Zum Inhalt springen

Lokale Themen

So stark war das Smoke-Event „Krauscha im Rauch“ 2026

Krauscha im Rauch 2026: Wenn Groß Krauscha zum Treffpunkt der Smoke-Szene wird

Beim „Krauscha im Rauch“ wurde Groß Krauscha am 5. und 6. September 2026 erneut zum Treffpunkt für Smoker, BBQ-Fans, Handwerker und Familien aus der Oberlausitz. Ostsachsen.de war vor Ort, hat das Smoke-Event mit der Kamera begleitet und unter anderem mit Mitorganisator Albert Tzschoppe über die Veranstaltung gesprochen.

krauscha im rauch 2026 6

Das Wichtigste zuerst

„Krauscha im Rauch“ fand 2026 am 5. und 6. September in Groß Krauscha in der Gemeinde Neißeaue statt. Im Mittelpunkt standen Smoker, BBQ, der Wettbewerb der teilnehmenden Teams sowie ein Rahmenprogramm für Besucher. Veranstaltet wird das Event rund um den Krauscha e.V. gemeinsam mit weiteren lokalen Akteuren. Was einmal als vergleichsweise kleine Veranstaltung begann, hat sich inzwischen zu einem der auffälligeren Spätsommer-Events im östlichen Landkreis Görlitz entwickelt.

Wenn morgens die Smoker angeheizt werden

Schon von weitem lässt sich erahnen, was auf dem Gelände in Groß Krauscha passiert. Rauch steigt über dem Veranstaltungsplatz auf, an den Ständen wird vorbereitet, gewürzt und kontrolliert. Große Smoker stehen nebeneinander, Fleisch wird über Stunden bei niedrigen Temperaturen gegart.

Smoken unterscheidet sich dabei deutlich vom klassischen Grillen. Nicht hohe Temperaturen und kurze Garzeiten stehen im Mittelpunkt, sondern Zeit, Rauch und eine möglichst gleichmäßige Temperatur. Je nach Fleischstück verbringen die Zutaten mehrere Stunden im Smoker. Rubs, Gewürzmischungen, Holz und die Erfahrung der jeweiligen Teams bestimmen am Ende mit darüber, was auf dem Teller landet.

Genau daraus entsteht bei „Krauscha im Rauch“ auch der Wettbewerbsgedanke. Verschiedene Teams treten gegeneinander an und zeigen ihre eigenen Varianten der Zubereitung. Dabei geht es nicht allein darum, wer das größte Stück Fleisch auf den Rost legt. Konsistenz, Geschmack, Gargrad und die individuelle Handschrift spielen eine wesentlich größere Rolle.

Das Event ist allerdings längst nicht mehr nur für Menschen interessant, die selbst einen Smoker im Garten stehen haben. Zwischen den Geräten, Ständen und Vorführungen entwickelt sich ein Fest, das auch zahlreiche Besucher anzieht, die einfach essen, zuschauen und einen Tag in Groß Krauscha verbringen wollen.

Gespräch mit Albert Tzschoppe: Hinter dem Rauch steckt viel Organisation

Einer, der „Krauscha im Rauch“ seit den vergangenen Ausgaben begleitet und mitorganisiert, ist Albert Tzschoppe aus Groß Krauscha. Ostsachsen.de hat ihn während des Events getroffen und mit ihm über die Veranstaltung gesprochen.

Tzschoppe ist dabei nicht nur Teil des Organisationsteams. Als Landwirt hat er auch einen direkten Bezug zu regional erzeugten Lebensmitteln und zum Thema Fleisch. In früheren Gesprächen über das Event hat er bereits deutlich gemacht, dass beim Smoken nicht nur das fertige Ergebnis interessant ist. Besucher können direkt mit den Teams ins Gespräch kommen, sich die Technik ansehen und erfahren, mit welchen Methoden gearbeitet wird.

Das ist einer der Unterschiede zu vielen klassischen Volksfesten. Ein großer Teil dessen, was später gegessen wird, entsteht sichtbar vor den Augen der Besucher. Die Smoker sind nicht in einem abgeschlossenen Küchenbereich versteckt. Wer wissen möchte, welches Holz verwendet wird, wie lange ein Stück Fleisch im Rauch bleibt oder warum ein Team auf eine bestimmte Gewürzmischung setzt, kann direkt nachfragen.

Für die Organisatoren bedeutet das Wochenende allerdings erheblich mehr Arbeit, als Besucher auf den ersten Blick sehen. Teilnehmer müssen koordiniert, Flächen vorbereitet, Versorgung und Technik organisiert und das Rahmenprogramm abgestimmt werden. Aus einem Fest rund um einige Smoker ist mittlerweile eine Veranstaltung geworden, bei der unterschiedliche Bereiche zusammengeführt werden müssen.

Dass dies in einem vergleichsweise kleinen Ort wie Groß Krauscha gelingt, gehört zur Geschichte des Events.

Aus einer Idee wird ein regionales Smoke-Event

„Krauscha im Rauch“ ist noch eine relativ junge Veranstaltung. Bereits bei den ersten Ausgaben zeigte sich jedoch, dass das Konzept deutlich mehr Menschen erreicht als nur die Einwohner des Ortes.

Für frühere Veranstaltungen wurden Besucherzahlen von rund 1.500 bis 1.700 Gästen genannt. Damit kamen zeitweise ein Mehrfaches der Einwohnerzahl Groß Krauschas auf das Veranstaltungsgelände.

Das erklärt auch, weshalb die Veranstaltung inzwischen über den unmittelbaren Ort hinaus wahrgenommen wird. Smoke- und BBQ-Events dieser Art sind in der Region nicht an jedem Wochenende zu finden. Gleichzeitig bleibt „Krauscha im Rauch“ deutlich näher an einem regional organisierten Fest als an einer großen kommerziellen Food-Veranstaltung.

