Skip to content Skip to footer

AckerbürgerMuseum Reichenbach entdecken

Eines der kleinsten Museen der Oberlausitz ist das AckerbürgerMuseum in Reichenbach. Das kleine Stadtmuseum bietet Besuchern spannende Eindrücke aus dem Tagewerk der „Ackerbürger“. Wir zeigen Euch einen Einblick in das AckerbürgerMuseum und informieren was es Sehenswertes zu erleben und entdecken gibt. 

AckerbürgerMuseum Reichenbach
Görlitzer Straße 25
02894 Reichenbach/O.L.
Telefon: +49 35828 72093
Ansprechpartnerin: Anja Köhler
E-Mail sendenwww.museen-oberlausitz.de

Zu Besuch im AckerbürgerMuseum in Reichenbach in der Oberlausitz

Im 19. Jahrhundert betrieben die „kleinen Leute“ nach getaner Arbeit in den Fabriken, im Gewerbe oder im Handel Landwirtschaft. Ein Stück Land oder Wald sicherte dem kleinen Bürger in Zeiten von Hungersnöten, Feuersbrünsten und Kriegswirren das Überleben. Zu jedem Grundstück steuerte die Stadt einen kleinen Acker vor den Stadttoren bei.

Das Museum stellt ein typisches Arbeiterheim der damaligen Zeit dar. Das Häuschen aus dem 17. Jahrhundert wurde aufwendig wiederaufgebaut. Die rekonstruierte Inneneinrichtung ist originalgetreu. Sie spiegelt eindrucksvoll die Lebensweise in der Kleinstadt wider. Zum Haus gehören ein Hof und ein Garten.

AckerbuergerMuseum Reichenbach by Paul Glaser 16

Sehenswertes im AckerbürgerMuseum Reichenbach

  • Historische Räume: Das gesamte Haus mit Hof und Garten dient als begehbare Ausstellungsstätte. Bei der Einrichtung gelang es den Verantwortlichen, die Inneneinrichtung detailgetreu zu rekonstruieren.
  • Garten: Der kleine Hof lädt mit gemütlichen Bänken zum Verweilen ein. Hier wachsen farbenfrohe Blumen, Gemüse und frische Kräuter.
  • Imkerei: In der gläsernen Schaubeute schauen große und kleine Besucher den Bienen bei der Arbeit zu. Im Garten blühen Bienenweidepflanzen. Bei einer Verschnaufpause genießen Besucher das Summen und betrachten die Pollensammler aus der Nähe.
  • Schauwerkstatt: In einem Nebengebäude finden Besucher die detailgetreu eingerichtete Werkstatt eines Glasdrückers. Zu Museumsfesten erwacht sie mit dem in Betrieb genommenen Schmelzofen zu neuem Leben. Gäste der Schauwerkstatt schauen live zu, wie aus farbigem Stangenglas beim Glasdrücken Rückstrahler, Knöpfe und andere Objekte
AckerbürgerMuseum Reichenbach

Die Geschichte des AckerbürgerMuseum Reichenbach

Um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen, arbeiteten die Reichenbacher im 19. Jahrhundert als Handwerker, Industriearbeiter und Kleingewerbetreibende. Zusätzlich betrieben sie Vieh-und Landwirtschaft im Nebenerwerb. Jedes innerstädtische Grundstück besaß ein kleines Stück Ackerland, das die Stadt zur Verfügung stellte. Eines der wichtigsten Zeugnisse der „Ackerbürger“ ist ein Häuschen mit Hof und Garten in der Görlitzer Straße 25.

Darin befindet sich das AckerbürgerMuseum Reichenbach. Der Bau wurde originalgetreu wiederaufgebaut. Die rekonstruierteInneneinrichtung bietet tiefe Einblicke in das Leben der damaligen Kleinstadtbewohner.

