Die Landeskrone in Görlitz » Ausflugsziel und Wahrzeichen der Stadt

Wandern und Erholen an der Naturschönheit Landeskrone

Im östlichen Teil der Oberlausitz befindet sich Görlitzer Landeskrone, die als Naherholungsgebiet und Hausberg der Stadt Görlitz gilt. Mit 419,5 Metern über den Meeresspiegel ist diese ein gut sichtbares Wahrzeichen der sächsischen Stadt. Sie liegt im Ortsteil Biesnitz. Die Ausflugsstätte bietet Erholungssuchenden vielseitige Natur. Geologie- und Botanikfreunde kommen bei einem Besuch des Görlitzer Hausberges auf ihre Kosten. Wanderer freuen sich auf einen Abstecher in das Burghotel Landeskrone mit Aussichtsturm. Die Landekrone in Görlitz bietet einen hervorragenden Blick auf die Stadt und die Umgebung, besonders eindrucksvoll auf den Berzdorfer See. An klaren Tagen reicht die Aussicht bis zum Iser- oder Riesengebirge.

Landeskrone Görlitz, Fotoc: Mario Förster

Sehenswertes rund um die Görlitzer Landeskrone

Die Görlitzer Landeskrone gehört geografisch zum Lausitzer Bergland und zählt zu den beliebtesten Görlitzer Sehenswürdigkeiten. Der Hausberg der Stadt liegt südwestlich des Stadtzentrums und bietet als Ausflugsziel einen wunderbaren Blick auf die Stadt Görlitz. Bei guter Weitsicht kann man eindrucksvoll bis in das Riesengebirge und das Isergebirge, vielleicht sogar bis zum Berg Jeschken sehen.Wanderung am Rundweg am Fuße der Landeskrone (1h)

  • Aufstieg bis zur Bergspitze (45min)
  • Aussichtsturm
  • Bismarcksäule
  • Besuch des Restaurant Burghotel Landeskrone
  • Wanderung entlang des Lehrpfades

Landeskrone Görlitz aus Richtung Königshainer Berge

Aufstieg zur Landeskrone Görlitz

Aufstieg zur Landeskrone Görlitz

Blick auf die Landeskrone

Die Landeskrone ist ein weithin sichtbarer Berg der aus allen Himmelsrichtungen eindrucksvoll zu sehen ist. Auf diesen Fotos seht ihr die Landeskrone aus Richtung aus Görlitz Rauschwalde, Landskronsiedlung Christian-Heuck-Strasse und den Aufstieg aus Kunnerwitz.

Landeskrone aus Richtung Friedersdorf

Ausblick von der Landeskrone auf die Landschaft

Vom Ausichtsturm der Landeskrone hat man einen wunderschönen Ausblick in alle Richtungen, einen weiten Blick auf Görltz und die Umgebung (z.B. Berzdorfer See), sowie auch eine Fernsicht zum Iser- und Riesengebirge. Auf der anderen Seite kann man über die Dörfer Markersdorf, Friedersdorf in Richtung Reichenbach und Löbau schauen. Der nördliche Ausblick schweift über Schlauroth, Girbigsdorf und Königshain bis in die Königshainer Berge.

Landeskrone Blick über Görlitz Foto: M.Schiemenz

Rundumblick vom Ausichtsturm, Stadt Görlitz, Berzdorfer See und Königshainer Berge. (Fotos: M.Schiemenz)

Anfahrt zur Landeskrone Görlitz

Die Landeskrone ist bequem mit der Görlitzer Straßenbahnlinie 2 abfahrend aus der Innenstadt zu erreichen. Seid ihr an der Endhaltestelle angekommen könnt Ihr den Weg, vorbei am Ostsachsendruck nehmen, der Aufstieg beginnt an den Treppen am Fuße des Berges. Von da aus erreicht ihr in ca. 45 Minuten den Aussichtsturm. Der untere Rundweg lädt zum Entspannen ein und führt euch in gut 1 Stunde, einmal um die Landeskrone herum. Wer mit dem Pkw anreist kann sein Auto ebenfalls am Fuße der Landeskrone, gegenüber der Endhaltstelle der Straßenbahn, abstellen.