Diesen Charakter merkt man auf dem Gelände. Viele Akteure kommen aus der Region, Menschen kennen sich untereinander, Helfer und Vereine sind eingebunden. Genau diese Mischung sorgt dafür, dass zwischen Wettbewerb und Show immer noch der Eindruck eines großen Dorffestes erhalten bleibt.

Die Gemeinde Neißeaue führte „Krauscha im Rauch“ auch 2026 offiziell in ihrem Veranstaltungskalender für den 5. und 6. September.

Nicht nur BBQ: Motorsägen, Holz und Woodsports

Wer bei einem Smoke-Event ausschließlich mit Fleisch und Grillgeräten rechnet, dürfte in Groß Krauscha überrascht werden.

Zum Programm gehören inzwischen auch Holzhandwerk und Arbeiten mit der Motorsäge. Gerade diese Vorführungen ziehen regelmäßig Zuschauer an. Aus massiven Holzstücken entstehen Figuren und Skulpturen, während wenige Meter weiter die Smoker laufen.

2026 war außerdem Sagar Woodsports am 5. September in Groß Krauscha angekündigt. Damit wurde der Bereich rund um Holz, Kraft und handwerkliche Vorführungen noch einmal erweitert.

Optisch passt das erstaunlich gut zusammen. Feuer, Holz und Rauch bestimmen an vielen Stellen das Bild der Veranstaltung. Auf der einen Seite wird über Stunden gegart, auf der anderen Seite fliegen bei den Vorführungen Späne durch die Luft.

Für Familien ist dieser Mix wichtig. Während ausgesprochene BBQ-Fans lange an den Smokern stehen und über Temperaturen, Fleischstücke und Garzeiten sprechen können, bietet das Rahmenprogramm auch abseits des Essens ausreichend Abwechslung.

Regionale Anbieter gehören zum Konzept

Zwischen Smoker-Wettbewerb und Vorführungen sind auch regionale Unternehmen und Anbieter vertreten.

So war für das Wochenende 2026 beispielsweise die Kaffeerösterei Büttner aus Görlitz mit Kaffeespezialitäten angekündigt. Solche Beteiligungen passen zum Charakter des Festes: Nicht ein einzelner großer Veranstalter bespielt das Gelände, sondern unterschiedliche Akteure bringen ihre Angebote ein.

Dadurch entsteht eine Veranstaltung, die kulinarisch breiter aufgestellt ist als ein reiner Grillwettbewerb.

Gleichzeitig bleibt das Smoken der rote Faden. Der Rauch, der über dem Gelände liegt, ist nicht bloß Kulisse. Viele Gerichte brauchen Stunden, bis sie fertig sind. Wer morgens auf das Gelände kommt, erlebt einen anderen Stand der Zubereitung als Besucher am Nachmittag.

Gerade das macht den Reiz aus: Essen wird hier nicht nur ausgegeben, sondern seine Entstehung gehört zur Veranstaltung.

Warum Krauscha im Rauch funktioniert

Es wäre einfach, „Krauscha im Rauch“ als weiteres Grillfest einzuordnen. Das würde dem Event allerdings nicht gerecht.

Die Veranstaltung kombiniert mehrere Dinge, die zusammen erstaunlich gut funktionieren: kulinarisches Handwerk, Wettbewerb, regionale Produkte, Vorführungen und Dorfgemeinschaft.

Dazu kommt ein Thema, das leicht zugänglich ist. Niemand muss Smoke-Experte sein, um zuzuschauen oder etwas zu probieren. Gleichzeitig gibt es für Menschen, die sich intensiv mit BBQ beschäftigen, genügend fachliche Details und Ansprechpartner.

Das unterscheidet das Fest auch von Veranstaltungen, bei denen Essen hauptsächlich Begleitung eines Bühnenprogramms ist. In Groß Krauscha ist die Zubereitung selbst Teil des Programms.

Und obwohl inzwischen Besucher aus einem größeren Umkreis kommen, ist das Event bisher erkennbar in seinem Ort verwurzelt geblieben.

Ostsachsen.de war 2026 mit der Kamera dabei

Ostsachsen.de hat „Krauscha im Rauch“ auch 2026 begleitet. Unser Film zeigt die Atmosphäre auf dem Gelände, die Smoker und Teams, die Arbeit mit Feuer und Holz sowie Begegnungen mit Menschen, die hinter der Veranstaltung stehen.

Dabei haben wir auch mit Albert Tzschoppe gesprochen, der das Event aus Sicht der Organisatoren kennt und seit Jahren zu den Akteuren rund um „Krauscha im Rauch“ gehört.

Gerade diese Gespräche zeigen, dass hinter den zwei Veranstaltungstagen eine erhebliche Menge ehrenamtlicher und organisatorischer Arbeit steckt. Denn ein Event dieser Größenordnung entsteht in einem Ort wie Groß Krauscha nicht durch eine große Eventagentur, sondern durch Menschen, Vereine, Unternehmen und Helfer, die gemeinsam daran arbeiten.

Am Ende bleiben natürlich Rauch, Fleisch, Smoker und Motorsägen die auffälligsten Bilder.

Die eigentliche Geschichte von „Krauscha im Rauch“ ist jedoch eine andere: Ein kleiner Ort im östlichen Landkreis Görlitz hat aus einer speziellen Idee ein Fest entwickelt, das inzwischen Besucher aus der gesamten Region nach Groß Krauscha zieht.

Und genau deshalb dürfte es auch bei einer nächsten Ausgabe wieder heißen: Smoker an, Holz nachlegen – und Groß Krauscha liegt wieder im Rauch.

0a835c529b7249a986949d9b1e9991e8