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Kunst, Kultur & Events

591. Dresdner Striezelmarkt – Tradition, Handwerk und Adventszauber auf dem Altmarkt

Dresden Weihnachtsmarkt
Copyright: Masson - bigstockphoto.com

Der Dresdner Striezelmarkt gehört zu den traditionsreichsten Weihnachtsmärkten Europas. Seit 1434 zieht er Besucherinnen und Besucher aus aller Welt an – und auch 2025 verwandelt sich der Altmarkt wieder in eine stimmungsvolle Weihnachtslandschaft voller Licht, regionalem Handwerk und typischen Düften, die tief in der sächsischen Adventskultur verwurzelt sind.

Eröffnung des Striezelmarktes 2025

Der 591. Dresdner Striezelmarkt eröffnet am Mittwoch, 26. November 2025, mit einem feierlichen Programm:

  • 15:00 Uhr – Ökumenischer Gottesdienst in der Kreuzkirche
  • 15:45 Uhr – Auszug zur Striezelmarktbühne
  • 16:00 Uhr – Eröffnungszeremonie mit Oberbürgermeister Dirk Hilbert, Einschalten der Lichter und Anschnitt eines 2025 Millimeter langen Striezels
  • 16:30 Uhr – Offizieller Verkaufsstart der Händler

Damit beginnt eine Weihnachtszeit, die in Dresden seit Jahrhunderten auf ganz eigene Weise gefeiert wird.

Öffnungszeiten des Striezelmarkt

  • November (Eröffnung): 16–21 Uhr
  • November bis 23. Dezember: täglich 10–21 Uhr
  • Dezember: 10–14 Uhr

Veranstaltungsort

Der Dresdner Striezelmarkt findet 2025 wie gewohnt auf dem Altmarkt statt. Der zentral gelegene Platz in der historischen Innenstadt liegt direkt an der Wilsdruffer Straße und gegenüber dem Kulturpalast. Damit ist der Markt aus allen Richtungen gut erreichbar und ideal in die Dresdner Innenstadt angebunden.

Programm & Höhepunkte 2025

Der Striezelmarkt bietet eine Fülle an Angeboten für Familien, Kulturinteressierte und Liebhaber regionaler Handwerkskunst. Viele Elemente sind über Jahrzehnte gewachsen und gehören fest zur Dresdner Adventszeit.

1. Adventswochenende

29.11. – Dresdner Adventskalenderfest

30.11. – Tag der Kreuzkirche

2. Adventswochenende

06.12. – 30. Dresdner Stollenfest

07.12. – Dresdner Pfefferkuchenfest

3. Adventswochenende

13.12. – Pyramidenfest

14.12. – Tag des weihnachtlichen Handwerks

4. Adventswochenende

20.12. – Große Bergparade

21.12. – Weihnachtsfest der Chöre

24. Dezember – Heiligabend auf dem Striezelmarkt

Besondere Erlebnisse auf dem Striezelmarkt

Kinderwelten & Familienangebote

Ein Highlight für die kleinsten Besucher ist die Kindererlebniswelt. Täglich öffnet der Weihnachtsmann eine Tür des Adventskalenders. Das Programm umfasst:

  • Märchenhaus und Wichtelkino
  • Weihnachtsbäckerei
  • Puppentheater am Adventskalender
  • Bastelwerkstätten wie dem Pflaumentoffelhaus

Schauwerkstätten & traditionelles Handwerk

Die zahlreichen weihnachtlichen Schauwerkstätten laden ein, Stollenbäckern- oder anderen Handwerksmeistern bei der Arbeit zuzuschauen. Auf dem Striezelmarkt finden Besucher ein großes Angebot an traditioneller Volkskunst:

  • Erzgebirgische Schnitzkunst
  • Plauener Spitze
  • Keramik aus Schlesien
  • Lausitzer Blaudruck
  • Thüringer Baumschmuck
  • Dresdner Stollenbäckerei

Kulinarische Klassiker

Am schönsten sind die zahlreichen Gerüche. Hier weht der Duft von Glühwein, weihnachtlichem Gebäck und Rostbratwurst durch die Gassen. Ein beliebtes Andenken sind die Glühweintassen oder die leckeren Pfefferkuchen aus Pulsnitz. Die zahlreichen Buden locken mit rot-glasierten Äpfeln, Kräppelchen und original „Dresdner Christstollen“. Letzterer verlieh dem berühmten Dresdner Weihnachtsmarkt seinen Namen. Das Wort „Striezel“ stammt aus dem Mittelhochdeutschen und bezeichnet ein längliches, geflochtenes Hefegebäck. Es erinnert an das in eine Windel gewickelte Christuskind aus der Weihnachtsgeschichte. Der Striezelmarkt duftet nach:

  • Glühwein
  • Gebrannten Mandeln
  • Kräppelchen
  • Rostbratwurst
  • Pulsnitzer Pfefferkuchen
  • Original Dresdner Christstollen

Ein echtes Kultobjekt ist der Pflaumentoffel, eine Figur aus Trockenpflaumen, die als Glücksbringer gilt und seit Jahrhunderten das Marktbild prägt.