Promenadenstrasse mit Straßenbahn vor der Landeskrone, Görlitz Biesnitz


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Historisches zur Landeskrone Görlitz

Die Landeskrone Görlitz entstand vor 34 Millionen Jahren aus einem Vulkan. Die Besiedlung geht zurück auf die Bronzezeit. Das belegen Funde der früheisenzeitlichen und bronzezeitlichen Kultur. Archäologen fanden diese im Bereich des oberen Burgwalls. Um 900 gab es am Südhang des Görlitzer Hausberges eine halbkreisförmige Wehranlage. 1870 nahm Rudolf Virchow kleinere Ausgrabungen in diesem Bereich vor. Bis zum Jahr 1970 gab es mehrere archäologische Untersuchungen die Keramikscherben, Spuren der Eisenverarbeitung sowie Pechsiederei offenbarten. Diese Funde bestärkten Forscher in der Annahme, dass die Landeskrone ein Zentralort der Besunzane war. Jasper von Richthofen, vermutete eine frühstädtische Siedlung der Milzener. Urkundlich erfasst ist das Besitztum verschiedener Gegenden rund um Görlitz durch Milzener ab 1071.

Archäologen nehmen an, dass der Stamm der Besunzane nach 900 zu den Milzener gehörte, da sie in den nachfolgenden Schriftquellen keine Erwähnung finden. Ausgrabungen an der Landeskrone Görlitz deckten bis heute keine Spuren von einer dichten Innenbebauung auf, die für eine zentrale Nutzung durch den Stamm spricht. Eine Chronik von Thietmar von Merseburg untermauert die These eines städtischen Zentrums auf dem Hausberg von Görlitz. Er verweist auf einen Heereszug von König Heinrich II. gegen den König der Polen Boleslaw I. Chrobry im Jahr 1015.

In dessen Zusammenhang erwähnt von Merseburg die Eroberung einer magna urbs Businc. Die böhmischen Truppen hielten 1.000 Männer gefangen. Das lässt den Schluss zu, dass sich etwa 4.000 Personen auf der Burg befanden, als der Angriff stattfand. Bei der magna urbs businc handelte es sich um die einstige Befestigungsanlage, die sich auf der Landeskrone befand. Unterhalb lagen Klein Biesnitz und Groß Biesnitz. Heute sind es Stadtteile von Görlitz. Um 1300 hießen diese „Bisencz“ – vermutlich ein Verweis auf den Stamm der Besunzane.

Landeskrone Görlitz, Wahrzeichen der Stadt Görlitz

In einer Quelle aus dem Jahr 1268 taucht der Begriff „castrum landischrone“ auf. Der Deutsche Name der Landekrone Görlitz geht auf das Rittergeschlecht „von Landskron“ zurück. Diese besaßen einen Stammsitz auf einer Burg an der Ahr. Der Burgberg ähnelte der Landeskrone.

Im Hochmittelalter entstand eine Burg auf dem Berg. Sie gehörte den Böhmen und den Lausitzern. Im Besitz der von Biebersteins diente die Burg der Überwachung der Via Regia. Die Handelsstraße führte im Mittelalter von Erfurt nach Breslau und tangierte Görlitz und Bautzen.

1440 erwarb die Stadt Görlitz die Landeskrone zur Bauholzgewinnung. Damit ersetzte die Gemeinde die Schäden durch Stadtbrände. Die Görlitzer Landeskrone verlor einen Großteil der Bewaldung. Das Land diente dem Ackerbau sowie der Viehzucht.

