswürdigkeiten in Königshain auf einen Blick

  • Steinbrüche
  • Steinstock (ältester Profanbau der Oberlausitz)
  • Barockschloss Königshain
  • Wasserschloss, Renaissance-Schloss
  • Dorfkirche mit Parkanlage
  • gut erhaltene Vierseithöfe
  • Königshainer Berge
  • Granitabbaumuseum mit Natur- und Steinbruch-Lehrpfad
  • Hochstein mit einem über 22 Meter hohem Aussichtsturm
  • Kuckuckstein, mit Sichtloch zur Wintersonnenwende

Für einen kompakten Ausflug bieten sich zunächst die Schlossanlage und das Dorfzentrum an. Mit mehr Zeit kannst du anschließend in die Königshainer Berge fahren und dort eine Wanderung zum Hochstein, zu den Steinbrüchen oder zum Granitabbaumuseum unternehmen. So lernst du sowohl die historische als auch die landschaftliche Seite Königshains kennen.

Urlaub im Königshainer Windmühlenhof

Direkt am Fuße der Königshainer Berge lädt der Königshainer Windmühlenhof mit seinen besonderen Ferienwohnungen ein. Die Lage eignet sich als Ausgangspunkt für Wanderungen und Ausflüge nach Königshain, Görlitz und in die umliegende Oberlausitz. Hier erfährst du mehr zum Königshainer Windmühlenhof

Urlaub im Windmühlenturm, Königshain Windmühlenhof
Urlaub im Windmühlenturm, Königshain Windmühlenhof

Kontakt Gemeinde Königshain:

Dorfstraße 82
02829 Königshain
Telefon: 035826 / 60289
Fax: 035826 / 60201

Blick über Königshain
Blick über Königshain, Sportplatz über Schlauroth zur Landeskrone und Stadt Görlitz

Anfahrt & Parken in Königshain

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