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Elbsandsteingebirge

Basteibrücke in der Sächsischen Schweiz

Basteibrücke
Copyright: proslgn, bigstock.com

Die Bastei im Freistaat Sachsen zählt zu den berühmten und beliebten Sehenswürdigkeiten im Elbsandsteingebirge. Zur Felsformation gehört neben der Basteiaussicht die 76,5 Meter lange Basteibrücke. Sie überspannt die Martertelle, eine Schlucht, die 40 Meter in die Tiefe reicht.

Wissenswertes zur Basteibrücke

In Deutschland existieren 16 Nationalparks, die zusammen eine Fläche von 1.050.442 Hektar ausmachen. Zu den kleinsten unter ihnen zählt der Nationalpark Sächsische Schweiz, der sich über rund 94 Quadratkilometer erstreckt. Bei ihm handelt es sich um den einzigen nichtalpinen Felsennationalpark der Bundesrepublik.

Den Sighseeing-Höhepunkt der Sächsischen Schweiz bildet die Basteibrücke, die sich im Osten Sachsens zwischen den beiden Orten Rathen und Wehlen befindet. Ebenso wie die Festung Neurathen gehört sie zur kleinen Gemeinde Lohmen.

  • Reisezeit: Ein Besuch der Basteibrücke kommt ganzjährig infrage. Aufgrund angenehmer Durchschnittstemperaturen bieten sich besonders die Monate Mai bis September an.
  • Dauer: Für den Aufstieg zur Basteibrücke, deren Besichtigung sowie den Abstieg plane mindestens drei bis vier Stunden ein.
  • Kosten: Eine Besichtigung der Basteibrücke kostet keinen Eintritt.

Die beste Zeit für einen Ausflug auf die Basteibrücke

Rund 1,5 Millionen Besucher besichtigen im Jahr die Bastei. Insbesondere in der Hauptsaison – in den Ferien, an Wochenenden und an Feiertagen –herrscht auf der Basteibrücke Gedränge.

Um diesem zu entgehen, planen Touristen ihren Besuch außerhalb der Stoßzeiten: abseits der Ferienzeit montags bis donnerstags. Wenige Mitwanderer, dafür aber eine besondere Aussicht erwartet Urlauber, die die Basteibrücke in den frühen Morgenstunden oder am Abend besuchen. Sie genießen den Sonnenaufgang oder -untergang in rund 200 Meter Höhe.

Auch tagsüber bietet sich die Basteibrücke an, um weit in die Sächsische Schweiz zu schauen. Urlauber sehen Rathen aus der Vogelperspektive und genießen den Ausblick auf den Lilien- sowie den Königsstein.

Historische Entwicklung der steinernen Brücke

Im vorderen Teil der Sächsischen Schweiz zählt die Bastei zu den ältesten Tourismuszentren. Bereits vor 200 Jahren war sie in der Reiseliteratur eine Erwähnung wert.

Die erste Basteibrücke entstand als Verbindung zwischen der Bastei und der Festung Neurathen im Jahr 1825 aus Holz. Rund 25 Jahre später – 1851 – wich sie dem heutigen Bauwerk aus Sandstein. Die aus sieben Bögen bestehende Brücke gilt heute als „technisches Denkmal“.

Die Basteibrücke in der Sagenwelt

Zu den Sagen, die sich um die Basteibrücke ranken, gehört jene von Ritter Kunz vom Rathenstein. Der Burgherr der Burg Rathen besaß laut der Erzählung einen großen Weinkeller, aber einen noch größeren Durst.

Als sich seine Vorräte dem Ende zuneigten, stürzte er sich vor Gram von der Basteibrücke. Bis heute soll sein Geist auf der beliebten Sehenswürdigkeit sein Unwesen treiben. Mitternachts wandelt er über die Bastei sowie die Basteibrücke und trinkt ein Weinglas nach dem nächsten leer.

Anreise zur Basteibrücke in der Sächsischen Schweiz

Reisen Urlauber mit dem Auto an, empfiehlt sich die Strecke über die Gemeinde Lohmen, durch den die Hauptzufahrtsstraße zur Bastei führt. Hier stehen an der Abfahrt zur der Felsformation mehrere Parkmöglichkeiten zur Auswahl.

Ebenso kommt ab Dresden die rund einstündige Fahrt bis nach Rathen infrage. Der Parkplatz an der Bastei ist kostenpflichtig; die aktuellen Gebühren stehen an der Zufahrt. Um die Elbe zu überqueren und den Aufstieg auf die Bastei beginnen zu können, nutzen die Gäste die motorlose Gierseilfähre.

TIPP: Sowohl für den Parkplatz, die Benutzung der öffentlichen Toiletten, als auch für die Fährfahrt brauchen Touristen ausreichend Kleingeld.

Alternativ steuern ganzjährig Buslinien das beliebte Ausflugsziel im Elbsandsteingebirge an:

  • Linie 237 ab Pirna
  • Linie 239 ab Wehlen
  • Linie 254 ab Bad Schandau

Von den Bushaltestellen sowie den Parkplätzen folgen Besucher der Ausschilderung, um zur Bastei und zur Basteibrücke zu gelangen.

Beliebte Tageswanderweg über die Bastei

Planst du zu Fuß eine Tagestour durch die Sächsische Schweiz, kommt der Rundwanderweg von Wehlen bis in den Kurort Rathen infrage. Die Route, die sich „das goldene Dreieck“ nennt, führt über die Bastei.
Zu den Sehenswürdigkeiten auf dieser Tour gehören neben der Basteibrücke die Burgruine Stadt Wehlen und die Schwedenlöcher.
Der Rundweg erstreckt sich über eine Länge von rund zwölf Kilometern. Für die reine Wanderzeit plane zwischen drei und vier Stunden ein.

Tipps für den Aufstieg auf die Basteibrücke

Für einen Aufstieg auf die Bastei brauchst du festes, geschlossenes Schuhwerk. Ob Wanderer für die mittelschwere Strecke Turnschuhe oder Wanderschuhe wählen, obliegt den individuellen Vorlieben.

Ein beliebter Weg auf die Basteibrücke führt direkt durch den Kurort Rathen. Die deutliche Beschilderung zeigt Touristen, wo der Wanderweg beginnt. Dieser biegt links in den Wald ab und geht schließlich in langgezogene Stufen über, denen Besucher bis auf die Felsformation folgen.

Der Weg führt zwischen alten Bäumen hindurch und an faszinierenden Sandsteinformen vorbei. Auf dem letzten Drittel des Anstiegs sehen Touristen eine kleine Aussichtsplattform. Diese bietet ihnen einen Panoramablick über die Elbe. Anschließend geht die Wanderung zur Basteibrücke weiter. Insgesamt nimmt die Tour zwischen 30 und 50 Minuten in Anspruch.

Von der Basteibrücke zur Festung Neurathen

Überqueren Touristen die Basteibrücke, erreichen sie an ihrem Ende die imposante Felsenburg Neurathen. Bei der ganzjährig geöffneten Sehenswürdigkeit handelt es sich um die Ruine einer mittelalterlichen Felsenburg, die Besucher bei einem Rundgang erkunden. Insgesamt geben 24 Informationstafeln Auskunft über Aufbau und Geschichte des über 700 Jahren alten Bauwerks.

INFO: Zugänglichkeit und mögliche Sperrungen der Felsenburg Neurathen können sich kurzfristig ändern. Vor dem Besuch sollten die aktuellen Hinweise der Nationalparkregion geprüft werden.

Fotos: Mario Förster; proslgn, bigstock.com

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