Görlitz. Wir haben mit Gerd Weise vom Görlitzer Kulturservice gesprochen – und sehen ihn zufrieden. Das Görlitzer Altstadtfest und das Jakuby-Fest in Zgorzelec haben in diesem Jahr wieder über 100.000 Besucherinnen und Besucher angezogen. Seit nunmehr 31 Jahren feiern die beiden Städte gemeinsam dieses deutsch-polnische Fest, das Brücken baut und Generationen zusammenführt. Der Rückblick zeigt: Es war ein Wochenende voller Begegnungen, Musik und ausgelassener Stimmung.
„Das war ein tolles Altstadtfest 2025“, sagt Festorganisator Gerd Weise im Gespräch. „Es blieb alles bewahrt: fröhlich, freundlich und vor allem friedlich. Die Stimmung in der Stadt war ausgezeichnet, die Menschen haben gestrahlt auf den Plätzen. Wir sind dankbar, dass unser Konzept aufgegangen ist, viele Angebote für junge Familien zu schaffen. Man sah Kinder, Eltern, Großeltern – das Fest war sehr familiär. Auch alte Bekannte aus der Schule oder Nachbarschaft trafen sich wieder. Jetzt machen wir die Stadt ein wenig sauber, freuen uns über den Regen, der hilft, und gehen gleich in die Planung für den Christkindlmarkt und das Eislaufen im Winter. Denn nach dem Fest ist vor dem Fest – und natürlich auch vor dem Altstadtfest 2026.“
Das Wichtigste in Kürze:
Das Altstadtfest Görlitz 2025 war ein voller Erfolg: friedlich, familiär und mit zahlreichen Höhepunkten. Trotz eines kurzen Gewitters und einer abgesagten Konzertveranstaltung überwog die positive Stimmung. Mehr als 100.000 Gäste genossen das deutsch-polnische Festwochenende. Festorganisator Gerd Weise zeigte sich dankbar und blickt bereits auf kommende Veranstaltungen wie den Christkindlmarkt und das nächste Altstadtfest 2026 am 28.-30.August voraus.
- Über 100.000 Besucherinnen und Besucher beim Altstadtfest und Jakuby-Fest
- Friedliche Stimmung, keine besonderen Polizeieinsätze
- Eröffnung durch OB Octavian Ursu, Bürgermeister Rafał Gronicz und Ministerpräsident Michael Kretschmer





Ein besonderes Merkmal des Festwochenendes war die friedliche Atmosphäre. Es gab keine nennenswerten Polizeieinsätze, lediglich die üblichen medizinischen Vorfälle, die bei einem Großereignis nicht ausbleiben. Das freut nicht nur die Organisatoren, sondern auch die Gäste, die ohne Störungen durch drei Tage Programm bummeln konnten. Für Görlitz und Zgorzelec ist dies ein wichtiges Signal: Das Altstadtfest bleibt ein Ort der Begegnung, an dem das Miteinander über Grenzen hinweg im Vordergrund steht.
Am Samstagnachmittag zog ein heftiger Gewitterguss über die Stadt. Während die letzten Teilnehmer der Waschtrog-Regatta auf der Neiße ohnehin schon durchnässt ins Ziel kamen, erwischte es auch Tausende Besucher auf den Plätzen. Besonders bitter: Das für 18.30 Uhr geplante Klavierkonzert mit Mark Ehrenfried auf einem Ponton musste abgesagt werden. Der Untergrund war nach dem Regen zu nass und rutschig, ein Auftritt wäre zu gefährlich gewesen.
Abgesehen davon dominierten glückliche Gesichter das Bild. Von Freitag bis Sonntag reihte sich Höhepunkt an Höhepunkt. Schon am Eröffnungsabend zeigte sich die enge Verbundenheit der beiden Städte. Auf der Altstadtbrücke eröffneten Görlitz’ Oberbürgermeister Octavian Ursu und Zgorzelecs Bürgermeister Rafał Gronicz das Fest gemeinsam. Auf dem Untermarkt stießen Ursu und Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer anschließend mit einem frisch gezapften Landskron-Bier und einer Fassbrause an – traditionell das erste Getränk des Festes.
Für viele Besucher ist gerade diese Mischung aus Tradition, Musik, Kultur und Kulinarik das Besondere am Altstadtfest. Ob Straßenmusiker, regionale Handwerker oder internationale Künstler – sie alle prägen seit Jahrzehnten die Atmosphäre. In diesem Jahr standen besonders die familienfreundlichen Angebote im Fokus, was von den Besuchern durchweg positiv aufgenommen wurde. Dass Görlitz und Zgorzelec gemeinsam feiern, bleibt dabei der Kern des Festes.
Veranstalter
Altstadtfest Görlitz

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