Die Synagoge in Görlitz wurde am 20. August zum Schauplatz eines besonderen Pressegesprächs: Das Lausitz Festival gab einen umfassenden Ausblick auf die diesjährige Ausgabe. Intendant Daniel Kühnel stellte gemeinsam mit seinem Team die Highlights, Themen und besonderen Schwerpunkte vor. Vom 24. August bis 14. September verwandelt sich die Lausitz drei Wochen lang in eine Bühne für Theater, Tanz, Literatur und Musik.
Stimmen und Gesichter hinter dem Festival
Beim Pressegespräch in der Görlitzer Synagoge standen nicht nur Festivalintendant Daniel Kühnel, sondern auch weitere wichtige Mitgestalter im Mittelpunkt.
- Alexander Meier-Dörzenbach, Chefdramaturg,
- Heike Merten-Hommel, leitende Dramaturgin Literatur,
- Maria Schulz, Geschäftsführerin des Lausitz Festivals.
Moderiert wurde die Veranstaltung von Tom R. Schulz. Zu den Gästen zählten zahlreiche Pressevertreter der Stadt Görlitz sowie politische Repräsentanten wie Oberbürgermeister Octavian Ursu, Bürgermeister Benedikt M. Hummel und Christine Nützsche vom ZVON. Diese breite Präsenz zeigt, welche Bedeutung das Lausitz Festival nicht nur für die Kultur, sondern auch für die gesamte Region hat.
Mehr auf www.lausitz-festival.eu/de/
Ein Festival mit einzigartiger Handschrift
Das Lausitz Festival 2025 steht unter dem Motto „unsbewusst“ und bringt über drei Wochen lang Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt in die Region. Geplant sind 31 Veranstaltungen – von großen Produktionen bis zu intimen Lesungen. Dabei geht es nicht nur um Unterhaltung, sondern auch um Reflexion: Wie beeinflusst Kultur unsere Wahrnehmung, wie prägt sie das Miteinander und welche Rolle spielt sie im Wandel der Lausitz?
Daniel Kühnel machte deutlich, dass das Festival mehr sei als eine Aneinanderreihung von Veranstaltungen. Es ist ein künstlerischer Kommentar zur Transformation einer Region, die im Strukturwandel neue Identität und Perspektiven sucht.
Programmhighlights 2025
Schon jetzt wird deutlich: Das Programm 2025 bringt besondere Höhepunkte, die weit über die Lausitz hinausstrahlen.
- Uraufführung „Sonettfabrik“ in der Brikettfabrik „Louise“ in Domsdorf – eine poetische Auseinandersetzung mit industrieller Vergangenheit.
- Familienoper „Krabat“ im Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau – inspiriert von der sorbischen Sage, neu vertont von Marius Felix Lange.
- „Müller & Müller“ an der gigantischen F60-Abraumbrücke in Lichterfeld – ein Stück über die Dichter Heiner und Inge Müller, gespielt in monumentaler Kulisse.
- Jazz & chinesische Poesie in der Dorfkirche Kune Walde – eine der größten Dorfkirchen Deutschlands, wo Musik und Sprache zu einem außergewöhnlichen Dialog verschmelzen.
- Wiederaufnahme „Othello / Die Fremden“ auf dem Telux-Gelände in Weißwasser – ein Stück, das Fragen nach Zugehörigkeit und Fremdheit neu verhandelt.
Orte, die selbst Geschichten erzählen
Besonders faszinierend am Lausitz Festival sind die Spielorte. Anstatt nur klassische Theaterbühnen zu nutzen, setzt das Festival bewusst auf Räume, die selbst Geschichte tragen. Brikettfabriken, stillgelegte Bergwerke oder Dorfkirchen werden zu Bühnen, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verknüpfen.
Gerade diese Mischung macht den Besuch zu einem doppelten Erlebnis: Wir erleben nicht nur die Kunst, sondern entdecken gleichzeitig auch die Region neu.
Neue Perspektiven im Jahr 2025
- Langfristige Sicherheit: Das Lausitz Festival wird bis 2038 aus dem Strukturwandelfonds gefördert – ein klares Signal, dass Kultur als Teil des Wandels verstanden wird.
- Institutionalisierung: Seit 2023 ist das Festival als gGmbH organisiert. Träger sind die Städte Görlitz und Cottbus, was eine stabile Basis schafft.
- Multidisziplinarität: Anders als klassische Festivals setzt das Lausitz Festival bewusst auf Vielfalt. Musik, Theater, Lesungen, Tanz, Film und Diskurs greifen ineinander und schaffen so ein Panorama künstlerischer Ausdrucksformen.
Unsere Tipps für den Festivalbesuch
Wir empfehlen, frühzeitig Tickets zu sichern, da viele Veranstaltungen schon im Vorverkauf stark nachgefragt sind. Besonders lohnenswert ist es, nicht nur die großen Produktionen im Auge zu behalten, sondern auch kleinere Formate und ungewöhnliche Orte auszuprobieren.
Wichtig ist zudem, die Anreise einzuplanen – manche Spielstätten liegen abseits der großen Städte. Wer die Chance hat, sollte die Festivalbesuche gleich mit einem Ausflug in die Region verbinden. So lassen sich Kunst und Kulturerlebnis mit Entdeckungen in der Lausitz ideal verbinden.

Christkindelmarkt 2026 in Görlitz
Deutschlands größte Bogenarena - Bogenschießen & Feiern in Rothenburg