Besuch des Museums

Bei einem Besuch des AckerbürgerMuseums begeben sich Interessierte auf eine Reise ins beginnende 20. Jahrhundert. Sie betreten eine kleine Küche, die „Gute Stube“, Schlafzimmer, Abort, einen typischen Flur und verschiedene Werkstätten. Unter dem Vordach finden Besucher Saatmaschinen, Pflug und andere Landwirtschaftsgeräte.

Das Haus stammt aus dem 17. Jahrhundert. Zum Grundstück gehören beispielsweise die Werkstätten eines Schusters und eines Glasdrückers. Neben dem großzügig geschnittenen Hof gibt es einen Garten mit bunten Blumen, duftenden Kräutern und verschiedenen Gemüsesorten. Der Heimatverein Reichenbach ließ den Innenhof wie die ehemalige Anlage eines Ackerbürgers gestalten. Eine große Auswahl an Bienenweidepflanzen macht es den Bienen und anderen Insekten leicht, ausreichend Pollen zu finden

Die Räume sind eng. Sie spiegeln die einfachen Verhältnisse gut wider, in denen die Ackerbürger lebten.  Heimatverein Reichenbach und Schlesisch-Oberlausitzer Museumsverbund legen viel Wert auf originalgetreue Details. Zahlreiche Ausstellungsobjekte sind auch heute noch vielen Besuchern bekannt. Im Obergeschoss öffnen regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen ihre Pforten. In den Gebäuden im Hof erwarten interessierte Besucher weitere Ausstellungsteile.

Die Werkstätten des AckerbürgerMuseums

Informativ und unterhaltend sind die ansässigen Gewerke. In der Werkstatt des Glasdrückers gibt es einen Ofen. Damals erhitzte der Meister darin das Glas. Im zähflüssigen Zustand presste er es mit Zangen in Formen. Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden so aus farbigem Stangenglas Plaketten, gläserne Kleinteile, Knöpfe und Rückstrahler. Empfehlenswert ist ein Besuch des AckerbauMuseums im Rahmen von Museumsfesten. Bei einer Livevorführung des ursprünglichen Handwerkes sehen Interessierte zu, wie nützliche Gegenstände aus Glas entstehen. Regulär ist der Schmelzofen nicht in Betrieb.

Das AckerbürgerMuseum Reichenbach per Audio Guide entdecken

Seit Anfang 2021 gibt es einen AudioGuide der besonderen Art: Die Wandermaus Wutz führt dabei Familien mit Kindern auf unterhaltsame Art über das Gelände und begegnet dabei zahlreichen anderen Bewohnern, wie dem Glasdrücker, der Ameise Alfons oder dem französischen Mühlstein Jean-Franzoise. Das hauseigene Insektenorchester spielt auf und eine Liebesgeschichte darf ebenfalls nicht fehlen. Der AudioGuide ist kostenfrei und per Smartphone, Tablet oder PC nutzbar.

Lage des Ackerbürgermuseums

Das AckerbürgerMuseum befindet sich im Herzen der kleinen Oberlausitzer Stadt Reichenbach. In der näheren Umgebung gibt es weitere Ausflugsziele wie Schloss Krobnitz oder das Wasserschloss Dobschütz. Wenige Kilometer entfernt liegt die beliebte Europastadt Görlitz-Zgorzelec, die mit etwa 4 000 teilweise restaurierten Kultur- und Baudenkmälern Besucher anzieht. Der Berzdorfer See mit seinen attraktiven Badestränden, atemberaubenden Ausblicken und empfehlenswerten Gastronomiebetrieben ist mit dem Auto in knapp 20 Minuten erreichbar.

Bewertungen AckerbürgerMuseum

Schlesisch-Oberlausitzer Museumsverbund gGmbH
Elisabethstraße 40
02826 Görlitz
Tel.: +49 (03581) 329010
Fax: +49 (03581) 3290110
eMail: info@museumsverbund-ol.de

Autor: M.Foerster, Fotografie: Paul Glaser, Überarbeitung: Anja Köhler © Juli 2021