Die Bastei im Nationalpark Sächsische Schweiz gehört zu den bekannten und gut erschlossenen Felsformationen Deutschlands. Zu den beliebten Aussichtspunkten, die du bei einer Wanderung entdeckst, zählt die Basteiaussicht. Die 2023 komplett erneuerte Plattform ermöglicht dir einen Panoramablick auf die Elbe und die umgebende Gesteinslandschaft.
Die faszinierende Basteiaussicht in der Sächsischen Schweiz
Aufgrund der langen und teuren Sanierungsarbeiten – insgesamt kosteten diese rund drei Millionen Euro – erstrahlt die Basteiaussicht seit Februar 2023 in neuem Glanz. Die beliebte Aussichtsplattform, die jährlich tausende Besucher anzieht, bietet ein sicheres Erlebnis.
Vom Ende der Plattform aus genießt du einen weiten Ausblick in die Sächsische Schweiz. Neben dem malerischen Elbtal schließt der Rundumblick folgende Höhepunkte ein:
- den beliebten Urlaubsort Wehlen
- den Rauenstein
- den Königsstein
- den Lilienstein
Ebenso beeindruckt der Blick auf die umgebende Felsenwelt und die Felsenburg Neurathen. Bei klarem Wetter sehen Besucher zudem bis weit in die Hintere Sächsische Schweiz.
Wissenswertes zur Basteiaussicht
Bei der Basteiaussicht handelt es sich um eine mehr als 20 Meter lange Aussichtsplattform auf einer Felsnadel inmitten von Sandsteinfelsen. Im Jahr 2016 schloss der „Balkon Sachsens“ für den Besucherverkehr. Bis 2023 folgten Sanierungsarbeiten am Felsgestein sowie ein Neubau der Aussichtskonstruktion.
Die „neue“ Basteiaussicht bezeichnet einen 40 Kubikmeter Spannbogen, in dem zwölf Tonnen Beton- und Spannstahl verarbeitet sind. Insgesamt nimmt die Plattform nun eine Länge von 21 Metern und eine Breite von 3,30 Metern ein. Insgesamt 140 Menschen finden gleichzeitig auf der Fläche Platz.
Die beste Zeit für einen Besuch der Bastei-Aussicht
Im Jahr besuchen laut der Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz mehr als eine Million Gäste die Bastei. Auch auf der Basteibrücke und der Basteiaussicht herrschen daher oft reger Betrieb. Hauptsächlich an den Wochenenden und in der Feriensaison zieht es wanderlustige Besucher aller Altersstufen in die Felsenlandschaft.
Um dem Massentourismus und dem damit einhergehenden Trubel zu entgehen, empfehlen sich für deinen Besuch der Basteiaussicht folgende Tipps:
- Plane deinen Aufstieg außerhalb der Ferien an einem Werktag.
- Nutze bevorzugt Montag bis Donnerstag für den Besuch der Basteiaussicht.
- Meide den frühen Vormittag sowie den frühen Nachmittag.
Eine gute Idee besteht darin, die Basteiaussicht am frühen Morgen oder am späten Nachmittag zu besuchen. Genießer schauen sich auf der Plattform den Sonnenauf- oder -untergang an.
Tipps für die Anfahrt und den Aufstieg
Für einen Besuch der Basteiaussicht fährst du mit dem Auto zum Parkplatz Oberrathen, der direkt an der Elbfähre liegt. Die Fahrt ab Dresden dauert über die Autobahn A17 rund eine Stunde.
Auf dem Parkplatz stehen öffentliche Toiletten, für die du allerdings Kleingeld brauchst. Um die Elbe zu überqueren und nach Niederrathen zu gelangen, nutzt du die motorlose Gierseilfähre.
Die Fährtarife können sich ändern. Aktuelle Preise veröffentlicht die Gemeinde Kurort Rathen.
Beliebte Wanderungen zur Basteiaussicht
Der Weg von Niederrathen zu den Schwedenlöchern
Legt die Fähre in Niederrathen an, folgst du der Straße am Grünbach, die direkt in das verkehrsberuhigte Herz des Urlaubsorts führt. Gehst du die „Hauptstraße“ entlang, siehst du nach kurzer Zeit auf der linken Seite eine Abbiegung zum Amselgrund.
Der Weg erstreckt sich vorbei an der Theaterkasse der Felsenbühne Rathen bis zum Amselsee. Am oberen Ende des kleinen Gewässers befindet sich eine Weggabelung. Hier biegst du nach links ab. Du läufst dabei neben dem Amselgrundbach durch einen lichten Wald.
Nach rund 500 Metern gelangst du zu den Schwedenlöchern, die sich links des Weges erstrecken. Die beliebte Sehenswürdigkeit bezeichnet eine enge Schlucht, die sich zwischen dem Amselgrund und dem Basteifelsen durch die Landschaft zieht.
Rund 700 Treppenstufen führen durch diese Art Klamm. Zeitweise sind die Durchgänge allerdings schmal und steil. Das erschwert bei Feuchtigkeit den Aufstieg.
TIPP: Um beim Aufstieg zur Basteiaussicht ein Sicherheitsrisiko zu vermeiden, empfiehlt sich festes und geschlossenes Schuhwerk.
Von den Schwedenlöchern zur Basteiaussicht
Die Treppe durch die Schlucht bringt dich bis zum Gansweg, der seinen Namen den beiden Felsformationen Kleine und Große Gans verdankt. Folgst du dem Weg, erreichst du innerhalb kurzer Zeit den Basteiweg. Dabei kommst du an einem großen Wanderparkplatz mit mehreren spannenden Aussichtspunkten vorbei.
Passierst du das Panorama-Restaurant, führt eine kurze Strecke bis zum berühmten Basteifelsen und der Basteiaussicht. In der Nähe befindet sich ebenfalls die rund 77 Meter lange Basteibrücke, die einen Panoramablick über die Landschaft ermöglicht.
Erreichst du die Basteiaussicht und gehst bis zum Ende der Plattform, erwartet dich ein faszinierendes Fotomotiv. Du schaust 200 Meter ins Elbtal hinunter. Der anschließende Abstieg über den Basteiweg und die Schwedenlöcher fühlt sich kürzer und weniger anstrengend an als der Aufstieg.
Hinweise für Wanderer
Planst du eine Wanderung auf die Basteiaussicht, solltest du dir im Vorfeld die folgenden Eckdaten ansehen:
- Zeit: Die Bastei sowie die Basteibrücke und die Basteiaussicht sind ganzjährig geöffnet. Bei starkem Schneefall und Glätte ist jedoch aus Sicherheitsgründen von einem Aufstieg abzuraten.
- Dauer: Wie lange du für den Aufstieg auf die Basteiaussicht brauchst, hängt von dem gewählten Wanderweg ab. Startest du in Oberrathen, nimmt der über die beliebte Aussichtsplattform führende Rundweg rund fünf Kilometer und zweieinhalb Stunden in Anspruch.
- Kosten: Für einen Besuch der Basteiaussicht zahlst du keinen Eintritt.
Eignet sich die Basteiaussicht für Rollstuhlfahrer?
Den Weg hinauf auf die Basteiaussicht zeichnen zum Teil steile Steigungen und Stufen aus. Daher kommt er nicht für Rollstuhlfahrer sowie Familien mit Kinderwagen infrage.
Allerdings erlaubt das direkt an der Basteiaussicht gelegene Berghotel Menschen mit Gehbehinderung die Auffahrt bis zur Unterkunft.
Fotos: Mario Förster, bigstockphoto.com: Ambasador381

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