1796 entstand der Aussichtsturm. Die Landekrone wurde ein beliebtes Ausflugsziel. Im 18. Jahrhundert baute die Gemeinde eine Schutzhütte sowie einen Turm auf dem westlichen Gipfel. 1901 schuf der Architekt Wilhelm Kreis eine Bismarcksäule auf dem östlichen Gipfel. Zu Feierlichkeiten brannte hier ein weit sichtbares Feuer. 1840 entstand eine Lindenallee. 1844 öffnete die kleine Restauration. 1863 folgte die größere Berggaststätte mit den Kolonnaden und Türmen. 1883 pflanzte die Gemeinde Rotbuchen. 1946 vernichtete ein Brand die Gaststätte. 1951 entstand der Neubau.

Mit dem wachsenden Interesse der Anwohner begann die Erschließung des Berges mit:

  • Treppenanlagen,
  • Wegen,
  • Anpflanzungen (vornehmlich Rotbuchen und Linden),
  • Geländern,
  • Bänken und
  • einer Fahrstraße.

1953 wurde das Areal zum Naturschutzgebiet erklärt.

Landeskrone Görlitz

Sagen rund um die Landeskrone

Das Schwein auf der Landeskrone bei Görlitz

Ein Mädchen aus Pfaffendorf hütete an der Landeskrone die Kühe eines Bauers; nun hatte dieser aber auch noch ein Schwein, welches er gewöhnlich mit den Kühen zusammen austreiben ließ. Aber das Schwein blieb nicht bei der Heerde, sondern es ging seine eigenen Wege, tief in die Büsche und blieb hier so lange, bis die Zeit kam, wo heimgetrieben ward, da kehrte es von selbst zurück und ging mit der Heerde nach Hause. Da nun dies das Schwein aber alle Tage tat, so ward das Mädchen endlich neugierig und wollte wissen, wo das Schwein hinlaufe. Sie ging also das nächste Mal demselben nach in den Busch und kam so weiter und immer weiter, bis an die Landeskrone und auch hier wieder den halben Berg hinan bis in das dickste Gebüsch. Da lief es auf einmal in eine Höhle hinein, die Magd ging nach und kam so in einen Pferdestall, da standen viele Rosse gesattelt und gezäumt und geharnischte Krieger in Waffen saßen dabei. Das Schwein aber war verschwunden. Die Männer aber fragten die Magd, was sie wolle und waren sehr barsch und unwillig, sagten, sie habe hier nichts zu fürchten, ihr Schwein werde sie schon wieder bekommen, sie solle machen, daß sie fortkomme. Da lief das Mädchen erschrocken davon, und erzählte Alles dem Bauer, dieser aber sagte: »Laß gut sein, das Schwein kommt schon wieder, aber wenn in der Landeskrone die Reiter wieder rumoren, da wird’s bald losgehen und es wird nicht lange dauern, so wird Krieg werden.« So sprach der Bauer und so ist es auch geschehen.
(Johann Georg Theodor Grässe: Sagenbuch des Preußischen Staat)

Der große Stein bei Görlitz

Auf dem Wege von der Landeskrone bis zur Stadt Görlitz liegt ein sehr großer Stein, an dem man gleichsam Klauen- oder Krallengriffe bemerkt. Von ihm erzählt die Sage, daß der Teufel erzürnt gewesen, als er gesehen, daß in der Stadt sich der herrliche Dom, Peter und Paul geheiligt, zur Ehre Gottes aufwölbte. Wütend vor Zorn riß er einen mächtigen Felsblock von der Landeskrone ab und trug ihn hoch durch die Luft um den Dom zu zerschmettern. Aber Gott rettete das ihm geweihte Haus; von seiner Macht gelähmt, ließ der Teufel das Felsenstück fallen, noch sieht man die Stellen, wo er es anfaßte und tiefe Löcher mit seinen glühenden Krallen einbrannte. (S. Büsching, Volkssagen)

weitere Sagen rund um die Landeskrone

Sehenswertes rund um Görlitz

Mario Förster

Blogger und Herausgeber von Ostsachsen.de. In Görlitz aufgewachsen lebt er als Rückkehrer mit seiner Frau und zwei Söhnen in der Region. Hier findet Ihr Wissenswertes und Sehenwertes aus der Region Ostsachsen, der Lausitz und dem Dreiländereck: Deutschland, Polen und Tschechien.

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