Ein Platz für alle Generationen im neuen Glanz
Mitten im Herzen der Görlitzer Innenstadt wurde in den letzten Monaten einer der traditionsreichsten Plätze der Stadt grundlegend erneuert: der westliche Elisabethplatz. Zwischen Dickem Turm und Bismarckstraße entstand ein völlig neu gestalteter Raum, der nicht nur optisch aufgewertet wurde, sondern auch technisch zukunftsfähig ist. Der neue Elisabethplatz ist kein spektakuläres Großprojekt, aber ein hervorragendes Beispiel dafür, wie durchdachte Stadtentwicklung konkret das Leben verbessern kann. Besonders stark, wie ökologische Aspekte mit funktionalem Nutzen verbunden wurden: Regenwasserspeicherung, neue Begrünung, moderne Technik – und das alles in einem ansprechenden Design.
Natürlich bleibt zu hoffen, dass der Platz nun auch regelmäßig genutzt wird: von Marktleuten, Spaziergängern, Kindern, Musikerinnen, Nachbarn – denn ein Platz lebt erst durch seine Menschen. Und gerade Görlitz mit seiner liebevoll restaurierten Altstadt hat es verdient, solche lebendigen Stadträume zu haben.



Warum der Elisabethplatz eine Neugestaltung verdient hatte
Der Elisabethplatz war lange Zeit ein eher nüchterner Ort. Die Beläge waren abgenutzt, die Infrastruktur veraltet, und der alte Baumbestand wies deutliche Schäden auf. Für einen Platz, der direkt an die belebte Altstadt grenzt und regelmäßig von Märkten und Veranstaltungen genutzt wird, war das auf Dauer nicht tragbar. Die Stadt Görlitz entschied sich daher für eine umfassende Sanierung.
Was ist konkret geschehen?
Im Zuge der Sanierung wurde der Platz nicht nur neu gestaltet, sondern tiefgreifend erneuert:
- Unterirdische Infrastruktur: Leitungen wurden ersetzt, Kanalanschlüsse modernisiert und Medientrassen neu verlegt.
- Regenwasserspeicherung: Ein nachhaltiges Bewässerungssystem sorgt dafür, dass der neue Baumbestand mit gesammeltem Regenwasser versorgt werden kann.
- Grünflächen & Bäume: Die alten Bäume mussten weichen – dafür wurden klimaresistente, junge Bäume neu gepflanzt.
- Platzgestaltung: Neue Beläge, barrierefreie Wege und moderne Sitzmöglichkeiten schaffen Aufenthaltsqualität.
- Marktversorgung: Die Infrastruktur für Wochenmärkte und Veranstaltungen wurde modernisiert.
So sah der Elisabethplatz mit dem Wochenmarkt vor der Sanierung aus.

Finanzierung & Kostenentwicklung – ein teures Vorhaben mit Förderung
Der Umbau des oberen Elisabethplatzes war ursprünglich mit rund 1,44 Millionen Euro kalkuliert. Am Ende kostete das Projekt jedoch rund 1,7 Millionen Euro – unter anderem, weil zusätzliche Leistungen von den Baufirmen angezeigt wurden.
Erfreulich: Die Stadt konnte sich erhebliche Fördermittel sichern. Finanziert wurde das Projekt anteilig aus:
- dem Förderprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ mit 80 %
- dem Programm „Lebendige Zentren“ mit 67 %
Trotz der gestiegenen Kosten ist es damit gelungen, eine hochwertige Sanierung mit großer öffentlicher Wirkung umzusetzen, ohne den städtischen Haushalt übermäßig zu belasten.
Der große Tag: Am 7. Juni 2025 wird die Sanierung gefeiert
Ein besonderes Highlight erwartet alle Görlitzerinnen und Görlitzer im Sommer: Am 7. Juni wird die Fertigstellung der Sanierung öffentlich gefeiert. Der neue Elisabethplatz wird an diesem Tag offiziell eingeweiht – mit Programm, Marktständen und vielen Gästen. Ein wunderbarer Anlass, um sich selbst ein Bild vom neuen Platz zu machen und in entspannter Atmosphäre ins Gespräch zu kommen.
Perspektiven, die oft übersehen werden
1. Der Elisabethplatz wieder als grüner Filter
Die neuen Bäume und Pflanzflächen können auch in Zukunft wie eine kleine grüne Lunge wirken. Sie sollen helfen, Feinstaub zu binden und das Mikroklima zu verbessern – gerade in heißen Sommern ein Plus für die Innenstadt.
2. Barrierefreiheit für alle Generationen
Die neue Gestaltung setzt stark auf barrierefreie Zugänge – für Familien mit Kinderwagen, Menschen mit Rollator oder Rollstuhl ein echter Fortschritt.
Kontakt bei Fragen:
Amt für Stadtentwicklung Görlitz


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