Der Kaisertrutz ist das größte Ausstellungshaus der Görlitzer Sammlungen. Auf fünf Geschossen verbindet das frühere Festungswerk Stadt- und Regionalgeschichte, die Galerie der Moderne und wechselnde Sonderausstellungen.
ZeitbedarfEtwa 2 Stunden, länger mit Sonderausstellung
Gut fürGeschichtsinteressierte Schulkinder, Jugendliche und Erwachsene
Beste ZeitAuch an kalten oder nassen Tagen; im Winter verkürzte Museumsöffnung und Montag als Ruhetag beachten.
AnreiseÖPNV bis Demianiplatz, anschließend zu Fuß. Aktuelle Linien und Fahrpläne vor der Fahrt prüfen.
✦ Unsere Meinung als Locals
Was euch erwartet
Für Kinder und Erwachsene, die die Geschichte von Görlitz kennenlernen möchten, würden wir den Kaisertrutz wählen. Für einen ersten Besuch empfehlen wir einen Schwerpunkt statt aller Ausstellungsbereiche. Diese Einordnung entspricht unserem Familienvergleich.
Drei Erlebnisse vor Ort
Stadtentwicklung verfolgen
Frühe Siedlungsspuren und spätere Epochen der Görlitzer Geschichte erschließen.
Kunst ansehen
In der Galerie der Moderne einen eigenen Schwerpunkt setzen.
Festungswerk verstehen
Die frühere Schutzfunktion des Kaisertrutz mit seiner Lage am Reichenbacher Tor verbinden.
Der Kaisertrutz wurde zwischen 1490 und 1520 als Geschützbastei zum Schutz des Reichenbacher Tores und der Handelsstraße Via Regia errichtet. Heute gehört das markante Festungswerk zu den Görlitzer Sammlungen. Auf mehreren Geschossen verbindet das Museum Stadt- und Regionalgeschichte mit Kunst.
Die Dauerausstellungen führen von frühen Spuren der Besiedlung über Mittelalter und Biedermeier bis zur Industrialisierung und den Veränderungen des 20. Jahrhunderts. Die Galerie der Moderne setzt einen weiteren Schwerpunkt. Ihr könnt den Rundgang chronologisch anlegen oder gezielt den Bereich wählen, der euch interessiert. Für Familien sind konkrete Fragen oft hilfreich: Wie hat sich die Stadt verändert, wovon lebten ihre Bewohner, und welche Spuren erkennt ihr draußen wieder?
Ein vollständiger Besuch aller Bereiche braucht deutlich mehr Zeit als ein kurzer Museumsstopp. Plant mit Kindern einen Schwerpunkt und Pausen ein. Audioguide und besondere Vermittlungsangebote helfen bei der Einordnung; Sonderausstellungen und Veranstaltungen haben jeweils eigene Termine und gegebenenfalls zusätzliche Kosten. Der Reichenbacher Turm gegenüber ist ein separates Besuchsziel mit saisonalem Aufstieg und anderer Zugänglichkeit.
Besuch planen
Besuch planen
- Öffnungszeiten
- November bis März: Dienstag bis Sonntag 10–16 Uhr, Montag geschlossen. April bis Oktober: Dienstag bis Donnerstag 10–17 Uhr, Freitag bis Sonntag 10–18 Uhr, Montag geschlossen. Feiertagszeiten können abweichen.
- Eintritt
- Dauerausstellungen: 8 Euro, ermäßigt 6 Euro, Gruppen ab 10 Personen 6 Euro. Bis 18 Jahre kostenfrei. Am ersten Sonntag im Monat ist der Besuch der Dauerausstellungen frei. Für Sonderausstellungen kann ein Aufschlag gelten.
- Barrierefreiheit
- Aufzug mit akustischer Ansage, rollstuhlgerechtes WC, Behindertenparkplatz, mobile Sitzgelegenheiten und Leichtrollstuhl verfügbar.
- Mit Kindern
- Für begleitete Schulkinder und Jugendliche mit Interesse an Stadtgeschichte, Archäologie oder Kunst. Einen Themenbereich auswählen, statt alle fünf Geschosse vollständig einzuplanen. Bis 18 Jahre ist der Eintritt in die Dauerausstellungen kostenfrei; Veranstaltungsgebühren können abweichen.
- Bei Regen
- Sehr gut als Schlechtwetterziel geeignet.
Ausstellungsschwerpunkt auswählen und im Winter die Schließzeit 16 Uhr beachten. Aufzug verbindet die Ebenen. Audioguide auch in Leichter Sprache beziehungsweise für blinde und sehbeeinträchtigte Gäste erfragen. Für Schließfächer eine 1-Euro-Münze mitbringen. Haustiere sind außer Begleithunden für Menschen mit Einschränkungen nicht zugelassen. Der Reichenbacher Turm hat eigene Saisonzeiten.