Die Große Bergparade – Höhepunkt am 20. Dezember 2025

Die Große Bergparade kehrt 2025 nach Dresden zurück und zählt zu den wichtigsten Traditionen der sächsischen Adventszeit.

Über 500 Trachtenträger und Bergmusiker aus nahezu allen sächsischen Bergbauregionen sowie aus dem tschechischen Měděnec ziehen ab 16 Uhr durch die historische Altstadt.

Das Abschlusszeremoniell findet auf dem Vorplatz des Kulturpalastes statt – ein beeindruckendes Erlebnis für Gäste aus nah und fern.

Newcomerhütte 2025 – wechselnde regionale Kreative

In der beliebten Newcomerhütte präsentieren sich jede Woche neue Kreative und junge Manufakturen:

  • 26.11.–02.12.: Dresdner Schokoladenmädchen | ART-ICALS
  • 03.–09.12.: „Dresdner Manufaktur 4.0“ – Wondrak Design, Datenwerk 3D, Haptic Prints
  • 10.–16.12.: Komos studio
  • 17.–24.12.: the-olive-oil-project | unimory Spiele | AIKO Fine Jewelry

Ein Angebot, das frische Ideen und modernes Design auf den historischen Markt bringt.

Anreise & Verkehr

Besucherinnen und Besucher sollten in der Adventszeit möglichst mit Bus und Bahn in die Innenstadt fahren. Für Gäste aus der Region stehen Park+Ride-Plätze bereit.
Der Parkplatz P7 im Ostragehege ist kostenfrei, von dort geht es mit der Linie 10 direkt in die Innenstadt.

Warum der Dresdner Striezelmarkt einzigartig ist

Der Striezelmarkt ist nicht nur der älteste Weihnachtsmarkt Deutschlands – er gehört zu denen mit der größten kulturellen Strahlkraft. Jedes Jahr sorgen über 200 liebevoll gestaltete Stände, kunsthandwerkliche Traditionen und sächsische Adventsatmosphäre für ein Erlebnis, das alle Sinne anspricht.

Typische Besonderheiten:

  • Weltgrößte erzgebirgische Stufenpyramide (14,61 m)
  • Weltgrößter begehbarer Schwibbogen
  • XXL-Krippe
  • Historisches Riesenrad über dem Altmarkt
  • Ein tägliches kostenloses Kulturprogramm

Dazu kommen kulinarische Klassiker, eine lebendige Handwerkskultur und die besondere Stimmung der Dresdner Altstadt.

Die Geschichte des Dresdner Striezelmarktes

Der erste Dresdner Striezelmarkt fand im Jahre 1434, einen Tag vor dem Heiligabend, auf dem Altmarkt statt. Der von Kurfürst Friedrich II. und Herzog Sigismund bewilligte freie Fleischmarkt diente zum Kauf des Festbratens. Schnell bewährte sich der Markt und weitere Waren kamen hinzu. Am Ende des 14. Jahrhundert verlieh der Stadtrat sogenannte „Strutzelbreter“. Die Bäcker legten diese auf die Handwagen, um Christwecken und Striezel zu verkaufen. Es handelt sich um eine frühe Form der heutigen Verkaufsstände.

Ab dem Jahr 1500 wurde der Markt auf den Namen „Striezelmontag“ getauft, da er immer an dem letzten Montag vor dem Fest stattfand. Hier kauften die Frauen Festtagsstriezel. Später wurde der Markt von Montag bis Freitag abgehalten. Ab 1560 lud der Bürgermeister seine Ratsherren jedes Jahr zum traditionellen Stollenessen ein. Bis zum Anfang des 17. Jahrhundert hielt sich die Tradition, dass jeder Ratsherr zu Weihnachten einen Striezel erhielt. 1617 wurde der Brauch durch die Zahlung von Striezelgeld ersetzt.

Im Laufe des 16. Jahrhundert erhöhte sich die Vielfalt des Marktes. Zahlreiche Händler aus verschiedenen sächsischen Gemeinden verkauften auf dem Markt ihre Waren. Ab dem Jahr 1700 bot das städtische Waisenhaus dort ihre Handelsgüter in „Strumpfbuden“ an. „Puppenwerk“ und Drechslerwaren hielten Einzug auf dem Markt. Das Angebot wurde breiter mit Waren von Töpfern, Goldarbeitern, Glashändlern, Messerschmieden, Spitzenhändlern, Strumpfwirkern und anderen Gewerken.

Um 1800 gehörte der Dresdner Striezelmarkt bereits zu den bedeutendsten Weihnachtsmärkten Deutschlands. In dieser Zeit verkauften viele Kinder auf dem Markt „Feuerrüpel“. Dabei handelt es sich um eine Gestalt aus Backpflaumen. Der Pflaumentoffel ist bis heute ein Sinnbild des Marktes. 1910 wurde der Verkauf durch Kinder verboten. 1937 gab es den ersten nostalgischen Striezelmarkt im Stallhof. Hier boten Händler sächsische Waren in historischem Ambiente. Im Lauf der Geschichte wechselte der Standort des Striezelmarktes. Heute befindet es sich wieder auf dem Altmarkt.

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